Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle (GSVBw)

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
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HW
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Beitrag von HW » 19.03.2015 12:07

Hallo,

ich hatte auch an Amateurfunk oder Bundesnetzagentur gedacht. Bundesnetzagentur konnte ich dann auf Grund einer Nachfrage ausschließen. Dann war noch die Polizeidirektion Bad Kreuznach im Gedankengang (Anmerkung dazu: Die Polizeidirektion nennt sich zwar Bad Kreuznach, ist aber in der eigenständigen Gemeinde Rüdesheim an der Nahe, wo auch die GSVBw 42 ist und für den Bereich Bingen, Bad Kreuznach und Kirn zuständig). Aber dann hätten die ja mehr Antennen als so manches Polizeipräsidium.

Ich habe aber von anderer Seite noch einen Hinweis bekommen. Und dieser Hinweis deckt sich mit der Aussage von "Firefighter112".

Hier ist ein Link dazu mit weiteren schönen Fotos von der Oberfläche aus der GSVBw 42 (nach unten scrollen), leider sind von den Antennen nur die Masten drauf. Der Inhaber soll auch der Eigentümer der Antennen sein.

http://www.rgebhard.de/seite871.htm

Gruß
HW

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Beitrag von HW » 19.03.2015 14:13

Habe soeben noch einen Telefonanruf aus dem Bereich Bad Kreuznach/Rüdesheim (Nahe) bekommen. Der Inhaber der genannten HP (Link) ist nicht der Eigentümer. Er hat nur die Fotos gemacht. Aber seine Seite ist sehr interessant. Habe ein bisschen geblättert (zahlreiche Untermenüs). Viele interessante Fotos von "Gustav" und "Erwin", auch von US-Anlagen. Dabei wird auch der Ruppelstein als Funkempfangsanlage und der Sandkopf als Funksendeanlage "bebildert" erwähnt (so habe auch ich es immer behauptet, andere waren aber der umgekehrten Meinung. Meine Begründung: In der Anlage auf dem Ruppelstein ist auch der Richtfunkturm vom AutoFüFmNLw und wenn jetzt auf der angeblichen HF-Funksendeanlage Ruppelstein gesendet wurde, so bin ich der Meinung, wäre der Richtfunk zusammengebrochen. Deswegen bin ich der Meinung, die HF-Sendeanlage ist der Sandkopf und Ruppelstein die HF-Empfangsanlage. Das gleiche gilt auch für Lauda, auch hier bin ich bei den HF-Funksende und -Empfangsanlagen anderer Meinung als in einer bestimmten Veröffentlichung).

Aus dem zivilen Bereich haben mich die Eisenbahnfotos interessiert.

In dem Telefongespräch wurde mir gesagt, dass die Antennen so um 2002 aufgebaut wurden. Angeblich waren vorher keine Antennen und auch Masten auf dem Gelände dieser Anlage.
Allerdings meine ich, die Gittermasten sind mit denen aus Jengen identisch.

Und da unser "Feuerwehrmann" die "richtige Nase hatte, bekommt er auch ein schönes Bild:

http://www.rgebhard.de/seite1.htm

Gruß
HW

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Firefighter112
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Beitrag von Firefighter112 » 19.03.2015 18:52

Hallo,

klar stimmen meine Informationen :mrgreen:
Mir ist der Inhaber der GSVBw namentlich bekannt.

Vorher gab es keine Masten oder Antennen auf dem Gelände.
Die Antennenanlagen wurden erst durch den Funkamateur errichtet - der auch Besitzer der Liegenschaft ist.
Laut meinen Informationen stammt zumindest der linke Mast von der DB AG.

Zur Weihnachtszeit ist der rechte Mast mit den Drahtantennen in einem Dreieck mit Lichtschlauch beleuchtet und wurde dadurch in den Jahren zu einem in der Region bekannten "Wahrzeichen".
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
http://www.ig-area-one.de

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Beitrag von Cremer » 21.03.2015 14:44

Es gab da damals zur aktiven Zeit der GSVBw keine Antennenträger. Die wurden durch den Nachnutzer errichtet.
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Beitrag von SES » 14.06.2016 17:39

redsea hat geschrieben:Hallo zusammen,

zur Verdeutlichung des von Thorsten beschriebenen Notausstiegschachtes hänge ich ein Foto des Abschlusses des halbrunden Notausstiegschachtes der GSVBw 36 Rheda-Wiedenbrück an.

Viele Grüße

Kai
Hi Kai,
The bunker looks very much WW II, was GSVBw 36 Rheda-Wiedenbrück the former location of LV 14?
bregds
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Beitrag von redsea » 14.06.2016 20:21

Hi SES,

I don't think so, because this semi-circle escape hatch was tipical for a lot of GSVBw-shelter. The shelter of the GSVBw 36 in Rheda-Wiedenbrück was built in 1963.

Do you have further informations of the LV 14?

Best regards,

Kai

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Beitrag von SES » 14.06.2016 21:15

Hi,
LV 14 was a major communication node in the RLV. It carried both the east-west and the north-south axis of Luftwaffe telephone cables in western Germany. According to one source it was located at Gütersloher Strasse, which is just north of the location of GSVBw 36 and I'll bet you a mug of very good beer, that the same telephone cables to some extend were run through GSVBw 36. According to Hoffmann it was housed in a bunker.
mfg
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Beitrag von Cremer » 14.06.2016 23:06

Wiedenbrück War eine wichtige Knotenvermittlungsstelle in den 3 parallel verlaufenden Fernkabel von Dortmund nach Hannover und den Ost-Westkabel vor dem WK II. Da hat sich 25 Jahre später auch nichts geändert.
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Beitrag von der kleine Bazi » 20.07.2018 21:51

War ja in Lauda, bei der 8./12 vor der Digitalisierung, das CRC bestand Aus dem Bunker, Funk sende und Funkempfang, sowie der Radarstellung in Löffelstelzen. Wir waren im Keller der Funkempfang untergebraucht und betrieben eine 120 Kanal Schaltstelle. Die Dislozierung des FM Regiment 32 war mir im Prinzip immer ein Rätzel, aber wer weis was sich die Klugen Köpfe dabei dachten. Freising war ähnlich aufgestellt, nur hatten wir eine eigene Station.

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