Reaktivierung nach dem Kalten Krieg stillgelegter Objekte

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
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Björn
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Beitrag von Björn » 20.03.2018 07:21

Der TrÜbPl Altengrabow ist in den letzten Monaten flächenmäßig auch insgesamt vergrößert worden.

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zulufox
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Beitrag von zulufox » 20.03.2018 09:59

Nur mal so nebenbeibemerkt:

Der Truppenübungsplatz Altengrabow war nie zur Stilllegung vorgesehen!

Im Gegenteil, in der Stationierungsbroschüre 2011 ist auf Seite 118 nachzulesen, dass der Standort Möckern (Truppenübungsplatz Altengrabow) personell von 100 auf 120 Dienstposten aufgestockt werden soll. Mit der Beibehaltung eines Standortes gehen natürlich auch Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur einher.

MfG
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Björn
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Beitrag von Björn » 20.03.2018 13:45

Vollkommen richtig!
Eine Schließung des TrÜbPl war nie Thema - somit kann es auch keine "Reaktivierung" geben.


btw: die von mir angesprochene Vergrößerung bezieht sich um ein rund 500 ha großes Gelände im Norden (für den Orts- und Häuserkampf) und eine geplante weitere Vergrößerung von ebenfalls rund 500 ha im Süden, um dort mehr Platz für neue Feuerstellungen zu haben.

cebulon66
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Beitrag von cebulon66 » 24.03.2018 10:15

Björn hat geschrieben:...btw: die von mir angesprochene Vergrößerung bezieht sich um ein rund 500 ha großes Gelände im Norden (für den Orts- und Häuserkampf) und eine geplante weitere Vergrößerung von ebenfalls rund 500 ha im Süden, um dort mehr Platz für neue Feuerstellungen zu haben.
Es handelt sich dabei um die ehemalige Garnison Rosenkrug (östl. Dörnitz; auf der russ. Kartenskizze oben rechts
==> http://www.maz-online.de/Lokales/Brande ... esst-nicht
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Büttner
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Beitrag von Büttner » 27.03.2018 09:08

Björn hat geschrieben:Vollkommen richtig!
Eine Schließung des TrÜbPl war nie Thema - somit kann es auch keine "Reaktivierung" geben.
Was bedeutet das diese Beispiel nicht in die Aufzählung passt. Dann sollten wir mal stillgelegt präzise definieren damit nicht weitere unzutreffende Beispiele aufgeführt werden. Reicht "ohne Stationierung" aus damit es zutrifft?

Was ist mit Liegenschaften denen man nicht ansieht das diese noch unter Verwaltung irgendeines Verteidigungsministeriums stehen?

cebulon66
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Beitrag von cebulon66 » 27.03.2018 09:31

Büttner hat geschrieben:
Björn hat geschrieben:Dann sollten wir mal stillgelegt präzise definieren damit nicht weitere unzutreffende Beispiele aufgeführt werden. Reicht "ohne Stationierung" aus damit es zutrifft??
Die Antwort sollte lauten: "Nein".
Büttner hat geschrieben:
Björn hat geschrieben:Was ist mit Liegenschaften denen man nicht ansieht das diese noch unter Verwaltung irgendeines Verteidigungsministeriums stehen?
a) es gibt in Deutschland nur EIN Verteidigungsministerium

b) die nicht nachgenutzte Liegenschaft Rosenkrug stand NICHT unter der Verwaltung des BMVg, sondern erst unter Verwaltung des Bundesvermögensamtes, dann der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA)

Zum "Schlaulesen" bzgl. Liegenschaften:
# https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesver ... verwaltung
# https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesans ... enaufgaben

Büttner
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Beitrag von Büttner » 29.03.2018 17:10

Reaktivierung nach dem Kalten Krieg stillgelegter Objekte, das heißt jetzt das es um Deutschland geht? Um Ostdeutschland oder Westdeutschland?
Damit keine weiteren unzutreffenden Hinweise eingehen wäre es schön wenn die Objekte um die es hier geht weiter eingegrenzt werden könnten. Die Kriterien sind mir nämlich unklar.

