Munitionsfabrik Elsensee

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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erlenmeier
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Munitionsfabrik Elsensee

Beitrag von erlenmeier » 30.12.2010 11:20

An der Bahnlinie der AKN, gegenüber dem Haltepunkt Elsensee, soll es eine Munitionsfabrik gegeben haben. So erzählte man in den 60er-Jahren in der Gegend. Ich kann mich noch an ein zweistöckiges mit Rotziegel-Steildach gedecktes Rotstein-Gebäude ca. 20 x 20m erinnern, das im Abstand von ca 50m zur Bahnlinie stand.
Direkt an der Bahnlinie gab es einen Erdbunker, Treppen-Niedergang direkt neben den Bahngleisen.
Ich weiss nicht, ob diese Bauwerke noch existieren.
Kann jemand darüber aktuelle Auskünfte geben und ggf. Bilder einstellen?

Gruß von erlenmeier
Nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch Gegenwart und Zukunft bewältigen.

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klaushh
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Beitrag von klaushh » 30.12.2010 11:34

Moin, moin!

@erlenmeier

Hat dein Beitrag vielleicht etwas mit diesem zu tun?

viewtopic.php?t=9485&highlight=elsensee

(zufinden über die Forum-Suche mit dem Suchbegriff "Elsensee")

Gruß
klaushh
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erlenmeier
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Beitrag von erlenmeier » 30.12.2010 20:20

Moin Klaushh!
Habe das Gebäude zuletzt vor 45 Jahren gesehen, als es noch im kompletten Zustand war. Von dem Bunker ist auf den Bilder jedenfalls nichts zu sehen.
Vielleicht meldet sich ja noch einer "vor Ort".
Ansonsten werde ich mir das ganze mal im nächsten Sommer selbst ansehen.
Gruß von erlenmeier
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Eisenbahnfreund
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Beitrag von Eisenbahnfreund » 30.12.2010 22:44

Moin,
Du wirst da nicht mehr viel finden. Die AKN baut den Abschnitt zwischen Hasloh und Quickborn Süd zweigleisig aus. Dementsprechend wurde da auch "aufgeräumt".
MfG
der Eisenbahnfreund

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erlenmeier
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Margarine-Fabrik Elsensee

Beitrag von erlenmeier » 31.12.2010 12:23

Moin zusammen!
Habe nun auch auf der homepage der Stadt Quickborn nachgesehen und zitiere nun folgender Textausschnitt daraus.
Am 10. Februar 1917, mitten im Ersten Weltkrieg, ereignete sich ein großes Explosionsunglück in den 1910/11 eingerichteten Sprengstoffabriken Thorn und Glückauf in der Quickborner Heide. 115 dort beschäftigte Frauen und Mädchen verloren dabei das Leben. Die Detonationswelle richtete noch in Altona Schäden an. Ein Gedenkstein auf dem Quickborner Friedhof erinnert an die Opfer. Überreste der Fabrik sind noch heute sichtbar. Die Überreste der 1910/11 eröffneten und 1928 wieder eingegangenen Margarinefabrik Thörl befinden sich am Haltepunkt Elsensee.
Was bleibt sind folgende Daten.
1.) In Elsensee Margarinefabrik mit Schutzbunker an der Bahnhaltestelle, aber auf dem Fabrik-Gelände.
2.) In Quickborn-Heide Sprengstoffabrik ab 1910.

Bleiben 2 Fragen offen.
1.) Ist das gemeinsame Gründungsjahr für Margarine-Fabrik und Sprengstoffabrik ein purer Zufall? Bei mir denkt es schon wieder (Brackelmann).

2.) Kann jemand aus dem o.g. Raum Bilder von der Sprengstoff-Fabrik in´s Forum laden?

Gruß von erlenmeier
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klaushh
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Beitrag von klaushh » 31.12.2010 16:38

Moin, moin!

Die Gegend "Sprengstofffabriken (!) in Quickborn-Heide" und "Margarinefabrik Elsensee" sind weit voneinander entfernt und haben nichts miteinander zu tun.
Ob möglicherweise in Elsensee auch mal Sprengstoff produziert wurde, kann ich nicht sagen. Auch weiß ich nicht, ob es evtl. zwischen beiden Fabriken wirtschaftliche Verbindungen gegeben hat.

