Bergwerk zwischen Lüchow und Clenze im Wendland

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 15.12.2009 07:56

Ein herzliches Moin!

Also zu Trabuhn schonmal was zum schauen:

http://www.wendland-archiv.de/details/G ... abuhn/1239

und

http://www.wendland-archiv.de/details/G ... emgow/4536

und

http://www.wendland-archiv.de/details/G ... abuhn/1157

Wenn denn die Bildpostkarte "recht" hat, müßte sich in unmittelbarer Nähe die Ziegelei befunden haben.
Der offene Tagebau kann also auch eine Lehmkuhle gewesen sein.

Gruß
Djensi

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 07.01.2011 12:31

Moin,

und nochmal Threadausgrab :-)

Bei geogreif ist in der TOP zu sehen, dass es sich bei Trabuhn um eine Kiesgrube handelte.

http://greif.uni-greifswald.de/geogreif ... 0Kopie.jpg

Grüße
Djensi

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Beitrag von petzolde » 07.01.2011 13:55

Auf der anderen Elbseite habe ich Hinweise auf "Kleinbergbau" gefunden, soweit ich mich erinnere mit einer Info-Tafel irgendwo im Wald im Raum Dömitz. Evtl. ging es um Braunkohle, aber nach meiner Erinnerung eher um Raseneisenstein.
Habe gerade mal bei gugel nachgesehen: Zumindest im Raum Ludwigslust ist das auch deutlich dokumentiert.
gruß EP

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 07.01.2011 14:03

Moin!

Zwischen Dömitz und Neu Kaliß wurde mal oberflächennah Braunkohle abgebaut.

Mike

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Beitrag von petzolde » 07.01.2011 14:08

Danke, Mike. Also dann doch wohl Braunkohle.

Wobei zusätzlich Raseneisenstein nicht ausgeschlossen ist. Der Abbau war in Norddeutschland häufiger anzutreffen.
gruß EP

Fundgrübner
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Beitrag von Fundgrübner » 23.02.2016 14:37

Walden hat geschrieben: Kalischächte waren:
Schacht Rudolph der Bergbaugesellschaft Teutonia (südlich von Schreyahn)
Schacht Wendland der Gewerkschaft Wendland (südöstlich von Nauden, nahe der Dumme)
Schacht Ilsenburg (auch Bohrung Wustrow genannt) der Gewerkschaft Ilsenburg (südwestlich von Wustrow)
Schacht Hildegard der Gewerkschaft Ilsenburg (unmittelbar südlich von Schacht Ilsenburg)
Moin,
das Thema ist schon etwas älter, aber das o.g.Statement bedarf m.E. einer Verifizierung. Schacht "Hildegard" heißt in der bekannten Primärliteratur auch "Ilsenburg" (wie die gleichnamige Gewerkschaft). Kurz: Es gab nur drei Schachtbauwerke.
Was die Bohrung Wustrow (angebll. "Schacht Ilsenburg") angeht, ist zu sagen, dass im Bohrkataster der LBEG an der markierten Stelle nun überhaupt nichts geteuft wurde. Auch der Name wird so nicht erwähnt.

Frage: In welcher (verlässlichen) Quelle ist (vierte) Schacht - Ilsenburg - aufgeführt?
Danke und Glück auf!

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jetzt ...

Beitrag von Fundgrübner » 27.02.2016 20:05

... muss ich mir selbst antworten, vielleicht interessiert es einen. Es gab wirklich eine Schachtvorbohrung. Die Reste davon liegen heute noch sichtbar in einer Kleingartenkolonie in Wustrow (war vor Ort). Ich frage mich nur, warum die Daten nicht in den Datenbanken bzw. -karten des LBEG auftauchen?

Glück auf!

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Beitrag von MikeG » 28.02.2016 00:50

Moin!

Da hätte ich jetzt auch noch eine Fundstelle aus "Das Oberbergamt in Clausthal-Zellerfeld und der Bergbau in seinem Bezirk, Internationale Industrie-Bibliothek Band 111/206, Berlin 1977":
Braunkohle kommt in einigen örtlich sehr begrenzten Lagerstätten im Hannoverschen Wendland, bei Uelzen, in den Harburger Bergen, im Herzogtum Lauenburg und in Schleswig-Holstein vor. Bereits in der Zeit von 1867 bis 1913 waren diese Braunkohlenvorkommen Gegenstand zahlreicher Mutungen. Als das Bergamt Celle 1913 gegründet wurde, waren 25 Braunkohlenfelder im hannoverschen Teil des Reviers, 10 Felder in Schleswig-Holstein und 3 Felder im ehemals selbständigen Bergrevier Herzogtum Lauenburg verliehen. In den Jahren 1913-1976 folgten weitere 21 Verleihungen. Jedoch haben diese Braunkohlenfunde nur vereinzelt zu einer bergmännischen Gewinnungstätigkeit geführt. In den Jahren der Kohlennot nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Braunkohlentiefbau Robertshall in den Harburger Bergen in Betrieb genommen, der bis 1921 förderte. Auch im Herzogtum Lauenburg kam es zur selben Zeit zur Eröffnung eines Braunkohlentiefbaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Braunkohlentagebau Bülitz im Kreise Lüchow-Dannenberg mehrere Jahre in Betrieb. Heute geht kein Braunkohlenbergbau mehr um.
... womit das zumindest grundsätzlich geklärt wäre...

Mike

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Beitrag von MikeG » 28.02.2016 18:58

So, das schöne Wetter heute musste natürlich genutzt werden - und sei es nur dazu, in ein tiefes Loch mitten auf einem matschigen Feld zu gucken :-)

Tatsächlich ist genau das übrig - ein Loch ohne jeden weiteren Hinweis. Ziemlich genau so groß wie die auf Google Earth erkennbare, bewachsene Fläche und an der tiefsten Stelle so schätzungsweise 10-12 Meter tief. Erstaunlich erscheint vor allem, dass sich die Ausbeutung eines so winzigen Vorkommens damals überhaupt gelohnt hat. Aber vielleicht hat es sich eben auch gar nicht gerechnet und das war der grund, warum der Laden dann dicht gemacht hat?

Mike
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Beitrag von Gezähe » 10.03.2016 21:02

Reiff, U.: Kali, Braunkohle und Öl - vom Bergbauboom im Wendland im ersten Drittel des 20. Jh.In: Am Webstuhl der Zeit, Heimatkundliche Beilage der Elbe-Jeetzel-Zeitung, Jg. 44, Nr. 1,
Lüchow: 2007, S. 1-2.

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