Flugzeugbau im Hamburger Hafen

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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

Turm im Lager OksbölAn der dänischen Westküste nordwestlich von Esbjerg existierte am Ende des Zweiten Weltkriegs für einige Jahre eines der größten mit Deutschen belegten Flüchtlingslager. Nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt bewohnten ab 1945 in Spitzenzeiten über 35.000 Menschen auf dem Gelände eines Militärlagers der ehemaligen deutschen Wehrmacht quasi eine eigene Stadt.  Wie es dazu kam, was dort geschah und welche Auswirkungen dieses Phänomen hatte, will der folgende Aufsatz untersuchen ? und einen Blick in die Zukunft werfen, denn durch die Aktivitäten einer dänischen Kulturinitiative des Vardemuseums zeichnet sich die Möglichkeit einer interessanten Zukunft für die Anlage ab.

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Aufbau Leichte Flak-Stellung in der LVZ West

 
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tmj
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 03.04.2016
Beiträge: 1
Wohnort oder Region: kerpen

Beitrag Verfasst am: 10.04.2016 18:31
Titel: Aufbau Leichte Flak-Stellung in der LVZ West
Antworten mit Zitat

Hallo,

mich interessiert, wie eine Stellung in der LVZ West mit leichter Flak aufgebaut war. Bekanntlich waren in einer Stellung drei leichte llak-Geschütze stationiert, dazu die dazugehörigen F-Stände, sowie ein Munitionsbunker, evtl ein PZ-STAND und /oder eine MG Schartenstand. Die Geschützstellungen wurden ja feldmäßig angelegt in Erdstellungen. Hat jemand vielleicht eine Idee wie die Stellung an sich zu den bezonierten Unterständen standen, wie sie angeordnet Waren, ob sie miteinander durch Gräben verbunden waren? Nur aufgeschüttet Hügel oder wie wurde verstärkt feldmäßig ausgebaut. Gab es um die gesamte Stellung Sperren oder Hindernisse? Skizzen, Zeichnungen oder ähnliches wären echt hilfreich.

vielen dank schonmal und gruß

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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 194
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 27.05.2016 21:42 Antworten mit Zitat

Hallo tmj,

interessante Frage! Ich selbst beschäftige mich ja fast ausschließlich mit der LVZ (in Baden-Württemberg), aber auch ich habe kaum Infos zur leichten Flak. Ein Hauptproblem hast Du ja schon angesprochen, es wurden wohl ausschließlich Erdstellungen gebaut, weshalb man heute keine/kaum noch Überreste findet.

Auch auf Luftbildern, die mir vorliegen, habe ich noch keine leichten Flakstellungen ausmachen können.

In der Literatur gibt es ein paar wenige Beispiele. Leider habe ich gerade die meisten Bücher nicht zur Hand. Ich werde mich aber möglichst morgen schon mal auf die Suche begeben.

Die von Dir genannte Zahl von drei leichten Geschützen darf m.E. nicht verallgemeinert werden. Sofern überhaupt eine Anzahl festgelegt war, galt diese doch sicherlich nur für die vollausgebauten Stellungen? Hast Du hierfür eine Quelle? Wäre für mich sehr interessant!

Grüße
Mathias
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Zwackelmann
 


Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 32
Wohnort oder Region: Aachen

Beitrag Verfasst am: 10.08.2018 22:22
Titel: Leichte Flakstellungen der LVZ-West
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Zwar auch ein altes Thema, für mich aber immer spannend! Leichte Flak sind in der LVZ gar nicht oft oder einfach nachweisbar, da sie wegen der weitgehend feldmäßigen Bauweise kaum Spuren hinterlassen haben. Aber: eine leichte Flakbatterie hatte 1939/1940 neun 2 cm oder 3,7 cm Flak, in Züge zu je drei Waffen eingeteilt. Da sie in der Regel zugweise eingesetzt wurden (auch später am Atlantikwall!), besaß eine leichte Flakstellung der LVZ-West eben tatsächlich drei Geschützbettungen und im Vollausbau drei Mannschaftsunterstände Regelbau F oder U, dazu einen M- bzw. Ms-Stand für die Munition. Pz- und B-Stände konnten die Stellung ergänzen.

Gruß, Thomas
_________________
Wenn es blöde Antworten gibt, gibt es auch blöde Fragen.
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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 194
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 11.08.2018 10:15 Antworten mit Zitat

Danke für diese wertvolle Info! 2_thumbsup.gif
Gibt es evtl. Luftbilder/Skizzen, wo man die Anordnung erkennen kann?
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Zwackelmann
 


Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 32
Wohnort oder Region: Aachen

Beitrag Verfasst am: 11.08.2018 10:27
Titel: Leichte Flak in der LVZ-West
Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

Manfred Groß zeigt in 'Bunkerstellungen der Luftverteidigungszone West im Rheinland und Hitlers Hauptquartier in Bad Münstereifel-Rodert' auf S. 22 ein Schema (s. Anhang). Im Bereich des LGK XII wurden aber statt der F-Stände U-Stände gebaut.

