Moltkebunker/stollen Kiel

Luftschutzbunker, zivile Bunkeranlagen und Schutzbauwerke des 2. Weltkriegs
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Hatzihutza
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Beitrag von Hatzihutza » 21.01.2015 12:17

Wären die Privatgrundbesitzer denn befugt Zutritt zu gewähren, wenn man nett bitte bitte sagt? Sicher nicht, da der Stollen ja bestimmt einer anderen Instanz gehört/verwaltet wird? Hast Du eventuell Fotos vom Inneren?
Gruß von der Küste
Jan

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Godeke
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Beitrag von Godeke » 21.01.2015 16:00

Hallo :) ,

auch wenn der Zugang auf öffentlichem Grund liegen würde, sollte man eine Anlage weder aus rechtlichen noch aus Sicherheitsgründen "einfach so" betreten. Das ist in diesem Forum hier Konsens und es halten sich alle (hoffentlich!) daran.

Natürlich kann man die rechtliche Lage und die Sicherheitsfrage klären und dann u.U. eine Anlage auch betreten. Wir haben von THW mal eine Anlage geöffnet, da gabs dann aber erst mal Atemschutz und Multiwarngerät beim Betreten, danach Durchlüftung, Ausleuchtung etc.

Ich hoffe, die Fragen wurden hier nicht gestellt, um ein illegales Betreten vorzubereiten. Aus dieser Befürchtung heraus habe ich hier z.B. einige Objekte in meiner Umgebung noch nicht gepostet und andere Bekannte haben dies auch nicht getan.
...und jetzt noch mal schnell zu www.thw-lueneburg.de , der aktuellen Seite mit News aus der wunderbaren Welt des Helfens! DAS Kriseninterventionsteam für Kinder und Jugendliche: www.kit-kj-lueneburg.de

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Hatzihutza
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Beitrag von Hatzihutza » 21.01.2015 18:15

Hallo,
wenn ich ein illegales Betreten vorbereiten wollte, hätte ich nicht nach den Eigentumsverhältnissen gefragt. Auf die Erfordenis von Sauerstoff wurde auch ebenfalls hingewiesen und direkt in einem Wohngebiet in der Einfahrt vor einem Wohnhaus den Einstieg zu knacken wäre in meinen Augen recht unklug...
Gruß von der Küste
Jan

liftmanagement
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Beitrag von liftmanagement » 21.01.2015 20:26

Hatzihutza hat geschrieben:Hallo,
wenn ich ein illegales Betreten vorbereiten wollte, hätte ich nicht nach den Eigentumsverhältnissen gefragt. Auf die Erfordenis von Sauerstoff wurde auch ebenfalls hingewiesen und direkt in einem Wohngebiet in der Einfahrt vor einem Wohnhaus den Einstieg zu knacken wäre in meinen Augen recht unklug...
So sehe ich es auch. Es ist nicht förderlich, wenn ein "Schulmeister" mit erhobenen Zeigefinger herumläuft, nichts zur Sache beiträgt und sein Wissen für sich behält. Schade!

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Beitrag von redsea » 21.01.2015 21:21

Hallo,

bevor sich die Gemüter weiter erhitzen, sei hier nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir hier ebenso wenig Diskussionen oder Berichte über illegale Begehungen dulden, wie auch Hinweise und Tipps zu deren Vorbereitung. Es hat nichts mit Schulmeistertum und erhobenem Zeigefinger zu tun, wenn man von einem anderen Mitglied freundlich darauf hingewiesen und so vor eventuellen Fehltritten gewarnt wird. Letztendlich geschieht dies auch zum Schutze desjenigen, der sich durch derartiges Handeln ggf. strafbar macht oder gesundheitliche Risiken eingeht.

Im Übrigen sei noch darauf hingewiesen, dass es völlig unerheblich ist, ob sich ein Stollenzugang auf öffentlichem Grund und Boden oder auf einem Privatgrundstück befindet. Auch ein Grundstückseigentümer darf einen Stollen, dessen Zugang sich auf seinem Grundstück befindet, nicht ohne Genehmigung betreten. Die Erteilung einer Genehmigung obliegt in der Regel dem örtlich zuständigen Bergamt.

