Flugzeugbau im Hamburger Hafen

Hamburger Flugzeugbau Blohm & VossDie Blohm & Voss Werft in Hamburg Steinwerder: Wo bis 1933 tonnenschwere Stahlbauteile zu Schiffen zusammengefügt wurden, sollten künftig aus Holz, Stahlrohren und Aluminiumblechen mit Materialstärken von wenigen Millimetern auch Flugzeuge entstehen.

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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Munas der Wehrmacht - Buchstabencodes gesucht

 
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HarmWulf
 


Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 42
Wohnort oder Region: Bothel

Beitrag Verfasst am: 25.01.2016 13:20
Titel: Munas der Wehrmacht - Buchstabencodes gesucht
Untertitel: nicht WaA-Herstellercodes!!!
Antworten mit Zitat

Moin,


mal wieder bedürfen kleine Details einer zeitaufwändigen und bislang recht ergebnislosen Recherche:

Die in den Munas hergestellten bzw. konfektionierten Produkte wurden in bekannter Art und Weise mit Ort, Datum und Kürzel des für die Fertigstellung Verantwortlichen (Feuerwerkers)versehen. Diese Angaben wurden z.B. auf Geschosse oder Kartuschbeutel aufschabloniert.
Existieren Angaben oder Quellen bezüglich der Codierung des jeweiligen Standortes der entsprechenden Muna? Diese wohl meist zweistelligen Buchstabencodes (Anfangs- und Endbuchstabe) des Standortes sind nicht mit den Herstellercodes z.B. des Heereswaffenamtes zu verwechseln und in den entsprechenden Verzeichnissen auch nicht gelistet.
In einigen, meist munitionsbezogenen, Druck-/Dienstvorschriften existieren Zeichnungen, die die Zusammensetzung und Anbringung dieser Beschriftung aufschlüsseln. Allerdings habe ich bislang keinerlei Aussagen bezüglich der Abkürzung des Standortes gefunden. Ich vermute mal, dass damals auf Darstellungsbeispiele real existierender Erzeugnisse zurückgegriffen wurde, so z.B. "Jg" für (vermutlich) HMa Jüterbog/Altes Lager (meist Granaten verschiedener Kaliber) oder "Mr" für HMa Munster (Lager oder-Ost)im Falle von K-Granaten. Beide Vermutungen würden zum jeweiligen Arbeitsspektrum der Munas passen, wobei in Munster K-Munition sicher weder in der HMa noch der zugehörigen Füllanlage (TNT)sondern wohl in der Nebelfüllstelle in Raubkammer befüllt wurde.
Im Netz sind mir kürzlich diverse Fotos der Stielgranate 41 untergekommen, die allesamt mit "Ce", vermutlich Hma Celle-Scheuen, beschriftet waren.
Wie wurden nach diesem System Doppelbelegungen der Ortskürzel vermieden?

Gruß,

Olli[/b]
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HarmWulf
 


Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 42
Wohnort oder Region: Bothel

Beitrag Verfasst am: 04.08.2016 19:47 Antworten mit Zitat

Moin,

ich erkläre die Eingangsfrage, mangels Beweisen durch Indizien belegt, für meine Zwecke als beantwortet. Da innerhalb der Wehrmacht so ziemlich alle Vorgänge in irgend einer Form, z.B. durch Vorschriften, geregelt wurden, scheinen auch die Kürzel der Munitionsanstalten einer solchen Regelung zu unterliegen. Im Normalfalle wurden Anfangs- und Endbuchstabe der jeweils behördlich gültigen Ortsbezeichnug der Munas verwendet. Im Falle einer "Doppelbelegung" wurde ein dritter Buchstabe eingefügt, um die Herkunft der Produkte eindeutig bestimmen zu können. Historische Quellen für diese Annahme liegen mir allerdings nicht vor.
Abweichend von dieser Kennzeichnung finden sich auf Munitionskomponenten aber auch Herstellerkürzel anderer Kodierungen. So z.B. gemäss den jeweils geltenden Listen der zuliefernden Hersteller (Granathüllen, Kartuschhülsen, etc.). Die Kürzel für chemische Produkte wie beispielsweise Sprengstoffe,Treibladungspulver oder Leuchtsätze wiederum folgen einer anderen, mir ebenfalls nicht bekannten, Regelung. Hier scheinen Buchstaben des Herstellungsortes unter Ausschluss von Vokalen und in Kleinbuchstaben werwendet worden zu sein (z.B. "rdf" für "Reinsdorf", "dbg" für "Düneberg" oder "dvdn" für "Dörverden"). Hinzu kommen dann noch teilweise die Abnahmestempel der häufig vor Ort ansässigen Abnahmestellen der Wehrmacht auf einzelnen Komponenten, selbst auf Packgefässen. Im Zusammenspiel offenbaren diese Angaben oftmals das Zusammenspiel der einzelnen privaten wie staatlichen Rüstungsbetriebe dieser Zeit - mein vorrangiges Interessengebiet.

Gruß,

Olli
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HarmWulf
 


Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 42
Wohnort oder Region: Bothel

Beitrag Verfasst am: 12.06.2017 22:17 Antworten mit Zitat

Moin,

bezüglich der Eingangsfragestellung können nun die Indizien in ihre Heimat zurückkehren - Anlage 3 der H.Dv. 454/9 vom 01.02.1943 gibt hier eindeutige Auskunft. Nun ja, nicht alles Wissen ist angeboren. Interessant ist nun für mich noch das Analogon der entsprechenden Luftwaffen Dv. (evtl. in L.Dv. 450 enthalten).


Gruß,

Olli
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HarmWulf
 


Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 42
Wohnort oder Region: Bothel

Beitrag Verfasst am: 15.06.2017 10:34 Antworten mit Zitat

Moin,

ein Verzeichnis der L.HMa. und L.Ma. ist in der Anlage 29 der L.Dv 450/2 enthalten (Stand Juni 1941).

Auf den ersten Blick aufgefallen ist mir hier, dass der Standort Oerrel als L.Ma. geführt wird und das Kürzel "Dn" (vermutlich für den Ort Dethlingen) trägt. Hat die Muna evtl. erst nach 1941 mit Aufnahme der Kampfstofffüllung und Einlagerung entsprechender Munition den Status einer Lufthauptmunitionsanstalt erhalten?

Gruß,

Olli
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Muna-Mann
 


Anmeldungsdatum: 15.08.2017
Beiträge: 19
Wohnort oder Region: Baden-Württemberg

Beitrag Verfasst am: 01.09.2017 04:20 Antworten mit Zitat

Hallo Olli,

zu einer Deiner Fragen möchte ich wie folgt antworten:

auf den einzelnen Komponenten der laborierten Munition waren die Fertigungskennzeichen durch die jeweiligen Zulieferer angebracht
Wenn die Munition durch die jeweilige Muna laboriert ("bearbeitet / zusammengesetzt") und verpackt wurde, klebte man einen kleinen Packzettel auf die Verpackung ( Munitionskiste oder -Korb), auf der auch die Fertigungswoche sowie das Kürzel der laborierenden Muna vermerkt wurde.
Letzteres aber bei den Heeres-Munas nur von den großen Munitionsanstalten, die kleineren Heeres-Neben-Munitionsanstalten versahen diese in der Regel nicht mit ihrem Kürzel.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
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