Ehemalige Entmagnetisierungsstation

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
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katschützer
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Beitrag von katschützer » 29.05.2011 20:04

hollihh hat geschrieben: Die Konzepte Volksmarine und Bundesmarine waren eben anders..
Dann hau mal in die Tasten und klär uns auf. :-)

MfG
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bettika
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Entmagentisierung

Beitrag von bettika » 29.05.2011 21:39

Hallo,
vielleicht hilft dies in der Diskussion: wie entmagnetisiert die Bundesmarine? weiter,
(die Chronik der "Erprobungsstelle 71" ist allerdings schon etwas älter)

Anlagen für magnetische Vermessungen von Schiffen und Schiffsgeräten

a. Magnetische Messstellen in Schirnau (Borgstedt, Lehmbek), Wilhelmshaven und Kiel-Friedrichsort zur Vermessung der Magnetfelder von Schiffen und Booten im Hinblick auf optimale Einstellungen von MES-Anlagen (Magnetische Eigenschutz-anlagen).

b. An gleichen Orten magnetische Rüttel- und Schlingeranlagen zum Abbau des den Schiffen / Booten anhaftenden Permanentmagnetismus.

c. Magnetische Einzelteilvermessungsanlagen, die es möglich machen, Einzelkomponenten, z.B. Schiffsgeneratoren, magnetisch zu vermessen und entsprechend zu entmagnetisieren.


Die Erfassung der Messdaten erfolgt automatisch.
Die Auswertung erfolgt durch den in Schirnau installierten Rechner ..“


Quelle: Chronik „Erprobungsstelle 71 Eckernförde Im Dienst der Wehrtechnik See“

Grüsse
bettika
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Buddelflink
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Re: Entmagentisierung

Beitrag von Buddelflink » 29.05.2011 22:15

Hi,
welches Ausgabejahr hat denn diese Chronik?

Beste Grüße
Andreas

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bettika
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Beitrag von bettika » 30.05.2011 07:14

Hallo,
das Erscheinungsjahr der Chronik ist nicht abgedruckt, aber ich vermute 1981,
(aus Angaben mit Vermerk "Stand 1981")
Grüsse
bettika
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hollihh
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Beitrag von hollihh » 30.05.2011 19:17

Moin,

Rütteln und Schlingern :lol:
Ich stelle mir gerade vor, wie ein ganzes SChiff durchgerüttelt wird...da sind wohl eher Einzelteile/Komponenten mit gemeint..

Also, so wie ich die ganzen Unterlagen bislang vertsanden habe, hat die Bundesmarine überwiegend auf MES Anlagen (schifssintern) gesetzt, UBotte und Minensucher waren aus antimagnetischen Materialien. Die großesn Meßeinrichtungen der WTD 71 dienten lediglich zur Vermessung des Eigenmagnetfeldes, um die MES Anlagen richtig einzustellen.

Die Volksmarine hat wirklich ganze Schiffe mit einer externen Anlage antmagnetisiert (besagte Anlage beo Vilm/Rügen). Dort mussten die SChiffe auch in sehr regelmässigen Abständen durch (1 - 2 mal im Jahr).

MfG

Holli

eberhard.berger

EM Stelle Lauterbach

Beitrag von eberhard.berger » 30.12.2011 11:50

Ich war als Mariner bei der 1. Flotille Peenemünde, Außenstelle Freest stationiert (1963 bis 1967).Hier machten Taucher, Pioniere und Chemiker Ihren Dienst. Ebenfalls war die Grenzbrigade Küste vor Ort. In den Wintermonaten( Dezember bis März)je nach Wetterlage mußten jeweils 4 Mariner auf der EM Stelle Lauterbach Eissicherung durchführen.Mit dem Zivilschlepper A13(Standort Wolgast Hafen- Peenewerft)wurden wir nach Lauterbach zur EM Stelle gefahren.Dort wurde mittels TNT(Trinitrotoluol)das Eis rund um die EM Stelle gesprengt,um die Gefahr durch Packeis-auftürmende Eisschollen, zu bannen. Die Schiffe liefen dort Schleife, um entmagnetisiert zu werden. Auf der Em Stelle waren E-Generatoren stationiert,die den Gleichstrom für die im Wasser rund um die Em Stelle liegenden E-Kabel zu speisen.Nach der erfolgreichen Kompensierung verließen diese die EM Stelle.Vierzehntäglich wurden wir vom Schlepper A13 mit Trinwasser, Proviant, Kohle versorgt. Ebenfalls vierzehntäglich wurden wir durch neue Kameraden ausgetauscht.

