Betonfundamente, Schienenreste, Trümmerfeld bei Germering

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
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Leif
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Beitrag von Leif » 07.03.2007 16:19

Moin,
dies liegt daran, dass wir hier eigentlich keine aktiven militärischen Einrichtungen nennen... Und der bayrische Arm der CEPS ist noch aktiv.

Viele Grüße,
Leif

Björn
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Beitrag von Björn » 07.03.2007 17:41

Das stimmt soweit (fast) alles.

Aber: zwei Pipeline-Abzweigungen zu Fliegerhorsten in der Region werden in Kürze eingestellt. Einer komplett, der andere nur noch für Notfälle.

Und: das Tanklager Krailling (oder auch Unterpfaffenhofen) wird nicht von der Bundeswehr betrieben, sondern von einer einschlägig bekannten zivilen Firma. Neben militärischen Kraftstoffen wird hier aber auch rein ziviles gelagert.

Wie Leif auch richtig bemerkt hat, ist der flächenmäßig größte Teil weiterhin "aktiv" und ganz und gar nicht "lost" (bis auf die Kaserne Nord und Süd, den PioÜbPl und das kleine BND-Gelände).

Der_Eisenschmyd
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Beitrag von Der_Eisenschmyd » 08.03.2007 11:52

"Mindestens einmal wurde im Rahmen einer großen Lehrübung eine dieser gerade gebauten Brücken wieder gesprengt (daher vielleicht die verkohlten Holzbalken?)."

Das denke ich auch, wenn man auch die großen Trümmerteile dazu anschaut.
Diese Übungen werden wohl irgendwann in den 70er Jahren gewesen sein, oder?

"Und was vielleicht noch interessant ist:
während des 2.WK konnte das Tanklager nicht nur von Norden her mit der Eisenbahn angefahren werden (über Freiham), sondern auch von Süden her (über Gauting). Um Reste dieser gleich nach dem Krieg abgebauten Strecke heute noch finden zu können, muß man allerdings schon sehr ortskundig sein."

Vielleicht habe ich ja mal Zeit dazu, diese Reste zu suchen, oder wohl eher zufällig zu finden.

"Wie Leif auch richtig bemerkt hat, ist der flächenmäßig größte Teil weiterhin "aktiv" und ganz und gar nicht "lost" "
Aber selbst der kleine "lost" Teil ist interessant genug. Da hat man auch schon genug abzulaufen.

Der_Eisenschmyd
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Beitrag von Der_Eisenschmyd » 08.03.2007 15:02

"Moin,
dies liegt daran, dass wir hier eigentlich keine aktiven militärischen Einrichtungen nennen... Und der bayrische Arm der CEPS ist noch aktiv.
Viele Grüße,
Leif"

Ich weise hier auch noch einmal darauf hin, das der von mir begangene Teil des Geländes öffentliches Gebiet ist und weder militärisch noch zivil genutzt wird.
Alle Fotos sind im öffentlichen Teil entstanden.
Eigentümer des Geländes ist das Landesforstamt.

Björn
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Beitrag von Björn » 08.03.2007 17:20

Ach ja,

die große Lehrübung zum Bau einer Not-Eisenbahnbrücke mit anschließender Sprengung der gerade gebauten Brücke fand 1968 statt.

raptor

Beitrag von raptor » 11.08.2007 11:33

Ich hoffe das ist der richtige thread:




Samstag, 11. August 2007
Krailling will Tanklager der Bundeswehr kaufen


Die Gemeinde Krailling im Landkreis Starnberg will das große Tanklager-Gelände kaufen, dass die Bundeswehr aufgibt. Das rund 200 Hektar große Gelände zwischen Krailling und Germering soll ersten Angaben nach rund zwei Euro pro Quadratmeter kosten - insgesamt also vier Millionen Euro. Die Bundeswehr braucht das Lager nur noch bis Mitte 2009. Die Germeringer Anwohner laufen Sturm - sie befürchten, dass der LKW-Verkehr rapide zunimmt. Nun soll es eine detaillierte Verkehrsuntersuchung geben.


www.topfm.de

HW
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Beitrag von HW » 12.08.2007 20:47

Ich ergänze den Beitrag von raptor noch:

In der Süddeutschen Zeitung, Ausgabe Landkreis Starnberg, war am Freitag den 10. August 2007 folgendes zu Lesen (Zusammenfassung des Artikels):

