Atomwaffen der Luftwaffe

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
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katschützer
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Beitrag von katschützer » 23.12.2007 15:14

Frunse ?
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zulufox
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Beitrag von zulufox » 23.12.2007 17:05

katschützer hat geschrieben:Frunse ?
Frunse:

http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A ... e%E2%80%9C

Und da gab es auch einen Studiengang für Stabsoffiziere aus Truppen der Staaten des Warschauer Vertrages. Ausbildung in den Fachrichtungen Kommandeure und Stabsoffiziere für die operativ-taktische Laufbahn.

Die hatten kein NATO-Staff College, da ging alles schön nach den Richtlinien und Doktrinen des "Großen Bruders".

MfG
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Büttner
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Beitrag von Büttner » 23.12.2007 19:19

Das verstehe ich nicht. 1990, der Ostblock und der ganze Rest bricht zusammen. Warum wurden dann noch diese Gruben bei der NATO angelegt? Das einige heute noch hier sind ist dabei unwesentlich. Warum sollte nach dem Ende des Kalten Krieges noch derart viel Geld investiert werden um A-Bomben in Sheltern zu bevoraten? Das stimmt was nicht ..... :?:

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katschützer
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Beitrag von katschützer » 23.12.2007 19:48

@zulufox

Ja stimmt. Jetzt fallen mir diese Rautenförmigen Absolventenabzeichen auch wieder ein... Danke


@Büttner

Das macht doch Sinn, mit den Vaults. Die Notwendigkeit, die Maschinen aufgerüstet stehen zu haben, war nicht mehr gegeben, da ein Überraschungsangriff unwahrscheinlich geworden war. Jetzt konnten die Waffen sicher in den Gruben verstaut werden waren aber trotzdem noch vor Ort.

MfG
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Beitrag von CliffMcLane » 03.01.2008 00:21

@ katschützer & Büttner & all:

Natürlich war das "Weapon Storage and Security System", wie es offiziell hieß, eine Erfindung des Kalten Krieges und machte nur innerhalb der entsprechenden Rahmenbedingungen wirklich Sinn. Das Rätsel lässt sich lösen, wenn man bedenkt, dass auch beim Militär nicht immer alles so ganz blitzschnell geht.

Heißt: Nach meinen Quellen reicht das Projekt zurück bis mindestens 1986. Erstmals wurden vom US-Kongress im Haushaltsjahr 1987 Gelder dafür bewilligt. Einen Prototyp bekam die "High Level Group" der NATO 1987 in New Mexico vorgeführt. Geplanter Umfang insgesamt: Ausstattung von 25 Basen in Westeuropa, einer in Südkorea. Spätestens ab 1988 liefen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Im Oktober 1989 waren die Vaults in Büchel bereits fertig, in Nörvenich noch in Bau.

Begründet wurde das neue Konzept gerade mit der u.U. recht komplizierten und vor allem zeitaufwendigen Zuführung der Waffen aus den "Special Ammunition Storage Sites" , die sich oft mehrere Kilometer vom Flugplatz entfernt befanden. Mit den Vaults sollte, wie es damals hieß, die "Überlebensfähigkeit der Waffen" verbessert werden.

Grüße

CML

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Beitrag von katschützer » 03.01.2008 17:34

Da hat der Cliff natürlich auch nicht ganz unrecht. Man kennt ja die Langwierigkeit von Neubeschaffungen bei der Truppe: Entschluß, Planung, Ausschreibung.... der übliche Rattenschwanz eben.

MfG
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Atomwaffen der Luftwaffe

Beitrag von CliffMcLane » 16.02.2009 20:49

Weil hier immer mal wieder am Rande die Rolle des JaboG 32 gestreift wurde: Es gab (möglicherweise nur kurze Zeit) tatsächlich auch für dieses Geschwader einen nuklearen Strike-Auftrag. Deshalb wurde das SW-Depot zunächst für die gemeinsame Nutzung durch JaboG 32 und Pershing gebaut - u.a. hatte es deswegen fünf und nicht nur drei oder zwei MLH. Der Strike-Auftrag wurde im August 69 aufgehoben (soweit nach BA-MA BW1 / 45855).

Grüße

CML

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Re: Atomwaffen der Luftwaffe

Beitrag von Spacehawk » 17.02.2009 00:20

CliffMcLane hat geschrieben:Weil hier immer mal wieder am Rande die Rolle des JaboG 32 gestreift wurde: Es gab (möglicherweise nur kurze Zeit) tatsächlich auch für dieses Geschwader einen nuklearen Strike-Auftrag. Deshalb wurde das SW-Depot zunächst für die gemeinsame Nutzung durch JaboG 32 und Pershing gebaut - u.a. hatte es deswegen fünf und nicht nur drei oder zwei MLH. Der Strike-Auftrag wurde im August 69 aufgehoben (soweit nach BA-MA BW1 / 45855).

Grüße

CML
Sorry .. kann mit "MLH"nichts anfangen ... :shocked:

Gibt es irgendwo ein Glossar wo solche Abkürzungen übersetzt werden ??? :thanx: :thanx: :shocked: :shocked:




:oops: :oops: :oops:

CliffMcLane
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Atomwaffen der Luftwaffen

Beitrag von CliffMcLane » 17.02.2009 02:30

Ach, so schlimm ist es nicht: Munitionslagerhaus oder -häuser. Wenn man "MLH" UND z.B. "Bundeswehr" eingibt, hilft Google auch in diesem Fall.

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Firefighter112
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Re: Atomwaffen der Luftwaffe

Beitrag von Firefighter112 » 17.02.2009 12:47

CliffMcLane hat geschrieben:Weil hier immer mal wieder am Rande die Rolle des JaboG 32 gestreift wurde: Es gab (möglicherweise nur kurze Zeit) tatsächlich auch für dieses Geschwader einen nuklearen Strike-Auftrag. Deshalb wurde das SW-Depot zunächst für die gemeinsame Nutzung durch JaboG 32 und Pershing gebaut - u.a. hatte es deswegen fünf und nicht nur drei oder zwei MLH. Der Strike-Auftrag wurde im August 69 aufgehoben (soweit nach BA-MA BW1 / 45855).

Grüße

CML
Wenn man sich aber mal die Lagerkapazität der QRA Waldheide in Heilbronn anschaut, dann sind die 5 MLHs in Lechfeld durchaus auch ohne Luftwaffe vertretbar, da ich mal davon ausgehe das man von Lechfeld aus das FKG1 mit Sprengköpfen versorgt hat.

Gruß, Sebi

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