Tanks der SHELL Raffinerie Harburg-Nord

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MikeG
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Tanks der SHELL Raffinerie Harburg-Nord

Beitrag von MikeG » 14.11.2018 20:58

Moin!

Vor kurzem erreichte mich eine kleine Korrektur zum Artikel über die Zerstörung Hamburgs im Zweiten Weltkrieg. Im folgenden Email-Verkehr tauchte dann ein, wie ich finde, höchst interessantes Detail auf. Dabei geht es um kleinere, aufrecht stehende Tanks im südwestlichen Teil des Geländes (siehe angehängtes KMZ):
Karl-Heinz W. hat geschrieben:[...] Diese Galerie rostiger Kugelkopftanks (von uns immer nur Kugeltanks genannt), nur zur Moorburger Straße hin etwas "Aufgehübscht", haben scheinbar ein vorleben gehabt. Meine damals älteren Kollegen sagten mir, das es sich um alte Kraftstofftanks der Wehrmacht oder Luftwaffe aus der Heide handelt! Es sollen liegende Erdtanks gewesen sein, die in der Mitte getrennt und dann aufrecht bei der Shell aufgebaut wurden. Auf den Typenschildern steht als Ausführende Firma Wilke Braunschweig. [...]
Als passende Kandidaten fielen mir dazu hauptsächlich Hitzacker oder möglicherweise Bleckede ein.

Hat hier jemand Erkenntnisse oder Ideen dazu?

Mike
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Grubert
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Beitrag von Grubert » 14.11.2018 22:55

Moin beisammen,
ich hatte seinerzeit bei der Shell AG nachgefragt. Dort wurde mir versprochen nach diesen alten Tanks zu suchen... Nix kam zurück!

Ich glaube ich kann nun etwas weiter helfen. Diese Tanks könnten aus Bleckede stammen. 1947 wurden 10 Stahltanks von Bleckede aus an die Shell AG geliefert. Ich hänge schon mal eine Liste mit an und versuche den Lieferschein noch besser zu kopieren und werde den dann noch einstellen.
Die Tanks wurden (lt. Liste) bei den Franke Werken in Bremen hergestellt. Die Wilke Werke Braunschweig hatten aber Monteure im Ölhof, auch das kann belegt werden.
Der Vorgang liegt in Kopie im Stadtarchiv in Bleckede.
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Klondike-Berlin
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Beitrag von Klondike-Berlin » 15.11.2018 16:55

Könntet ihr bitte ein Foto eines solchen Tanks einstellen? Um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben. Evtl. lassen sich diese auch in anderen Ländern/Bereichen finden.

Grüße Thomas

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wobo
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Beitrag von wobo » 15.11.2018 18:36

Grubert hat geschrieben:
Ich glaube ich kann nun etwas weiter helfen. Diese Tanks könnten aus Bleckede stammen. 1947 wurden 10 Stahltanks von Bleckede aus an die Shell AG geliefert.
Moin Leute
Die oben genannten Tanks scheiden schon mal aus, denn:
Pos.9 ... Oel-Tanks, horizontal, Länge = 16 m, Durchmesser = 2,8 m, Volumen = 100 cbm,
sie sind also viiiiiiiiiiiiiel zu klein ... :mrgreen:

Mike hatte mich gefragt, ob die Tanks aus Hitzacker stammen könnten,
meine persöhnliche Meinung:
Ich habe die Tanks mit Google grob "vermessen" und mit auf dem Gelände
abgestellte Pkw abgeglichen, dabei bin ich auf einen Durchmesser
von ca 10-11 m und eine Höhe von min 20 m gekommen.

Somit kämen aus Hitzacker nur die Benzintanks in Frage, denn die
waren 50 m lang und hatten einen Durchmesser von 10 m,
allerding waren sie Betonummantelt und man hätte sie niemals heile
da rausbekommen. Ich habe 36 "Kugeltanks" gezählt, somit hätte man
in Hitzacker 18 Benzintanks heile, bzw in 2 Teile zerlegt,
ausbauen müssen, was aber nachweisbar nie geschehen ist.

Nicht auszuschließen ist, daß die Einzelteile für die Shell-Tanks
auf den selben/gleichen Maschinen hergestellt wurden, wie die WiFo-Tanks.

Gruß Wolf

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 16.11.2018 09:50

Hmmm,

mal ganz naiv gefragt, handelt es sich vielleicht um Anlagen aus der Raffinerie Heide?

Grüße
Djensi

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Beitrag von bettika » 16.11.2018 13:03

Hallo,
Auf dem Plan der Raffinerie Heide https://www.geschichtsspuren.de/forum/r ... 15237.html würde ich die Tanks als dort senkrecht stehend bezeichnen.

Grüsse
Beate
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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Beitrag von Grubert » 16.11.2018 21:03

Moin,
diese Kugeltanks stammen nicht aus Bleckede. Damit scheint die Sache so zu sein, dass die Bleckeder Tanks zwar an die Shell AG geliefert wurden (s. Lieferschein), aber der Verbleib in Hamburg weiterhin unklar ist.

Gruß
Grubert
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Re: Tanks der SHELL Raffinerie Harburg-Nord

Beitrag von wobo » 17.11.2018 10:18

MikeG hat geschrieben:
Karl-Heinz W. hat geschrieben:[...] Diese Galerie rostiger Kugelkopftanks (von uns immer nur Kugeltanks genannt), nur zur Moorburger Straße hin etwas "Aufgehübscht", haben scheinbar ein vorleben gehabt. Meine damals älteren Kollegen sagten mir, das es sich um alte Kraftstofftanks der Wehrmacht oder Luftwaffe aus der Heide handelt! Es sollen liegende Erdtanks gewesen sein, die in der Mitte getrennt und dann aufrecht bei der Shell aufgebaut wurden. Auf den Typenschildern steht als Ausführende Firma Wilke Braunschweig. [...]
Moin Leute
Ich persönlich würde diese Aussage in den Bereich "Märchen u. Fabeln" abtun,
mit denen die Alten, die "Frischlinge" veräppelt haben ... :mrgreen:

Monster-Autokrane gab es noch nicht, also versucht mal mit den damaligen Mitteln
Stahlzylinder von 10 m Durchmesser und gut 20 m Länge über längere Strecken
zu bewegen, auf Sraße und Bahn ist jede Brücke/Tunnel ein unüberwindbares Hindernis
und auf den Wasserwegen sieht es nicht besser aus ... :?

Gruß Wolf

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 25.11.2018 18:11

Moin!

Herr W. hat netterweise noch ein paar Infos ermittelt, die uns ja vielleicht weiter bringen könnten:
Karl-Heinz W. hat geschrieben:Ich habe einen befreundeten Ex-Kollegen befragt, der im Gegensatz zu mir, auch im Bereich Verpumpung tätig war. Er nannte mir die typischen Maße eines solchen Tanks, vielleicht hilft das weiter.

Peilhöhe (Domdeckel bis Peilplatte) 11900 mm, plus1500 mm bis zur Hutze. Gesamthöhe also 13400 mm.
Inhalt ca. 840 m³ plus ca. 12 m³ Bodenrest.
Mike

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