Die Gemeinde Krailling plant den Kauf des riesigen Tanklagers im Kreuzlinger Forst. Das Gelände ist über 200 Hektar groß und wurde bisher vor allem für militärische Zwecke genutzt.
Die IVG plant den Verkauf noch dieses Jahr. Die Bundeswehr wiederum benötigt das Tanklager mit einem Fassunsvermögen132 000 Kubikmetern nach Angaben der Wehrbereichsverwaltung Süd noch bis Mitte 2009.
Das große Tanklager liegt auf Kraillinger und Germeringer Gebiet. Durch einen Flächentausch soll das gesamte Areal auf Kraillinger Flur liegen.
Die Gemeinde Krailling hat bereits gute Erfahrungen bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen für Militärgebiete gemacht. Wurde doch vor Jahren schon das Pionier-Übungsgelände und die Pionierkaserne zu einem neuen Gewerbepark umgewandelt (KIM).

Schon vor einiger Zeit war in den Medien zu lesen, dass die Anwohner der Zubringergleise zum IVG-Tanklager aus dem Schlaf gerissen werden.
Um den S-Bahnverkehr der S 5, der im Zehn-Minuten-Takt abläuft und zwischen M-Pasing und Germering zweigleisig ist, nicht zu beeinträchtigen, werden die Fahrten der Güterzüge (Kesselwagen) in die Nachtstunden zwischen 02:00 und 05:00 Uhr verlegt. Die Zubringerstrecke zum Tanklager zweigt von der S-Bahnstrecke zwischen Freiham und Harthaus ab und ist teilweise dreigleisig. Vor einem Bahnübergang bremsen die Züge ab und wenn bei 30 Kesselwagen die so ein Zug hat die Bremsen quietschen, stehen die Anwohner nachts im Bett.
Die IVG gibt an, dass auf den Gleisen auch Erdöl für die Bundeswehrreserven zum Tanklager Krailling gefahren werde, Anlieger behaupten aber, dass mind. die Hälfte der Fahrten Heizölwaggons sind.
Die Bahn wollte die Fahrten zwischen Mitternacht und 04.00 Uhr auf die Zeit nach 07:00 Uhr verlegen, doch Anlieger haben im Juli 38 Zugbewegungen in der Nacht registriert.

Der_Eisenschmyd
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Neue Fotos

Beitrag von Der_Eisenschmyd » 05.05.2008 09:36

Hallo,

bei meinem letzten "Spaziergang" auf dem Gelände sind mir noch die in den Bildern 1 bis 3 gezeigten Schachtabdeckungen mit der stabilen Metallumrandung und der Bezeichnung "Klasse D" aufgefallen.

Sind das irgendwelche besonderen Schächte?

Auf Bild 4 einfach noch mal ein Bild von irgendeinem Betonfundament und auf den Bildern 5 und 6 kann man ein Metallgebilde erkennen, was ich erst jetzt zufällig am Rande einer zugewachsenen großen Kuhle mit steil abfallenden Hängen gefunden habe.

Wozu das genau gut war.....keine Ahnung.
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Feldbahner2

Bahngleis zum Tanklager

Beitrag von Feldbahner2 » 27.12.2008 22:39

Hallo,
habe vor Jahren einen Lokführer kennen gelernt, der regelmäßig die Tankwagenzüge zum Tanklager gefahren hat. War fast immer Nachts oder in den frühen Morgenstunden unterwegs. Er hat mir berichtet, dass es nicht immer einfach war die Bahnstrecke zu befahren. Das Stichgleis von Gauting zum Tanklager im Kreuzlinger Forst wurde im ii. Weltkrieg gebaut und diente dazu, den Bahnhof Pasing großräumig von Österreich kommend zu umfahren. Man gelangte so direkt von Gauting über das Tanklager auf die Bahnstrecke von Herrsching kommend, dann auf die Strecke Richtung Fürstenfeldbruck, von dort auf die Strecke nach Augsburg. Alle Querverbindungen sind abgebaut. Die Strecke durch den Kreuzlinger Forst wurde etwa 1980 abgebaut, sie endete wegen eines Bombeneinschlags nach dem Krieg am Forsthaus Hubertus, wurde aber nie zivil benutzt, war teilweise auch zweigleisig und besaß vor Gauting einen dreigleisigen Verschiebebahnhof, der elektrifiziert war und an Prellböcken endete. Dort habe ich oftmals noch hinterstellte Güterwagen gesehen.

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redsea
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Re: Bahngleis zum Tanklager

Beitrag von redsea » 28.12.2008 14:05

Hallo Feldbahner2,

interessante Infos ... mehr zum Thema der ehemaligen Trasse durch den Kreuzlinger Forst erfährst Du übrigens in diesem Thread: viewtopic.php?p=88042&highlight=#88042

Viele Grüße

redsea

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