Funkmessstellungen auf dem Feldberg

Funkmess-, Funkpeil-, Funkleit- und Funkstörtechnik des 2. Weltkriegs
Gast

Beitrag von Gast » 14.06.2004 11:34

Hallo!
Ich war an dem schönen langen Wochenende mal im Taunus wandern. Unter anderem auch auf dem Feldberg. Von einem Mittagessen habe ich da dann mal abgesehen (Dank an Wadentritt! ;) ).....

Zur Ergänzung/kleinen Berichtigung: der Aussichtsturm wurde nicht vom Hessischen Rundfunk wieder aufgebaut. "Zuständig" für den Aussichtsturm ist der Taunusclub. Der HR hat einen eigenen Sendemast auf dem Feldberg.

So wie ich das bisher verstanden hab, ist der Turm der jetzigen Telekom nie für militärische Zwecke genutzt worden?! Aber erstens entspricht der Turm gar nicht der üblichen Telekombauart und zweitens findet sich an einem Tor noch ein Hinweisschild, dass dort nur von Militärfahrzeugen geparkt werden darf (in deutsch und in englisch).

Waren auf dem Feldberg denn nun auch amerikanische Truppen? Und wie hängt das dann mit der - Luftlinie vielleicht 2 Km entfernten - Abhörstation auf dem Sandplancken (s. anderer Thread) zusammen?

Der ratlose
Sauerländer

MO

Beitrag von MO » 21.07.2004 14:14

Hallo, hab den Beitrag jetzt erst gesehen:

Also: Der Taunus-Club betreut den Aussichtsturm. Wenn du ihn dir allerdings mal genauer ansiehts erkennst du darauf eine zimlich große rot-weiße Antenne. Laut www.taunus-info.de ist das eben deshalb, weild er hr den Turm wieder aufgebaut hat mit der Auflage, von dort fernsehbilder zu übertragen. der "eigene Sendemast" ist deutlich neueren Datums.

Der Turm der Telekom wurde genau so wieder aufgebaut wie ihn die Reichspost damals erstellt hat. Er ist besonders konstruiert, weil ich innerhalb der Verschalung ein Holz-gerüst befindet. Das ist definitiv der Turm, der dort bombardiert wurde.

Was nun das Schild angeht, nun, sicher ist es denkbar, dass dort neben den Anlagen der Telekom auch andere Funkanwendungen, vielleicht der BW oder der US-Army installiert sind. Allerdings gehört der Turm schon lange der Post.

Ich erinnere mich auch, dass auf dem Plateua früher öfters mal US-Einheiten im Manöver lagen. Evtl. war der doch sehr neuralgische Punkt im V-Fall für besondere Dinge vorgesehen.

Gruß, otti

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Beitrag von Cremer » 08.08.2018 22:23

Das Bild vom Feldberg vom Post von Pettersson zeigt den Feldbetg nach dem Bombenangriff. Was sieht man denn zwischen dem Feldberghotel und dem Turm im Hintergrund?
Ich sehe da einen Gittermast oder Antennenträger und rechts daneben ein vermutlich hölzernes Gestell, ggf. auch ein Antennenträger.
Kann jemand erkennen was das ist?
MfG Euer Fernmelder
Erich Fellgiebel 1935:Nachrichtentruppen sind kostbare, schwer zu ersetzende Mittel der Führung.

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Beitrag von EricZ » 09.08.2018 09:10

Der Möglichkeiten gibt es einige...
L44.7.0 “Stördorf Feldberg” August 1944
In order to better coordinate the jamming transmitters, they are combined into groups called “jamming villages” (“Stördörfer”). In August 1944 a big installation is built on the Feldberg in the Taunus Mountains to jam the GEE and GH procedures (L42.3.1) and (L44.6). It consists of the following jamming transmitters:

L44.7.1 “Heinrich 1 and 2.” German Jamming Transmitter λ=5.80-7.10m
Jamming transmitter with a power of 0.5/1.5kW (L42.3.3).

L44.7.2 “Feuerhilfe.” German Jamming Transmitter λ=3.30-5.00m
To jam the GEE procedure, the Ln-Ver.Rgt. “Köthen” develops the jamming transmitter
“Feuerhilfe” with an output power of 30kW. Thirty units are built.

L44.7.3 “S600 Feuerzange 1 and 2.” German Jamming Transmitter λ=5.80-7.10m
Siemens builds the “Feuerzange” transmitters with an output power of 1000kW to jam the GEE procedure. Their pulses are simultaneously sent with several sequential frequencies.

L44.7.4 “S601 Feuerstein 1 to 4.” German Jamming Transmitter λ=1.50-15.00m
The output power of the “Feuerstein” series, built by Telefunken, is a good 100kW. The pulses are sent with mixed sequential frequencies. The types S601/1 and S601/2 send pulses that are synchronized with the GEE procedure in order to jam them. The transmitters are also used for the “Truhe” procedure, the equivalent of the GEE procedure for which the airplanes are equipped with the receiver FuG122 and 123, respectively. Occasionally, the English GE chain are used together with them.

November 1944
The “Stördorf Feldberg” is completed by November 1944. Bombers attack it on 2 March 1945 and destroy 90 percent of it.
Zitat aus der von Leif am 30.04.2004 verlinkten Quelle


Gruß, Eric
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...

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