Fragliche Luftschutz-Tür

Luftschutzbunker, zivile Bunkeranlagen und Schutzbauwerke des 2. Weltkriegs
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dochol
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Fragliche Luftschutz-Tür

Beitrag von dochol » 10.10.2015 15:55

Hallo,

im Haus welches ich zur Zeit bewohne befindet sich im Keller eine Tür, die nach Luftschutz aussieht. Das Baujahr des Hauses ist mir nicht bekannt. Ich weiß nur, dass es mindestens einmal umgebaut wurde und mindestens aus den 50ern stammt, meiner Einschätzung nach eher früher.
Hinter der Tür befindet sich heute die Heizung. Die war allerdings nicht immer dort, da vorher mit Holz geheizt wurde und die Schornsteine im Nebenraum sind. Handelt es sich um eine Luftschutztür oder um eine frühe Feuerschutztür?
Stutzig gemacht hat mich der Steg oben, der mich zuerst hat vermuten lassen, die Tür sei falschrum eingebaut.
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MikeG
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Beitrag von MikeG » 10.10.2015 18:51

Moin!

Von Rand, Dichtung und Verschlüssen her sieht das nach einer gasschutztür aus dem Zweiten Weltkrieg aus. Gibt es nicht evtl. irgendwo (meistens mittig auf der oberen, inneren Querstrebe) ein vielleicht längst mehrfach übermaltes Typenschild?


Mike

jettie
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Vermeintliche Luftschutz Tür

Beitrag von jettie » 08.05.2018 11:05

Ich habe vor Jahren auch eine vermeintliche Luftschutz Tür entdeckt, in einem Keller in Aachen in der Martinstraße. Die Tür war innerhalb des Kellers verbaut, also hatte keinen direkten "Kontakt" zur Außenwelt. Gasdicht scheint sie nämlich nicht zu sein, dafür ist der Schließmechanismus wahrscheinlich nicht geeignet, ebenso gibt es keine umlaufende Dichtung. Da die Bilder schon älter sind ( ca. 10 Jahre ), lässt die Qualität leider stark zu wünschen übrig. Vielleicht kann jemand hier im Forum trotzdem etwas damit anfangen?
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Tief im Westen - ists doch am besten ;-)

BVK
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Beitrag von BVK » 08.05.2018 13:25

Das Typenschild - Bild 3 - zeugt von LS-Tür
...RL-3-1??

muss ich nachschauen, sofern nicht Bazooka schneller ist...

Gruß
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bazooka
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Luftschutztür

Beitrag von bazooka » 08.05.2018 22:48

Hallo!

Ja, das ist sicher eine Luftschutzür. Und zwar eine, die gemäß des schlecht leserlichen Typenschildes für den Reichsinnungsverband des Schlosserhandwerks in Berlin typgenehmigt war. Über den Hersteller aus Köln-Kalk hab ich keine Informationen, aber es dürfte sich um eine Schlosserwerkstatt der Innung gehandelt haben.
Die Schutzraumtüren wurden alle im Jahr 1939 genehmigt und es gab mindestens 10 verschiedene Ausführungen. Da man die laufende Nummer auf dem Typenschild nicht erkennen kann, es es schwierig zu sagen, welche es nun genau war - gassicher waren sie aber alle (wahrscheinlich ist die Rundschlauchdichtung im Laufe der Jahre zerbröselt). Die Klinke dürfte nicht original sein. Die Tür wurde wie die meisten LS-Türen mit zwei Verschlussknebeln an die Zarge angedrückt (die entsprechenden vorstehenden Stellen sieht man auf dem Foto).

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EPmuc
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Beitrag von EPmuc » 09.05.2018 05:49

Ich lese da:
Stahlbau Alb. Liesegang. Die Firma gab es bis 1979.
Gruß, Eugen
Heute ist das Morgen vor dem Du dich gestern gefürchtet hast.

Zwackelmann
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Luftschutzkeller Aachen Martinstraße

Beitrag von Zwackelmann » 09.06.2018 22:55

Hallo zusammen,

Wie ich im Mannesmann-SK-Fenster-Thema erwähnte, hat der LSR Martinstraße ein solches Notausstiegsfenster. Passt ja gut zur LS-Tür im Keller.

Gruß, Thomas
Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!

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Re: Luftschutztür

Beitrag von ralf w aus k am r » 12.07.2018 20:42

bazooka hat geschrieben:
...Über den Hersteller aus Köln-Kalk hab ich keine Informationen, aber es dürfte sich um eine Schlosserwerkstatt der Innung gehandelt haben.
.
Naja - Schlosserwerkstatt ist stark untertrieben

Albert Liesegang war eine große Nummer im Stahlhoch-, Brücken-, Maschinen- und Kranbau. Ferner gab es eine eigene Abteilung für Stahlfenster / Türenbau.
Also Alles in Allem ein recht großes Spektrum - wohl bis auf Notausstiegsgitter:
In den bis heute zum großen Teil erhaltenen Werkshallen wurden Mannesmann Notaustiege verbaut, z.B. K-Kalk Vietorstr.

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