Unterirdische Bunker im Hamburger Volkspark

Luftschutzbunker, zivile Bunkeranlagen und Schutzbauwerke des 2. Weltkriegs
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EricZ
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Beitrag von EricZ » 04.04.2017 13:23

Im Nordosten des Plangebiets liegt die Altlastfläche 5840-007/02, Hellgrundweg. [...]
Zum Ende des 1.Weltkriegs gab es möglicherweise die Mitnutzung durch das südlich gelegene Munitionsdepot(s. auch altlastverdächtige Fläche 5840-007/06). In den 1920er Jahren wurde das Gelände als Altonaer Jagd- und Sportschießpark genutzt (s. auch altlastverdächtige Fläche 5840-007/01). Die weitere Verwendung bis zum Ende des 2. Weltkriegs ist nicht bekannt.
Moin,

Mich irritiert immer ein wenig, wenn zu bestimmten Bereichen eines durchweg prominenten Gebietes (wie diesem hier) keine Informationen über die Nutzung aus der Zeit bis Ende des 2. Weltkrieges vorliegen. Zählt der Bereich der Altlastfläche 5840-007/02 auch zu dem hier diskutierten Flächenabschnitten?

Gruß, Eric
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 06.04.2017 09:06

Hallo Eric,

das ist in einigen Teilen Hamburgs durchaus kompliziert. Der Bereich des Volksparks gehörte bis zur Umsetzung des Groß-Hamburg-Gesetzes im Jahre 1937, der selbstständigen preußischen Stadt Altona. Altona wiederum hat den nordöstlichen Teil (Eidelstedt) erst im Rahmen einer Eingemeindungsreform 1927/1928 erhalten. Ein Teil von aussagekräftigen Unterlagen konnten nicht vor dem Bombennächten im 2.WK geschützt werden. Hinzu kommt, dass Archivmaterial in unterschiedliche Archive verbracht worden sind und nach den Umgemeindungen erst einmal zusammengeführt werden mussten. Zudem ist die bspw. militärisches Archivmaterial lange Zeit in russische Hände gelangt, weil die Mitlitärarchive z. T. beschlagnahmt wurden. Im Bundesarchiv findet sich ein Teil von Archivunterlagen zum Artilleriedepot Altona, ob dieses dann aber Material enthält, welches Auskunft über die Fläche gibt, die im Tutenbergplan auf dem Friedhof hinterlegt ist, ist unbekannt. Wahrscheinlich ist die Fläche aber wenig spektakulär, denn alles was ich bisher in Bibliotheken usw. einsehen konnte, ergibt lediglich die Funktion als Schießplatz.
Schwierig war und ist in diesem Zusammenhang bei der Recherche das Auseinanderhalten der früheren Schießbahnen am heutigen Holstenkamp und der Flächen auf dem Friedhof.

Mal sehen, was man da noch so findet. Bezüglich der von Dir angefragten Fläche, es ist ja nicht durch den "Urheber" benannt, in konkret welchem Bereich sich ein Objekt in der spekulierten Dimension befinden soll.

Grüße
Djensi

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