BAMSt (Beobachtungs- und ABC- Meßstelle)

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
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Simon
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Beitrag von Simon » 12.04.2013 15:42

Hallo zusammen,

ich bin neu hier, und eben dieser Fred hat mich ins Forum ggeführt...
Zwischen meinem Krusch habe ich ich Unterlagen zu eben jener BAMSt gefunden. Schön dass man hier sogar Bilder findet. Allerdings muss ich ehrlich zugeben, wenn dat Dingen 2003 noch Stand, hätte ich wenn ich reingekrabbelt wäre die Ausrüstung, die du fotografiert hast mitlaufen lassen. :holy:

Was ich in der Tat beachtlich finde ist, dass der Bunker 2003 überhaupt noch existierte. Denn bereits 11 Jahre zuvor war die Kreisverwaltung bestrebt, eben jenen nun nutzlosen Bunker auszugraben und verschrotten zu lassen. Scheinbar hatte man die aus Kostengründen aufgegeben. Denn: wenn er zubetoniert wurde, liegt er ja heute noch unter der Erde.

Anbei noch die Zeichnung des Bunkers von 1967.

Viele Grüße
Simon
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Galantse1981
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Beitrag von Galantse1981 » 12.04.2013 19:22

Simon hat geschrieben:Allerdings muss ich ehrlich zugeben, wenn dat Dingen 2003 noch Stand, hätte ich wenn ich reingekrabbelt wäre die Ausrüstung, die du fotografiert hast mitlaufen lassen.
Ich glaube sowas nennt man im allgemeinen Diebstahl!
Gruß
Christian

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 13.04.2013 00:21

... und wir sind über so etwas hier nicht besonders erfreut - bitte mal die Forenregeln lesen und zukünftig danach richten. Danke.

Mike

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Simon
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Beitrag von Simon » 13.04.2013 20:02

Nachvollziehbarer Weise...
Direkt ein schlechter Einstand. :oops: Selbstverständlich hätte ich da nichts geklaut. Aber meist geht dem Abriss oder der Verschließung solcher Bunker eine umfangreiche Entkernung voraus. Wenn man den entsprechenden Draht zu den zuständigen Stellen besitzt, ist es durchaus möglich, dass diese erlauben, dass man Teile von dem, was im Müllcontainer landen würde mitnimmt. Vorausgesetzt es sind keine zu extravaganten Teile.
derlub hat geschrieben:Um mal wieder den Bogen zum Kernthema zurückzufinden.
In einer älteren Veröffentlichung des damaligen Bundesamt für Zivilschutz steht, dass der Kreis Mainz-Bingen über nur 1 BAMSt verfügte. Andere Kreise hatten je nach Topographie und Größe des Verwaltungsgebietes auch mal mehr. Das könnte sie dann jedenfalls gewesen sein.
@derlub: Hast du diese zufällig vorliegen, und kannst prüfen, von wann sie ist?
Nach den Unterlagen von Nov. 1984, die mir vorliegen, waren es 4 Stück. Neben oben genannter, noch eine im Bereich Bingen, und je eine in den Verbandsgemeinden Rhein-Nahe und Nierstein-Oppenheim.
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derlub
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Beitrag von derlub » 15.04.2013 08:37

Hallo.

Vielen Dank für die Einstellung der Bauzeichnung. Damit ist die BAMSt in Gau-Algesheim bauleich mit vielen anderen verbunkerten BAMSten die seinerzeit errichtet wurden. Neben der Tonnenbauweise von Becorit gab es auch noch unterirdische Kugelschutzbauten und eckige Betonschutzbauten.

Ich habe die Information, dass es im Landkreis Bingen-Mainz nur eine BAMSt gab aus einer Veröffentlichung des BZS aus dem Jahre 1989. Das Ganze Thema ist jedoch sehr komplex, wie ich festgestellt habe.

Auf der einen Seite kann die abweichende Zahl durch eine Mitzählung der unbenannten vollautomatischen WD-Meßstellen zustande kommen.

Die abweichende Zahl kann aber auch auf einer älteren Planung und größeren Umstrukturierungen beruhen.
Ursprünglich begann der Aufbau von Meßstellen nämlich zweigleisig. Einmal durch den Bund, der über den damals noch existierenden Luftschutzhilfsdienst sogen. überörtliche ABC-Meßstellen flächendecken errichten ließ und durch die Landkreise- und kreisfreien Städte, die für die Einrichtung sogen. örtlicher Luftschutz-Beobachtungs- und -Meßstellen verantwortlich waren. Da dieser zweigleisige Aufbau nicht kosteneffizient war, führte man etwa ab Ende der 1960er über mehrere Jahre hinweg die Stukturen des LSHD mit denen des Katastrophenschutzes auf der Stadt- und Kreisebene zusammen. Die verschiedenen Maßstellen flossen in einen gemeinsamen Verbund zusammen und wurden von nun an unter der Bezeichnung Beobachtungs- und ABC-Meßstellen (BAMSt) geführt. Mit diesem Zusammenschluß wurden jedoch hier und da auch einige Meßstellen stillgelegt. Anderswo kamen neue hinzu.

Viele Grüße,
Christoph

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klaushh
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Beitrag von klaushh » 17.08.2013 14:54

Moin, moin!

€gung
in dem vorzüglichen Buch
Bunker aus dem Kalten Krieg
von Christoph Lubbe, Motorbuch Verlag, ISBN 9783613035492
sind 38 (falls ich mich nicht verzählt habe) Warndienstleitmeßstellen mit ihren Standorten und einigen weiteren Daten aufgeführt.

Mit den von Dir erwähnten "...Meßstellen des Katastrophenschutzes in den Landkreisen..." meinst Du vermutlich die Beobachtungs- und Auswertungsmeßstellen (BAMSt), deren Standorte im gleichen Buch aufgeführt sind.
Es war allerdings nicht so, dass "...Jeder Kreis hätte dann über eine bemannte Beobachtungsstelle verfügt...". Außerdem waren längst nicht alle in einem Schutzbauwerk untergebracht.

Gruß
klaushh


[edit: vom Thema UKW-Rundspruchsende- und Richtfunkverbindungsstellen abgetrennt • redsea]
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

gung
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Beitrag von gung » 17.08.2013 20:54

Hallo KlausH!

Lesen bildet, soviel ist sicher :-)

Inzwischen hab ich in der Lektüre:

KatS-DV 112

Eine schöne Grafik zur Meldeorganisation gefunden, da wird mir einiges klarer...

In absteigender Hierarchie:

Warnamt - "Kopfstelle"
WDLMSt - Warndienst-Leitmeßstelle,
WDMSt - Warndienstmeßstelle
und die
BAMSt - Beobachtungs- und ABC-Meßstelle

....Die letzten beiden WDMSt und BAMSt standen demnach auf einer Linie, allerdings ist die
BAMSt noch gleichzeitig der:

AMASt - ABC-Melde- und Auswertungsstelle

unterstellt, welche ja dann vom Landkreis / bzw. den kreisfreien Städten betrieben wurde...aber dann wohl nur indirekt mit dem Warnamt zu tun hatte..

Gruß Gung

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