Wegen Rosenkrug und deren Zuordnung zur Verwaltung des Bundesvermögensamtes und später der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, gibt's Belege dafür?

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bettika
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Beitrag von bettika » 29.03.2018 17:24

Rosenkrug
1994 erfolgte der Abzug der Russen und die Übernahme in das allgemeine Grundvermögen.

Bundeswehr übernahm nicht: Altlasten zu hoch

Die rund 400 Hektar große Liegenschaft Rosenkrug hatte die Bundeswehr damals nicht übernommen. Forstdirektor Rainer Aumann: "Es gab zu viele Altlasten wie Müll, Grundwasser und Gebäude." Sie ging zunächst an das Bundesvermögensamt und dann an den Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt. Eigentümer ist jetzt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA).
https://m.volksstimme.de/nachrichten/lo ... Stadt.html
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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Beitrag von Björn » 01.06.2018 10:44

Seit Mittwoch (30.05.2018) ist nun die neue Standortplanung öffentlich bekannt (zu finden u.a. auf der Homepage der Bundeswehr).

Einige bereits beschlossene Kasernenschließungen verschieben sich teilweise um Jahre nach hinten, etliche Objekte werden bis Mitte/Ende nächsten Jahres neu geprüft und zum Teil sind auch schon Liegenschaften bekannt, die trotz vorangegangener Planungen nun doch nicht mehr geschlossen werden!

Für mich in der Region enttäuschend: trotz anhaltend starkem Widerstand aus der eigenen Truppe soll der Fliegerhorst Kaufbeuren auch gemäß dieser neuen Planung weiterhin aufgelöst werden. Auch für den Fliegerhorst Penzing gibt es wohl keinerlei militärische Zukunft mehr; obwohl gerade hier in den letzten Monaten fieberhaft nach einer Weiternutzungsmöglichkeit gesucht wurde - offensichtlich ebenfalls vergebens. Schade!

Interessant auch, dass das sehr große Gelände des Bundeswehrverwaltungszentrums in München nicht mehr aufgelöst werden soll. Mir (und sehr vielen Bw-Angehörigen) war nämlich überhaupt nicht bekannt, dass es Planungen gab, diese Liegenschaft überhaupt zu schließen :lol:

HW
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Beitrag von HW » 01.06.2018 15:39

Im Link von "Augen gradeaus" sind auch die aktuellen Listen abzurufen.

https://augengeradeaus.net/2018/05/jetz ... tandorten/

Zu München: Soweit mir bekannt, war nur angedacht die Außenstelle der Wehrbereichsverwaltung Süd in der Dachauer Str. aufzugeben, der Militärische Sicherheitsbereich mit den dortigen Dienststellen sollte erhalten bleiben. Ist auch eine Kostenfrage, denn diese Dienststellen haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis was sich in Baumaßnahmen zur Materiellen Sicherheit niederschlägt.

Ähnliches gilt für Koblenz-Horchheim, Gneisenau-Kaserne. Eine Verlegung der hier ansässigen Dienststellen in eine andere Liegenschaft hätte auf Grund des hohen Sicherheitsbedürfnis enorme Kosten verursacht.
Auch die WTD 51 in KO-Metternich am Moselufer wird weiterhin benötigt. Eine Verlegung an einem anderen Standort hätte auch enorme Kosten verursacht.

Eckernförde, die Preusser-Kaserne ist auch ausgesetzt, bleibt also erhalten. Könnte aber bedeuten, dass die Feldjäger doch in Eckernförde bleiben.

Munster, Peter-Bamm-Kaserne ist auch aufgehoben und bleibt im Besitz der Bw.

Die anderen Standorte sind entweder in der Auflösung verschoben worden bzw. es erfolgt in folgenden Jahren eine erneute Prüfung.

Grüße
HW

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