Von Quickborn-Heide kann ich Bilder liefern, muss sie aber erst heraussuchen, was ich erst im nächsten Jahr machen werde.

Gruß
klaushh
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Munitionsfabriken Quickborner Heide

Beitrag von bettika » 31.12.2010 17:57

Hallo Erlenmeier,
die Geschichte der Sprengstofffabriken und Munitionsfabriken im Süden Schleswig-Holsteins im Zeitraum 1.WK ,wozu auch die Quickborner Heide gehört, füllt Bände worauf ich hier verzichte. Als Einstig Sprengstofffabriken empfehle ich "Manfred Jakubowski-Tiessen, Klaus-J. Lorenzen-Schmidt (Hg.): Dünger und Dynamit. Beiträge zur Umweltgeschichte Schleswig-Holsteins und Dänemarks. Neumünster 1999, ISBN 3-529-02931-9"
Munitionzerlegung nach dem 1.WK:
Am 13. September 1919 schloss der Reichsfiskus mit einem Firmenkonsortium einen Vertrag
über den Verkauf und die Vernichtung der im gesamten unbesetzten deutschen Gebiet und gestapelten und zu entladenden Munition. Zu diesem Firmenkonsortium gehörten auch die Norddeutsche Sprengstoffwerke AG, Hamburg und die Sprengstoffwerke Glückauf AG, Hamburg
mit Werken in Quickborn
Geschichte der Hamburger Sprengstoffwerke Quickbornheide (in Stichworten):
1907 Antrag der Explosivstoffwerke Thorn in HH zur Errichtung einer Sprenstofffabrik in Quickbornheide
1917 : nordwestl. an die Leucht- u. Signalmunitionsanlage grenzt an Sprengstoff-Fabrik Glückauf
1918: Auftrag Leucht- und Signalmittel, Übernahme der Fabrikanlage der liquidierten Explosivstoffwerke durch Nordd. Sprengstoffwerke;
1919: Syndikatsvertrag zwecks Munitionsvernichtung
1916-1920 zahlreiche Explosionen
1919-1923: Munitionszerlegung im Reichsauftrag Umarbeitung der in anderen Werken der Sprengstoffwerke zerlegten Munition zu mehreren Millionen Kilo Bergwerkssprengstoff
Lage:zwischen Ulzburger Landstraße, Friedrichsgaber Straße, Feldweg und Hermann-Löns-Straße sowie Freigelände im Bereich der heutigen Autobahnauffahrt;
Standortverbindung:Nordd. Sprengstoffwerke; Füllstelle Germania Ellerau in ca. 50-60 m Entfernung;
Quellen:Quickborner Archiv, Schriften des Geschichts- und Museumsvereins Nr.10(1987)
Grüsse
Bettika

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Sprenstofffabrik Quickborner Heide

Beitrag von bettika » 03.01.2011 20:25

klaushh hat geschrieben: Von Quickborn-Heide kann ich Bilder liefern, muss sie aber erst heraussuchen, was ich erst im nächsten Jahr machen werde.

Gruß
klaushh
Hallo klaushh,
an den Bildern wäre ich auch interessiert, :thanx:
wenn das "heraussuchen" nicht zuviel Arbeit macht, aber das Jahr hat ja erst angefangen.
Ich bin mal gespannt ,was überhaupt noch übriggeblieben ist .
Grüsse
Bettika

EikeW

Beitrag von EikeW » 02.04.2012 16:04

die bilder würden mich auch wirklich interssieren.
wer also welche der spengstofffabrik hat immer her damit :o)

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Beitrag von bettika » 02.04.2012 17:09

Hallo EikeW,
es erhöht die Chancen , eine Antwort zu bekommen ,wenn Du dies
viewtopic.php?t=829
liest ;)
Was ist Dir bisher über die Munitionsfabriken bekannt? Quellen und Literatur findest Du
hier bereits. Schon mal mit google versucht?
http://www.quickborner-geschichtswerkst ... index.html
http://www.abendblatt.de/region/pinnebe ... briss.html

Grüsse
bettika
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