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Entmagnetisierung Bundesmarine

Beitrag von bettika » 24.03.2012 18:19

katschützer hat geschrieben: Unsere Anlage in Borgstedt ist damit nicht vergleichbar. Hierbei handelt es sich um einen Erdmagnetfeldsimulator, d.h. daß das Erdmagnetfeld jedes beliebigen Ortes der Erde simuliert und die magnetische Eigenschutzanlage des Bootes danach justiert werden kann.

MfG
Hallo,
das meiste wurde schon erläutert, für alle die es noch genauer wissen wollen ,ein Beitrag aus der WTD 71
http://www.europaeische-sicherheit.de/a ... xt_06.html
"....In der Deutschen Marine sind für die Einstellung und Kontrolle des Magnetischen Eigenschutzes (MES) zwei Wege beschritten worden. Zum einen wurden für die ferromagnetischen Schiffe (Kampfschiffe, Versorger, Schlepper usw.) die magnetischen Mess- und Behandlungsstellen in Wilhemshaven und Kiel-Friedrichsort gebaut, zum anderen wurde für die amagnetischen Boote (Minenkampfboote, U-Boote und mit Einschränkungen auch Schnellboote) der Erdfeldsimulator in Schirnau/-Lehmbek errichtet..."

Zum Thema Schlingern :kotz: :
"Mit Hilfe des Erdmagnetfeldsimulators ist es möglich, Boote elektromagnetisch zu schlingern, d.h. nicht das Boot, sondern das Magnetfeld rollt. Auf diese Weise ist es möglich, Rollbewegungen mit beliebigen Winkeln und Frequenzen zu simulieren, ohne dass ein mechanisches Bewegen des Bootes notwendig ist. Diese Technik ermöglicht eine optimale Kompensation der Wirbelfelder, sie hat sich über Jahre außerordentlich gut bewährt und ist einer ebenfalls denkbaren mechanischen Schlingereinrichtung in jedem Fall überlegen."

da im o.g. Beitrag noch die alte Anlage beschrieben wurde, ein neuerer Bericht vom gleichen Mitarbeiter der WTD 71
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/734389/

Grüsse
bettika
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Re: Ehemalige Entmagnetisierungsstation

Beitrag von bettika » 14.11.2014 20:19

Volkiwolf hat geschrieben: Die Bundeswehr hatte keine Verwendung für die Station und somit wurde sie der See und dem Vogelkot hinterlassen. Eine Nachnutzung wurde angestrebt und es kam dazu, dass im Jahr 2001 2 Künstler wohl den Zuschlag erhalten haben, dort ein Treff- und Schaffenspunkt für Künstler entstehen. http://ostervilm.de
Beste Grüße
Marc
Hallo,
mit dem Künstlertreff ist es wohl nichts geworden, einzig eine Keramikglocke erinnert an den Versuch, dafür haben die Kormorane die Plattform als Schlafquartier besetzt.
http://www.abendblatt.de/region/article ... orado.html
Die "Dosensammler" sind dort auch vertreten

Grüsse
Beate
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Re: Ehemalige Entmagnetisierungsstation

Beitrag von wobo » 17.05.2019 21:25

Moin Leute
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Rü-2007-01.jpg
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Rü-2007-02.jpg
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2007 hatte ich bei einem Rügenbesuch am "Reddwitzer Höft" ein seltsames Bauwerk in der See entdeckt,
daß ich nicht zuordnen konnte und über das damals auch niemand etwas sagen konnte (wollte)
und I-Net hatte ich auch noch nicht ... :?
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Rü-2007-03.jpg
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Rü-2007-04.jpg
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Am Strand entdeckte ich ein altes Seekabel, was mich auf Militärische Nutzung schließen ließ.

Diese Woche war ich wieder mal auf Rügen und auf einer Bootsfahrt von Seelin nach Lauterbach
kamen wir ziemlich dicht an diesem eigenartigen Bauwerk vorbei ... :applause:
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Rü-2019-01.JPG
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Rü-2019-02.JPG
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Rü-2019-03.JPG
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Rü-2019-04.JPG
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Aber dieses mal habe ich I-Net und deshalb war ich in wenigen Augenblicken hier bei "geschichtsspuren" ... :thumbup:

Gruß Wolf ... :-)
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