Ergänzen möchte ich noch, dass 1939/1940 zu jeder schweren Flakbatterie der Luftwaffe ein leichter Flakzug mit zwei 2 cm-Flak gehörte. In den schweren Batteriestellungen finden sich aber nur sehr selten Hinweise auf die auch im Vollausbau nur feldmäßig errichteten leichten Flakstellungen.

Gruß, Thomas

P. S.: Mir ist im vorigen Beitrag ein Fehler unterlaufen; die leichten Batterien mit 3,7 cm Flak bestanden aus drei Zügen zu je drei Waffen, die 2 cm-Batterien besaßen dagegen je vier Züge (ebenfalls zu je drei Waffen). Ein Beispiel ist die leichte Flakbatterie Wittlich; drei Züge waren um Wittlich eingebaut, der IV. Zug lag bei Wengerohr.
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Wenn es blöde Antworten gibt, gibt es auch blöde Fragen.
 
 (Datei: 20180811_102937-1.jpg, Downloads: 31)
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petivet
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 18.08.2017
Beiträge: 3
Wohnort oder Region: Birkenfeld/ Nahe

Beitrag Verfasst am: 15.08.2018 12:39 Antworten mit Zitat

Hallo,

so ist es richtig, die leichten Batterien der LVZ West mit 3,7 cm Geschützen bestanden aus 3 Zügen mit jeweils 3 Geschützen, die mit 2 cm Geschützen aus 4 Zügen mit jeweils 3 Geschützen. Da die 3,7 cm Flak zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der benötigten Menge zur Verfügung stand, wurden die dazu vorgesehenen Batterien sukzessive auf diesen Geschütztyp umgerüstet. Als Beispiel hierzu soll die leichte Batterie in Wittlich dienen, bei der der IV. Zug später, nach Umrüstung auf die 3,7 cm Kanone, gestrichen wurde.

Die Stellungen sind recht leicht zu erkennen, da sich hier zu jedem Geschütz ein U-Stand (Saarland) oder F-Stand (z.B. R-P) findet. "Hinter" dem Batteriebereich findet sich im Abstand von ca. 150 - 200 m regelmäßig ein M-Stand (Saarland). Die Schemazeichnung aus GROSS ist somit ein stark idealisiertes Bild. Die Stellungen der Geschütze sind immer feldmäßig, so dass sich hier natürlich keine Überreste finden lassen.
Gelegentlich lassen sich auch ein B- und/oder Pz-Stand in den Batteriebereichen der leichten Batterien finden.

Die Züge sollten ausschließlich geschlossen eingesetzt werden, wobei die einzelnen Geschütz-Stellungen oft ziemlich weit voneinander entfernt liegen.

Zu den schweren Flak-Batterien gehören zwei 2 cm Geschütze zur Nahverteidigung, von denen sich allerdings keine Überreste finden lassen, da für die Besatzungen keine eigenen Bunkeranlagen vorgesehen waren.

Gruß Peter

_________________
ehrenamtl. Denkmalbeauftragter für die Luftverteidigungszone West im Saarland


Zuletzt bearbeitet von petivet am 15.08.2018 13:07, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 194
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 15.08.2018 12:47 Antworten mit Zitat

Klasse, es freut mich, dass sich immer mehr LVZ-Profis im Forum einfinden 2_thumbsup.gif icon_smile.gif

Bin mal gespannt, ob noch jemand Infos zu Ba-Wü hat. Hier war der Vollausbau ja eher selten (wenn überhaupt, gab es diesen nur in der "Vorzone").
Mir sind aber auch teilausgebaute Stellungen bekannt - also ganz ohne F-Stände etc. - in denen höchstwahrscheinlich leichte Flak eingesetzt wurde (z.B. Dietingen, photographisch dokumentiert). Auf Luftbildern ist leider nichts davon zu erkennen.
Fraglich ist für mich auch, ob die leichte Flak hier teils nicht eher der Heimatflak zuzuorden wäre, wie z.B. in Oberndorf am Neckar, wo die leichten Stellungen deutlich von den schweren LVZ-Stellungen abgesetzt waren.
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Zwackelmann
 


Anmeldungsdatum: 08.02.2017
Beiträge: 32
Wohnort oder Region: Aachen

Beitrag Verfasst am: 16.08.2018 02:11 Antworten mit Zitat

Hallo Peter,

Schön, mal wieder was von Dir zu lesen!
Auch in R-P wurden in schweren und leichten Stellungen U-Stände errichtet. Und dass feldmäßige Feuerstellungen keine Spuren hinterlassen, stimmt so nicht. S. Lich-Steinstraß, Ottenberg, Rodert.

Gruß, Thomas
_________________
Wenn es blöde Antworten gibt, gibt es auch blöde Fragen.
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