Bunker bei Wittenberg

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
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Buddelflink
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Beitrag von Buddelflink » 01.07.2005 20:05

In einigen Behältern ist irgendwelche "Plörre" drin- das heißt die Behälter sind ca zu einem drittel mit verunreinigten Flüssigkeiten gefüllt. Daher stinkt es in der Kiste auch ganz schön- und das trotz Durchzug durch den geöffneten Haupteingang und den Notaustig. Angeblich wurde das Gelände kürzlich verkauft- die Beweise fehlen allerdings noch. Was wir festgestellt hatten- auf dem Gelände fanden massiv Waldarbeiten statt. In der Nähe einiger Antennenfelder wurden alle Bäume abgeholzt. Mal sehen was das wird.......
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Beitrag von Buddelflink » 01.07.2005 20:16

Es gibt wohl auch eine Bunkerforschergruppe mit dem NAmen "Stahltür", welche mehrere frühzeitige Begehungen hinter sich hat- schließlich gibt es von dieser Gruppe eine etwas Dicke A-4 Dokumentation zu dieser Anlage. Merkwürdig ist dann allerdings, daß andere schreiben, die Kiste ist nicht ergründet und vernessen- wo doch in dieser Gruppe (Stahltür) nur Experten arbeiten und die Begehungen schon länger her sind. Wer weiß. Zum anderen wurde der Betonklotz ja auch teilweise von einer ABM_ Gruppe kurz vor dem Verschluß dokumentiert. Wer in Wittenberg ein bißchen sucht wird auch fündig.
Hier noch einige Aufnahmen- bis zum nächsten mal; bei dem einen oder anderen Thema.

Gruß, BF

PS: NUR nette Mails BITTE nur an AndiTM@aol.com
PN´s ignoriere ich meistens :cry: :? :) Gruß, BF
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petzolde
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Beitrag von petzolde » 01.07.2005 21:35

Drittletztes Foto mit Benzinlampe ("Was war hier drin?"): Kann es sein, daß das große Loch (mit Stahlrohr) erst beim Auszug der Sowjets oder noch später entstanden ist. Etwa um etwas unzerlegt aus dem Bunker zu bergen?
Ein offener Zugang von oben in den Bunker ist dem Grunde nach unplausibel.
gruß EP

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Beitrag von Buddelflink » 01.07.2005 21:39

Hm- von innen sieht es so aus, als ob die Öffnung seit dem Bau dort wäre. Man gelangt auch glaub ich nicht direkt in den Bunker über diesen Zugang. Allerdings hatte ich an diesem Tag damals die Nase vom Bunker gucken voll und kein Seil mit. Es gibt dort nämlich keine Leiter mehr. Auch war dieser Zugang mal zugeschweißt- irgendwer hat den Deckel entfernt; wie einige andere auch. Aber vielleicht täusche ich mit meiner ersten Behauptung auch?

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Beitrag von petzolde » 01.07.2005 21:45

Soweit ich mich erinnere, gab es im sowjetischen Fernmeldebunker Zossen auch eine nachträglich (nach 1990?) eingebaute Öffnung nach oben, um Großgerät unzerlegt herauszuholen.
Immerhin sind ca. 15 Jahre seit der Betriebsaufgabe vergangen; die Natur arbeitet zwischenzeitlich.
gruß EP

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Beitrag von Buddelflink » 01.07.2005 23:32

Hm- ich werd die Bilder nochmals sichten bzw vor Ort nochmals schauen/ schauen lassen wenn möglich.

Gruß, BF

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derlub
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Beitrag von derlub » 02.07.2005 12:05

petzolde hat geschrieben:Soweit ich mich erinnere, gab es im sowjetischen Fernmeldebunker Zossen auch eine nachträglich (nach 1990?) eingebaute Öffnung nach oben, um Großgerät unzerlegt herauszuholen.
Der nachträglich errichtete Zugang zur Demontage von Großgerät existiert im Zeppelinbunker (Wünsdorf / Zossen) tatsächlich. Es handelt sich aber um einen recht großen Mauerduchbruch in der oberirdischen Etage des Bunker i.d. Nähe des Montageschachtes. Danach wurde das Loch mit einem Blech geschlossen. (siehe Foto)

Zu Wittenberg:
ich denke es handelt sich da eher um irgenwelche Versorgungseinrichtungen des Bunkers. Die Öffnung scheint mir auf viel zu klein um irgendwelches Grossgerät rauszuschaffen...

