Seefahrtschule der Luftwaffe: Lobbe /Rügen

Militärische Objekte und Anlagen des 2. Weltkriegs (und 1933-1945)
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bettika
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Seefahrtschule der Luftwaffe: Lobbe /Rügen

Beitrag von bettika » 13.10.2014 13:24

Hallo,
in Lobbe befand sich die Seefahrtschule der Luftwaffe, der Hafen war in Gager.
Auf dem Baakenberg in Groß Zicker waren "Sendeanlagen"
Dennoch gingen die Jahre 1933 bis 1945 nicht spurlos an Lobbe vorüber. In dieser Zeit wurde an der Verbindungsstraße von Thießow nach Gager bzw. Groß Zicker eine „Seefahrtschule der Marine“ – unter der Bezeichnung „Lobbe-Lager“ im Volksmund – aufgebaut. Man errichtete dort ein größeres Barackenlager und einige heute noch erhaltene Steinhäuser. Die oft überschwemmten „Salzwiesen“ („Soltwisch“) zwischen der „Zickernitz“ [Anm.verm. Zickerniss] und Lobbe wurden für einen geplanten Flugplatz planiert. Der zusammen geschobene Humusboden ist heute noch unmittelbar hinter dem südlichen Deich erkennbar....
Unmittelbar danach rückte die Rote Armee ein und sprengte u. a. mit Hilfe deutscher Kriegsgefangener auf dem „Bakenberg“ bei Groß Zicker große Sendeanlagen. Zu dieser Zeit lag im Hafen von Gager einer der seltenen aus Zement gebauten Schubkähne („Zementschiff“).
http://geschichte.ruegens.de/lobbe-ein- ... eschichte/
Die Sendeanlagen könnten zur "Luftnachrichtenstelle Lobbe " gehören http://www.luftwaffe-zur-see.de/Kdo.Sch ... sation.htm

Ist über den geplanten Flugplatz und die Sendeanlagen mehr bekannt?

Luftbild http://ncap.org.uk/download/568371
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aflubing
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Beitrag von aflubing » 13.10.2014 13:59

Hallo Bettika,
würde gern antworten, komme aber z.Zt. nicht an meine Unterlagen zu Lobbe und Gager heran.
Also bitte etwas Geduld.
MfG aflubing.

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Beitrag von OWW » 14.10.2014 16:52

Hi Beate,
auf den Höhen bei Groß Zicker war eine Funkmeßversuchsstelle, die üblichweise unter dem Ortsnamen Göhren geführt wird. Bei Trenkle gibt es ein Foto davon.

Gruß
Oliver

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bettika
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Beitrag von bettika » 16.10.2014 21:09

Hallo Oliver,
das Foto (dank an Rolf :thumbup:) ist überzeugend , damit kann die Erprobungsstelle mit dem Versuchsgerät Fa. Telefunken mit dem "Würzmann " https://www.geschichtsspuren.de/index.p ... d=2&id=784
in Groß Zicker ,Bakenberg positioniert werden.

Unklar ist ,ob eine Verbindung zur Luftnachrichtenstelle Lobbe der Seefahrtschule besteht.

Grüsse
Beate
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Beitrag von zulufox » 16.10.2014 22:37

Hallo Beate,

immer noch mit dem Rad in der Gegend unterwegs? Falls Ja, dann wäre im Anhang noch ein weiterer Vorschlag aus der neueren Geschichte: Thiessow, bis 1992(?) Standort eines Funktechnischen Postens der Roten Armee.

Liebe Grüße
Jürgen

P.S.: Zum Flugplatz Gager: Soviel ich herausfinden konnte, war da nur eine Seeflugstation am Hafen Gager.
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Beitrag von bitti » 17.10.2014 21:35

Thiessow, bis 1992(?) Standort eines Funktechnischen Postens der Roten Armee.

Das gesamte Gelände in der Ortslage Klein Zicker wurde 1997 zurückgebaut. Wie es einmal aussah:

http://www.rtv-pvo-gsvg.narod.ru/podraz ... d=rota/633

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Beitrag von klaus344 » 26.04.2016 14:48

Die ehem. Funkstelle auf dem Bakenberg bei Gr.Zicker wurde in einem der vorhergehenden Beiträge schon einmal erwähnt. Dort befand sich u.A. eine in den Jahren 1943/44 von der Firma Telefunken installierte Versuchsanlage zur Fernerfassung militärischer Flugbewegungen. Interessant ist dabei, dass bei dieser Gelegenheit zufällig und weltweit erstmalig vom Mond reflektierte Funksignale registriert wurden. Was dabei anfänglich als nicht erklärbare Störung gewertet wurde, stellte sich später eindeutig als Mondreflektion von Funksignalen mit etwa 2,5 Sekunden Signallaufzeit heraus.
Der Mond als Funkreflektor wurde später und auch heute noch vorzugsweise von Funkamateuren benutzt. Bezeichnet werden diese Verbindungen üblicherweise mit dem Begriff "EME", was für "Erde Mond Erde" steht. In den 60er Jahren gab es auch Anwendungen durch die US-Navy, wobei sich die Nutzung dieses Verfahrens nach Einführung der Satellitentechnik dort allerdings sehr schnell erledigt hatte.
Lange Zeit hatte man erste EME-Verbindungen amerikanischen Funkamateuren im Jahre 1946 zugeschrieben, aber inzwischen dürfte allgemein anerkannt sein, dass die Ursprünge auf dem Bakenberg lagen.
Mehr darüber ist hier zu lesen: http://www.pa3fwm.nl/technotes/annex/cqdl-7-79-eme.html

Klaus

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Beitrag von bettika » 08.09.2018 12:11

zulufox hat geschrieben:Hallo Beate,

immer noch mit dem Rad in der Gegend unterwegs? Falls Ja, dann wäre im Anhang noch ein weiterer Vorschlag aus der neueren Geschichte: Thiessow, bis 1992(?) Standort eines Funktechnischen Postens der Roten Armee.
Hallo,
eine Radtour nach Klein Zicker brachte mich zum ehem. Standort und der Infotafel, die an die Geschichte der "Radarstation" ;) erinnert

Grüsse
Beate
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Beitrag von Frontstadtkind » 08.09.2018 14:23

War das dort so ein berühmtes, sowjetisches Luftraum-Überwachungsradar, das ganz weit über die Ostsee blickte?

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