Wasserrutschen für Taucher

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Krakau
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Beitrag von Krakau » 24.07.2009 08:55

haardy hat geschrieben:Man versuche einfach mal, eine Schwimmbad-Wasserrutsche im Neoprenanzug zu benutzen, dann weiß man auch, daß Röhrenrutschen mit dieser Bekleidung einfach nicht geht, weil's nicht rutscht. :shocked:
Moin Harald!

...und wie lautet die gängige physikalische Erklärung dafür, dass es einfach nicht rutscht?

Neopren ist "aufgeschäumter Kautschuk" erhöht also den Auftrieb.
Das Wasser dient als "Gleitmittel" - mehr Wasser bessere Trennung.

Ein Körper mit höherem Auftrieb (also geringerer Normalkraft) müsste nach den Gesetzten der Haft/Gleitreibung eigentlich schneller rutschen!

Gruß
Thomas

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haardy
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Beitrag von haardy » 24.07.2009 10:36

Hi Krakau,
eine gängige physikalische Erklärung dafür habe ich nicht parat, meine Erfahrung ist da eher praktischer Natur, weil ich diesen Versuch während der letzten Allwetterbad-Saison in eigenem Neopren gemacht habe. Der Auftrieb in einer Schwimmbadrutsche ist sekundär, denn das Dich dort umgebende Medium ist Luft, nicht Wasser. Und der Auftrieb ist bekanntlich abhängig vom umgebenden Medium.

Ich vermute, es liegt an der Kaschierung des Gummis. Eine Badehose aus vergleichbarem Material bremst halt auch, und man ist am schnellsten, wenn man für wenig Badehosenkontakt sorgt.

Ein Einsatztaucher hat nun aber nicht allein seinen Anzug dabei, hinzu kommt eine Stahlflasche von ca 16 kg, ein paar weitere Bleigewischte, zwei Atemregler, eine Tarierweste und noch einiges weiteres Zeug, was er für seinen Aufenthalt im fremden Medium so braucht. Sich mit diesem Gerödel in eine lange Röhre zu begeben ist nur etwas für hartgesottene, denn da kommt einiges an Gewicht, Sperrigkeit und Risiko des Steckenbleibens zusammen. Zumal ein Taucher nur "Heckantrieb" hat und es ihm nicht möglich ist, in der Röhre zu drehen.

Um auf den Topic zurück zu kommen: Es gibt einfachere und unauffälligere Methoden, einen Taucher ins Wasser zu bringen. Man Frage sich zudem, wie man sich den Rückweg des Tauchers vorstellen soll. :lol:

Gruß
Harald
ttfn
haardy

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argus
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Beitrag von argus » 24.07.2009 16:44

Moin!

Als "Techniker" akzeptiere natürlich die Argumente der "Praktiker".

Aber das einfachste wäre es doch, wenn jemand mal "bei Gelegenheit" vor Ort nachguckt. (Vor allem im Unterholz hinter dem Sandstrand). Dann werden wir auch sehen, ob es sich nur um Abwasseranlagen handelt.

Ein bischen Geduld muß ich da wohl noch aufbringen.


Gruß!

argus

Phobos312
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Röhren

Beitrag von Phobos312 » 06.12.2009 21:36

Hallo argus,
die Volksmarine hatte Vorpostenschiffe in der Ostsee, da wäre es ein leichtes gewesen Taucher abzusetzen und auch wieder aufzunehmen. Um sich Schiffe "anzugucken" hätte dieser Einsatz definitiv nichts gebracht. Auch ein Einsatz von zivilen Schiffen aus wäre weniger aufwändig gewesen. Ich kenne die Anlage zwar nicht, aber ich kenne Leute die an der See gedient haben, ich selbst war auf einem Minensucher.
Grenzer und Marine hatten genug Objekte direkt am Wasser, die wären einfach zu Fuß losgegangen.
Vieleicht bekommen wir ja heraus was das genau war, aber das Fallschirmjäger oder Kampfschwimmer an die Küste gejagt wurden um Flüchtlinge zu fangen klingt ein bischen nach BLÖD-Zeitung...
Es gibt nicht einen belegten Fall, dass Kampfschwimmer ( beider Seiten) jemals "gegnerisches Territorium" betreten haben.

passat991
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Rutsche

Beitrag von passat991 » 20.04.2010 14:32

Hallo Argus!Schon etwas alt aber ich sag mal was zum Thema...Die "Rutsche"befindet sich etwa 500m in Richtung Dassower See von dem Betonsteg entfernt.Also anfang der 90`er war sie noch da.Am oberen Ende war ein grosses Rohr was an Abwasser oder Entwässerung der Felder denken lässt...Werde die Tage mal schauen und knipsen.
Suche alles über Travemünde,Priwall,Pötenitz...Kenn mich aber auch schon ganz gut aus...

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argus
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Beitrag von argus » 20.04.2010 20:04

Hallo Passat991!

Freut mich, daß Du mal nachguckst.
Lass Dir Zeit, es geht nicht um Sekunden.

Gruß!

argus
(Miittelfränkische Landratte)

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Agententunnels

Beitrag von argus » 24.03.2011 20:56

Hallo liebe Wasserrutschenfreunde!

"Gut Ding will Weile haben" sagt ein Sprichwort.

Gestern lief in 3Sat eine Doku von Andreas Kieling " Mitten im wilden Deutschland".

Dabei wurde auch ein sog. StaSi-Agententunnel" gezeigt, mit welchem, an der innerdeutschen Grenze, der Minenstreifen und der Sperrzaun untertunnelt wurde.

Es gab also definitiv solche Anlagen. Warum also nicht auch für Froschmänner, um unbeobachtet von den "Wessies", auch am Tage, in die Ostsee zu gelangen?

Ich nun überzeugt, daß mein Kontaktmann die Wahrheit gesagt hat und es sich bei der Angelegenheit nicht um eine Utopie handelt.


Gruß!

argus

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Grenzschleusen

Beitrag von argus » 05.04.2011 22:27

Hallo!

Wie ich der nachstehend zitierten Quelle entnehme, wurden die Tunnels offiziell als "Grenzschleusen" bezeichnet.


http://www.grenztruppen-der-ddr.de/podi ... =70&t=1475

An die Admin: Ich glaube mein Beitrag kann nun zurück in die Rubrik "Kalter Krieg".

Gruß!

argus

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Shadow
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Beitrag von Shadow » 05.04.2011 22:44

Wenn dieses Thema die Überschrift Grenzschleuse tragen würde, dann wäre es garnicht in Utopia gelandet. Das es entlang der innerdeutschen Grenze solche Durchlässe gegeben hat würde ich nicht bezweifeln wollen.

Dieses Thema trägt nun aber die Überschrift "Wasserrutsche". Ich warte also immer noch auf die von passat991 angekündigten Fotos oder mal eine Ortsmarke, wo das Ding gewesen sein soll oder eine schlüssige Erklärung wofür es gewesen ist, wenn alle anderen Wege Taucher auf den Weg zu bringen viel einfacher und flexibler gewesen wären....

Gruss, Shadow.

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zero511
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Beitrag von zero511 » 05.04.2011 22:48

Das es diese Tunnels auf dem Land gab, bestreitet ja auch niemand und ist wahrlich nichts Neues.
Mir waren die sogar aus meiner langjährigen Dienstzeit an der innerdeutschen Grenze aus den 60er/ 70er Jahren bekannt.
Aber auch ich zweifele sehr stark an der "Seetunnel"-Fiktion.
Bert

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