Grüße

Kai

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niemandsland
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Beitrag von niemandsland » 21.01.2015 21:33

liftmanagement hat geschrieben: - Ende der 50-er, Anfang der 60-er Jahre ist der Bunker gereinigt und baulich überarbeitet
worden.

- Bei der Reinigung kamen Reste von Ausrüstungen und Bekleidung der ums Leben gekommenen
Menschen(Zvilisten und Sodaten ans Tageslicht).
Moin,

der Stollen ist zwar eine Ecke weg. Aber mich interessiert jetzt einfach mal aus Interesse:
Weiß jemand wie bzw. wodurch die Menschen dort gestorben sind? Sprich was hat sich da ereignet.

Und inwieweit (sofern bekannt) wurde das Bauwerk überarbeitet?

Danke für Zeit und Mühe.

Gruß aus Hannover
Guido Janthor

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Hatzihutza
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Beitrag von Hatzihutza » 22.01.2015 03:59

Hallo,
da gehts Dir ja besser als mir, denn das Bergamt Niedersachsen ist für S-H zuständig, da wir kein eigenes haben.
Gruß von der Küste
Jan

Tiki
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Beitrag von Tiki » 06.03.2017 09:15

Moin,

der Stollen ist zwar eine Ecke weg. Aber mich interessiert jetzt einfach mal aus Interesse:
Weiß jemand wie bzw. wodurch die Menschen dort gestorben sind? Sprich was hat sich da ereignet.

Und inwieweit (sofern bekannt) wurde das Bauwerk überarbeitet?

Danke für Zeit und Mühe.

Gruß aus Hannover
Guido Janthor
Guten Morgen!

Nach einiger Recherche habe ich diesen Bericht gefunden :
Dienstag, 03.04.1945

(1) 752 B-17 und 569 P-51 griffen die U-Boot-Werft in Kiel an. 2 Bomber und 4 Jäger verloren. 693 B-17 griffen die deutsche U-Boot-Werft, 24 Bomber die Howaldt-UBbootwerft an. 98 P-51 überflogen den Kieler Bereich, 1 Maschine beschädigt.

(2) „Heute hatten wir bei schönem Wetter einen schweren Angriff zu bestehen. Zuerst kamen einige feindliche Flugzeuge und umkreisten die Stadt, dann folgten mehrere Wellen feindlicher Bomber und warfen unablässig Luftminen, Spreng -und Brandbomben. Vom Rathausturm aus wurden 42 Bombenteppiche gezählt. Nach der Entwarnung bot sich uns ein furchtbares Bild. Die Schäden aufzuzählen ist unmöglich. Besonders die Werften und der Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf wurden schwer getroffen. Auf den Deutschen Werken wurden 70, auf der Germaniawerft 50 Sprengbomben gezählt. Mehrere Kriegsschiffe und sonstige Fahrzeuge wurden schwer getroffen, u.a. erhielt der schwere Kreuzer „Admiral Hipper“ 2, und die „Emden“ 1 Treffer. Gas, Wasser und Licht gibt es nicht. Eine Sprengbombe verschüttete den Eingang des „Moltke-Stollens“. In dem Stollen waren mehrere Öfen geheizt. Durch den Luftdruck und den verschütteten Eingang fanden ca. 230 Menschen den Tod durch Kohlenoxydgase. 20 Personen kamen im „Lessing-Bunker“ ums Leben, der einen Volltreffer erhielt“.
Er stammt von der Seite http://spurensuchesh.de/luftkrieg/#Dienstag_03.04.1945

Gruß, Tiki

radar
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Stollen Kiel

Beitrag von radar » 07.03.2017 15:47

Hier einige Angaben zum Bunker. Entnommen aus:"Bunker und Stollen in Kiel" von Ingo Kroll.

Type: Z (Zivilschutz)
Welle III (Römische Ziffern (I-III) Bauten im Rahmen des "Führer- Sofortprogramm"
Baubeginn: 1943/44
Baupreis: 393443.-RM
Architekt/Firma: F.W.&H. Förster
Stockwerk 1
Schutzplätze: 2000
Grundmaße:575x2,04x2,5
Grundfläche 357qm
Anmerkung: Volltreffer auf Westeingang. Entfestigt.


Gruß

Radar

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