Comeback der Admiral Scheer

Militärische Objekte und Anlagen des 2. Weltkriegs (und 1933-1945)
Imme
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Comeback der Admiral Scheer

Beitrag von Imme » 08.07.2009 19:45

Hallo Leute,

habe mal ein aktuelles Luftbild vom Kieler Hafen mit einem alten Foto aus dem Jahr 1945 überlagert.

Nach meiner Information ist nur über dem Wasser befindliche Teil des Wracks verschrottet worden. Der Rest ist bei der Verfüllung des Hafenbeckens zugeschüttet worden.

Schön zu sehen ist, wie sich Im Laufe der Jahre die Aufschüttungsfläche gesetzt hat und die Reste der Scheer wieder an die Oberfläche gekommen ist.



Gruß

Imme
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Maulwurf
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Beitrag von Maulwurf » 09.07.2009 10:37

Danke für die Bilder!

Da rechts daneben auf dem Parkplatz der MArs habe ich damals immer geparkt. Ich wusste auch, das da die "Scheer" begraben liegt und das war immer so ein beklemmendes Gefühl zu wissen, das da das Wrack eines Schweren Kreuzers liegt.
Ich bin mir net sicher, aber es müssten glaube ich auch noch ein paar Gefallene im Wrack sein.

Schade, das man nicht wenigstens einen Gedenkstein oder eine Tafel dort auf gestellt hat zum Gedenken.
Aber an die Toten in dem Typ XXIII-Boot nebenan erinnert man sich ja auch nicht mehr.

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wolfi
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Beitrag von wolfi » 09.07.2009 14:34

Ist ja wirklich interessant.Hast du auch Nahaufnahmen?Oder sonst jemand?

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Beitrag von Imme » 09.07.2009 14:42

wolfi hat geschrieben:Ist ja wirklich interessant.Hast du auch Nahaufnahmen?Oder sonst jemand?
Sorry, leider nicht!

Als Luftbildauswerter halte ich immer was Abstand! ;)

Gruß

Imme

willem
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Beitrag von willem » 09.07.2009 23:54

Vielleicht in dem Zusammenhang ganz interessant:
Chronik des Seekrieges http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm

gruß
willem

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da ist nix

Beitrag von butti » 10.07.2009 09:31

Wenn bei google Earth genau hinsieht: Es handelt sich um einen Entwässerungsgraben mit Bewuchs an den Ufern. Er hat zufällig an dieser Stelle die "schiffskonturen"-Form. Aber das Schiff liegt tatsächlich in diesem Beritt, noch heute.

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Admiral Scheeer im Marinearsenal

Beitrag von bettika » 11.08.2011 21:29

Hallo,
da hätte ich mir bei Verwendung der Forum-Suche, hier viewtopic.php?t=8733&start=50
etwas Arbeit ersparen können :oops: .

Die Interpretation von @imme kommt mir bekannt vor , waren wohl seine "Kollegen" ;)
Den Entwässerungsgraben gibt es wirklich, aber schließt das o.g. trotzdem nicht aus.
Wenn es wegen der Absackung der "Admiral Scheer" zu Setzungen im Gelände gekommen ist, bietet sich ein Graben dort an. Die Entwässerung in dem Bereich ist schwierig, da die Spundwände der alten Hafenbecken noch vorhanden sind und einen natürlichen Abfluß des Oberflächen- und Grundwassers verhindern.Von Süden kommt der Tröndelbach der ein grosses Einzugsgebiet in Kiel hat und über das Marinearsenal durch die alten Hafenbecken zur Förde abgeleitet werden muß.

Grüsse
bettika
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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klaushh
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Beitrag von klaushh » 12.08.2011 11:10

Moin, moin!

Der Forumsnutzer Sophie Caesar (SC war das Rufzeichen von Panzerschiff, später Schwerer Kreuzer Admiral Scheer) hat eine eigene Seite angelegt, wo die Geschichte der Scheer ausführlich geschildert ist. Dort findet man auch etliche Abbildungen, die die teilweise abgewrackte Scheer zeigen:

http://sophie-caesar.de/zur-geschichte- ... pril-1945/

Es ist die einzige Stelle, wo ich bisher Fotos nach dem Beginn des Abwrackens gesehen habe.
Wie mir SC mitteilte, sind beim Kentern des Schiffes wohl 12 Marineangehörige ums Leben gekommen. Da diese sich vermutlich nicht in den untersten Schiffsräumen aufgehalten haben werden, befinden sich die sterblichen Überreste wahrscheinlich noch heute in dem nunmehr unter Schutt begrabenen Wrack. Damit handelt es sich um ein Kriegsgrab, welches gewissen Schutzvorschriften unterliegt.
Ich denke, es würde der Deutschen Marine gut anstehen, auf dem Arsenalgelände mit einer Tafel auf das Wrack und die Toten hinzuweisen. Aber die Zeit vor 1955 oder gar 1945 ist bei der BW wohl nicht existent.