@Buddel
Ich dachte Du wohnst "nahe" Berlin- auf einem Globus gesehen?! :mrgreen:

Besten Gruss,
Christoph
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Beitrag von Buddelflink » 06.07.2005 21:29

Ich tippe auch auf einen Versorgungsanbau. Früher war hier wohl auch mal solch eine Luke angebracht wie auf dem Foto. Einige der Luken wurden aber von *** entfernt und schlummern jetzt anderswo. Im Nachhinein wurden dann Deckel aufgeschweißt- wie oben auf den Fotos. Diese hielten dann aber auch nicht lang- da war wohl jemand neugierig.
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Beitrag von Buddelflink » 26.10.2005 20:18

Gibts denn eigentlich mal neue Erkenntnisse? Letzte Woche im MDR wurde der Bunker zwar kurz gezeigt- aber das war es dann auch schon.

MfG, BF

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Beitrag von Buddelflink » 01.05.2006 18:44

Hallo allseits.
"Neues" wie im letzten Beitrag meinerseits angefragt nicht- eher altes, historisch interessantes Videomaterial ist nun endlich aufgetaucht. Dieses existiert schon länger, doch nicht jeder möchte/ wollte, daß dieses Material dem "normalen" wissenensdurstigen Bürger zur Verfügung gestellt wird. Doch ich fang mal vorn an mit dem Hauptthema Bunker Wittenberg und der Enstehung des Videos.

Ein Bürger der wunderschönen und geschichtsträchtigen Lutherstadt Wittenberg war seit 1992 als ABM- Arbeiter mit dabei, ehemals russische Liegenschaften im Raum Wittenberg mit zu beräumen. Wer Wittenberger wie ich selbst war, weiß, daß das eine immense Altlast war. Dies verdeutlicht der erste Kartenausschnitt vom Wittenberger Raum (lila= WGT Liegenschaften). Die Stadt Wittenberg hatte zum damaligen Zeitpunkt (mitte der 80iger Jahre) eine Bevölkerungzahl von ca. 50 000 Einwohnern. Schätzungen gehen von nochmals 50 000 stationierten russischen Bürgern (Soladaten, Ehefrauen, Kinder) aus. Diese Zahl wurde zwar nie bestätigt- aber wenn man die Stadt kennt, die Eintragungen mit der Karte abgleicht und die nicht bewohnten Übungsplätze abzieht könnte diese Zahl tatsächlich den Tatsachen ensprechen.

Der Herr Feige (damals ABM- Arbeiter) begann ca. 1992 nun mit den beuaftragten Arbeiten und hielt zum Glück für spätere Zeitgenossen das geschehen in Bild und Ton fest. Enstanden sind insgesamt 3 sehr interessante Videofilme auf DVD, welche sich mit russischen Liegenschaften in Wittenberg beschäftigen.
Am Anfang stand das private Interesse, später wollte der Produzent seine gesammelten Werke der Öffentlichkeit darstellen- da dies ein wichtiger historischer Baustein in der Stadtgeschichte wittenbergs darstellet.
Als erstes erfolgte eine Ausstrahliung über das "Sternenstädtchen" (kleine russische Garnision in der Stadt) beim "Offenen Kanal" Wittenberg.
Dieser Film "Sternenstädtchen" wurde dann im Oktober 1999 in Hamburg von 148 eingegangenen Filmen in einem Filmwettbewerb zum 1. Platz nominiert!

Ein zweiter Film mit dem Namen "Der Arsenalplatz" beschäftigt sich mit einer weiteren Liegenschaft inmitten ves Wittenberger Stadtzentrums.

Der dritte und letztendlich für mich interessanteste Film beschäftigt sich mit den Liegenschaften außerhalb der Stadt. So zB. dem damaligen riesigen Treibstofflager und: dem Bunker. Lange Zeit gab es nur Fotomaterial vom Außengelände auf dem nichts mehr zu sehen ist- siehe Fotos in diesem Thread- bzw. ältere Luftaufnahmen. In diesem Video sieht man nun zum ersten mal den Aufbau auf dem Bunkergelände.
VIELLEICHT gibt es noch andere Privatrchive mag jetzt jemand sagen- aber diese sind eben privat.... :-(
Hier nun ein paar Ausschnitte des Videos mit Genehmigung des Herausgebers: Herr G. Feige / Wittenberg welcher die Rechte an diesen Videos besitzt.

2. Foto (nach der Karte): Postenbereich des Treibstofflagers
3. Foto: Zufahrt zur Kaserne Euper- heute nicht mehr vorhaden
4. Foto: Wachgebäude mit Zufahrt zum Bunker- nicht mehr
vorhanden
5. Foto: ein Bunkerzugang- so sah er aus....


einige weitere Fotos fölgen im Laufe der nächsten Tage. Ich kann ALLE erschienen Videos dem geschichtsinteressierten Leser nur empfehlen.
a: Sternenstädtchen
b: Arsenalplatz
c: Russische Impressionen im Wald von Euper (handelt vom Bunker)
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