Arostal - Norddeutsche Lackfabrik - Lost

Fabriken, Kraftwerke, Zechen ...
master
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Beitrag von master » 16.07.2010 22:30

http://www.buergerschaft-hh.de/parldok/

=>Freie Suche

Suchbegriff Arostal, dort gibt es einige Treffer. Javasript muss aktiviert sein.


Thomas

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Käpt´n Blaubär
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Beitrag von Käpt´n Blaubär » 18.07.2010 22:46

Danke!

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 19.07.2010 07:43

Moin,

ja doof, das der Link nicht funzte!

Hier einmal die Anfrage aus 10/09, zur Antwort des Senats auf den Link der Parlamentsdatenbank klicken.

http://www.spd-fraktion-hamburg.de/buer ... 16214.html

und hier zum Inhalt der weitergehenden Anfrage

http://www.buschhueter.de/index.php?id= ... 323b8ceeab

Grüße
Djensi

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Beitrag von Djensi » 06.03.2012 23:13

Moin,

Neuigkeiten aus dem Mühlengebäude, mittlerweile braucht man die Kamera nur durchs kaputte Fenster halten, also keine illegale Begehung. Die Lichtverhältnisse sind schwierig, daher leidet auch die Schärfe. Die Mischvorrichtung (?) ist offensichtlich von Fa. Spangenberg hergestellt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Beitrag von Djensi » 06.03.2012 23:24

...zum Hersteller der Maschinen Info-Link:

https://wabw.uni-hohenheim.de/82405

Grüße
Djensi

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Beitrag von master » 07.10.2013 10:38

Das Hamburger Abendblatt vom 24.09.13

Ergebnisse der Bodenprüfung offenbaren einen erhöhten Schadstoffgehalt. Besonders gravierend ist die PCB-Kontaminierung nördlich der Wandse. An dieser Stelle wird der gesetzliche Prüfwert um das 130fache überschritten.

Wandsbek. Im Boden der alten Lackfabrik Wandsbek lagert ein ganzes Arsenal krebserregender Stoffe, deren Konzentration die gesetzlichen Grenzwerte um ein Vielfaches überschreitet. Doch nicht nur das: Auch Teile außerhalb des eigentlichen Betriebsgeländes am Altrahlstedter Kamp/Wandseredder sind mit gefährlichen chemischen Substanzen kontaminiert. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des Wandsbeker SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter hervor, die dem Abendblatt vorliegt.

Wie das Abendblatt berichtete, hatte die Umweltbehörde die Eigentümer der Industrieruine aufgefordert, den Schadstoffgehalt im Boden prüfen zu lassen. Inzwischen liegen die kompletten Daten vor. "Das Ausmaß der Bodenbelastung ist größer als bisher gedacht", sagt Buschhüter. Schwer belasteter Boden befinde sich nicht nur auf dem ehemaligen Fabrikgelände, sondern auch nördlich der Wandse und östlich des Wandseredders.

Für die Prüfung von Altlasten hat die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) exakte Zuordnungswerte für die Schadstoffgehalte im Boden festgelegt. In der alten Wandsbeker Lackfabrik werden sie zum Beispiel bei Blausäureverbindungen (Cyaniden) und bei halogenorganischen Verbindungen (EOX) um das Zehnfache überschritten. In starker Konzentration wurde auf dem Betriebsgelände auch das krebserregende PCB (polychlorierte Biphenyle) nachgewiesen.

Diese Substanz zählt zu den zwölf als "dreckiges Dutzend" bekannten organischen Giftstoffen, die durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden. Besonders gravierend ist die PCB-Kontaminierung im eingezäunten Grundstücksteil nördlich der Wandse. An dieser Stelle wird der gesetzliche Prüfwert um das 130fache überschritten.