Gruß
klaushh
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

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Beitrag von bettika » 23.08.2011 22:43

klaushh hat geschrieben:Moin, moin!

...Es ist die einzige Stelle, wo ich bisher Fotos nach dem Beginn des Abwrackens gesehen habe.
Hallo,
das schwierige bei Legenden ist im nachhinein festzustellen ,was ist belegbar und wo sind die Quellen. Das Reste des Schiffes unter dem zugeschütteten Hafenbecken liegen, ist mit diesen Bildern allein schwer zu belegen. In der Nachkriegszeit war Stahl sehr knapp und begehrt.Ein Zwischenschritt zwischen Wrack und verfülltem Hafenbecken Anfang der 50'er ist hier zu sehen http://www.admiral-scheer.de/schwerer-k ... e-in-kiel/
Mit Belegen halten sich die HP zurück. Die mir bisher einzig bekannte Quelle ist ein "Artikel der Kieler Chronik vom 30.06.1950 zur Demontage auf dem Kieler Ostufer" aus dem Landesarchiv.Diesen kenne ich auch nur als Verweis und nicht im Original.Darin wird beschrieben, daß der Innen- und Bauhafen der DWK mit 800.000 m3 Sand aufgespült und dabei das Schiff überschüttet wurde, weiterhin wird auf eingebrachten Eisenschrott und Trümmerschutt verwiesen. Hilfreich wäre hier das Original.
Wie mir SC mitteilte, sind beim Kentern des Schiffes wohl 12 Marineangehörige ums Leben gekommen. Da diese sich vermutlich nicht in den untersten Schiffsräumen aufgehalten haben werden, befinden sich die sterblichen Überreste wahrscheinlich noch heute in dem nunmehr unter Schutt begrabenen Wrack. Damit handelt es sich um ein Kriegsgrab, welches gewissen Schutzvorschriften unterliegt.
Diese Vermutung habe ich bisher auf den einschlägigen Seiten über die Admiral Scheer nicht gefunden, erst recht keine Quellenhinweise
Ich denke, es würde der Deutschen Marine gut anstehen, auf dem Arsenalgelände mit einer Tafel auf das Wrack und die Toten hinzuweisen. Aber die Zeit vor 1955 oder gar 1945 ist bei der BW wohl nicht existent.
Gruß
klaushh
Die Hinweistafel würde ich auf jedem Fall begrüssen, für die möglichen im Schiff verbliebenen Toten fehlt der Beleg.

Grüsse
bettika
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Beitrag von hollihh » 24.08.2011 19:02

klaushh hat geschrieben: Ich denke, es würde der Deutschen Marine gut anstehen, auf dem Arsenalgelände mit einer Tafel auf das Wrack und die Toten hinzuweisen. Aber die Zeit vor 1955 oder gar 1945 ist bei der BW wohl nicht existent.
Auch wenn ich dem von mir hinsichtlich fachlicher Kompetenz sehr geschätzen Klaus ungern widerspreche..

Die Zeit zwischen 45 und 55 kann mangels "Masse" gar nicht existent sein und die Zeit davor ist m.E. zu recht sehr umstritten. Selbst in meiner aktiven Zeit war mir nie klar, warum die erste Armee in einem demokratischen Staat ihre Traditionen lediglich in 12 Jahren Diktatur suchen musste. Da gibt es eine Vielzahl von Beipsielen (Zerstörer Lütjens, Mölders, Rommel, Jagdgeschwader 74 Mölders, Kasernennamen: Rommelkaserne, Lent Kaserne, von Fritsch Kaserne, Dietl Kaserne etc.). Ich erinnere auch an die unselige "Tradition" bei Ritterkreuzträgern eine Ehrenwache zu stellen.

Weiter geht es mit der Tradition, Kampffahrzeuge zu benennen: Panzer = Raubtiernamen.

Da gibt es genug - übrigens auch bei der NVA: Man denke nur an die Uniformen und Dienstgradabzeichen

Ich stelle mir alleridngs die Frage, ob das mit den Opfern wirklich verbrieft ist - hat man die nicht beim Teilabbruch bergen können ??

Gruß

Holli

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