Angesichts der neuen Umweltdaten sind die gut 20 Anwohner entsetzt. "Wir sind in großer Sorge", sagt Ralph Miller von der IG Arostal-Lackfabrik. Die Bürger drängen darauf, dass endlich mit der Sanierung begonnen wird. Doch seit der Schließung der Firma im Jahr 2005 ist bislang noch nichts passiert. Obwohl ein Bauvorentscheid der Stadt vorliegt und auf dem Areal drei Einzelhäuser mit jeweils fünf Wohnungen entstehen sollen, stagniert das Projekt.

Unterdessen hat die Behörde die Grundstückseigentümerin, eine Erbengemeinschaft im Rheinland, aufgefordert, weitere Bodenuntersuchungen auch auf dem Grundstücksteil nördlich der Wandse durchzuführen. Es sei denkbar, dass die noch nicht beantragte Rückbaugenehmigung um weitere Auflagen ergänzt werde, so Buschhüter.

Artikel erschienen am 24.09.2013
Edgar S. Hasse

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Beitrag von Djensi » 08.10.2013 12:08

Moin,
als Hamburger ist man bezüglich Giftmüllskandalen und Umgang mit Altlasten einiges gewohnt,
aber mit welcher "Gelassenheit" hier an ein so ernstes Problem herangegangen wird ist verwunderlich. Wie zahnlos ist denn eigentlich der Staat, dass er hier nicht die weitere Gefährdung von Mensch und Umwelt verhindert? Ich werde mal an den Bürgerschaftsabgeordneten schreiben, warum hier nicht unmittelbarer Zwang ausgeübt wird. :x

Gruß
Djensi

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Re: Arostal - Norddeutsche Lackfabrik - Lost

Beitrag von wudu2019 » 31.08.2019 11:55

Leider hat sich noch immer nicht viel getan. Ich habe in einer Info von 06/2019 gelesen, dass eine "Sanierung" der Anlage nun daran scheitert, dass von den drei Parteien der Erbengemeinschaft zwei zum Verkauf des Geländes an die Stadt bereit sind, eine Partei jedoch nicht. Nun wurde sogar der Begriff der "Enteignung" ins Spiel gebracht.

Eine Begehung scheint nicht möglich zu sein. Zum Einen sind viele Stellen von undurchdringbarem Gehölz umgeben, dann ist das ganze sehr gut eingezäunt und dann ist da auch noch die unmittelbare Nähe von Anwohnern und Spaziergängern....Hätte mich zwar schon interessiert, wie es inzwischen innen aussieht, aber ich sehe keine Möglichkeit.

Ich war zuletzt am 29.08.2019 dort.

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Re: Arostal - Norddeutsche Lackfabrik - Lost

Beitrag von Djensi » 02.09.2019 10:01

Moin wudu2019,

die Gebäude wurden innen vor einigen Jahren vollständig geräumt. Im Anschluss wurde die jetzige Geländesicherung mit den zusätzlichen Bauzäunen errichtet, da sich vorher immer wieder Leute zutritt verschafft haben, weil das Tor offen stand usw..
Auf youtube gab es immer wieder mal Videos von "Besichtigungen".

Grüße
Djensi

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Re: Arostal - Norddeutsche Lackfabrik - Lost

Beitrag von cavecrawler » 06.09.2019 15:59

Anfang des Jahres stand die Umzäunung einmal sperrangelweit auf, und man konnte verschieden Personengruppen auf dem Gelände hören, sehen, teilweise riechen. Offenbar haben da welche ihren Petersiliebund geraucht.
Aufgrund des Gesamteindruckes aus Müll, Verfall und Einsturzgefahr würde i c h weder in der Nähe des Geländes irgendwas inhalieren noch auch nur einen Schritt auf das Gelände setzen.
Vor den Pforten, bis hin zur Brücke, lag auch noch diverser herausgeschleppter Abfall herum, Dank dessen habe ich jetzt zwei alte originale "Arostal Verdünner" Etiketten...
Lt. einem Behälterverzeichnis muss es auf dem Gelände auch noch mindestens einen unterirdischen Tankbehälter geben - so er nicht ordnungsgemäß versandet ist, sollte sich davon j e d e r konsequent fern halten.

Beste Grüße
cavecrawler

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