Frage: Prestock Points - mit und ohne J

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
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darkmind76
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Frage: Prestock Points - mit und ohne J

Beitrag von darkmind76 » 31.08.2007 19:57

So, mal eine Frage in die Runde...ich hab zwar schon oft gesucht, aber irgendwie nie was gefunden...

...es gab ja eine Menge sogenannter Pre-Stock Points (PSP) der Amerikaner, die man ja auch in einem schönen Schaubild bei USAREUR findet. U.a. war ja eines in meiner Nähe bei Vielbrunn, aber auch in den letzten Tagen hab ich ja das in Bernbach zu Gesicht bekommen.

Diese PSPs waren ja an sich nichts Besonderes, ganz normale Munitionsdepot, wie sie auch andere Streitkräfte sie haben. Soweit ich das bisher gelesen habe.

Was mir aber auffällt, daß es PSPs mit und ohne J gibt. Hat das J eine BEdeutung und wenn ja, welche?! Ist das ein Kennzeichen auf eine bestimmte Munition die dort und bei anderen nicht gelagert wurde?!

Hoffe mal, daß mir der/die eine oder andere vielleicht weiterhelfen kann...

http://www.usarmygermany.com/Units/Ordn ... 01980s.htm

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redsea
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Re: Frage: Prestock Points - mit und ohne J

Beitrag von redsea » 31.08.2007 21:53

darkmind76 hat geschrieben:(...) Diese PSPs waren ja an sich nichts Besonderes, ganz normale Munitionsdepot, wie sie auch andere Streitkräfte sie haben. Soweit ich das bisher gelesen habe.(...)



Hallo darkmind76,

was sind denn ganz normale Munitionsdepots, wie sie auch andere Streitkräfte haben?

Da einige dieser Anlagen noch aktiv sind, hier nur ein paar knappe grundsätzliche Infos. Zunächst mal gibt es keine "ganz normalen Munitionsdepots" und wie jede Streitkraft wie z.B. die Bundeswehr zwischen Korps-Depot, MunDepot, MunNdlg etc. unterscheidet, so tun es auch die Amerikaner. So gibt es auch bei den Amerikanern zwischen ASAs, ASPs, RASP, PSPs, FStSs etc. bedeutende Unterschiede, sowohl in der Anlage der Liegenschaften wie auch in deren Aufgabe.

Prestock Points sind, wie es der Name schon sagt keine gewöhnlichen Munitionsdepots, wobei die Frage ja noch offen ist, was ein gewöhnliches Munitionsdepot ist, sondern dienen der Bevorratung an Munition wie eine Art Munitionsumschlagplatz oder Zwischenlager. Das bedeutet, dass die Truppe keinen direkten Zugriff auf die dort lagernde Munition hat, sondern diese anderen Depots oder Truppenteilen zugeführt wird. Also nicht zu vergleichen mit den ASAs oder ASPs. Ein gutes Beispiel hierfür ist die PSP 2J in Langen an der Rhein-Main Airbase. Dort wurde Munition (zwischen-)gelagert, um damit z.B. die Verbände in der Golfregion mit Munition zu versorgen.

Für was genau das J steht weiß ich leider nicht, ich weiß nur, dass in den PSP J's auch Arbeiten an der Munition ausgeführt wurden, dass es also keine reinen Lagerstätten waren.

Ich hoffe ich habe damit ein wenig Licht ins "dark" gebracht ;)

Grüße redsea

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darkmind76
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Beitrag von darkmind76 » 01.09.2007 03:43

Naja, mit "normal" wollte ich irgendwie sagen, daß die nicht wirklich spektakulär waren die PSPs, jedenfalls die, die ich bisher zu Gesicht bekommen hab, also keine Sonderwaffen oder so, "normale" Munition
eben. Ja, was ist normal und was nicht?!

Und meiner kindlichen Naivität würde ich doch auch sagen, daß es ja alles eingezäunte Gelände mit Munitionslagerhäusern waren/sind, manchmal mit 20, manchmal mit wesentlich mehr, manchmal mit Doppelzaun, manchmal ohne, einmal extra gesichert usw. - aber im Grunde ziemlich gleich - jaja, steinigt mich, aber für mich sieht das im Moment (noch) so aus....

...aber zurück zum J - es könnte also womöglich für Anlagen stehen, die also Arbeiten an der Munition durchführen konnten. Wäre denkbar...

Biedermann (†)

Beitrag von Biedermann (†) » 03.09.2007 15:33

darkmind76 hat geschrieben:...aber zurück zum J - es könnte also womöglich für Anlagen stehen, die also Arbeiten an der Munition durchführen konnten. Wäre denkbar...


Vielleicht steht es ja (wie so oft) für "Joint", d. h. eine von Army und Air Force gemeinsam genutzte Facility.

Grüße
Ingo

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Beitrag von darkmind76 » 17.11.2007 15:37

Ich habe die Frage nach dem J vor einiger Zeit mal Walter Elkins von usarmygermany.com weitergereicht.
Leider noch keine Antwort, aber wollte man den einen oder anderen kontaktieren, der das wissen könnte.

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Beitrag von katschützer » 17.11.2007 16:01

Meyn bei FL war z.B. einMunDp Typ "J", hatte einen konventionellen Bereich und einen für Sonderwaffen.

MfG
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Beitrag von redsea » 17.11.2007 19:49

Hallo Katschützer,

wenn Du uns jetzt noch verrätst wofür das "J" steht, dann wäre es ja endlich geklärt. ;)

Was Meyn betrifft, so bin ich mir allerdings ziemlich sicher, dass es keine PSP war. Wenn doch wüßte ich die Nr. sehr gerne. Auch war Meyn meines Wissens nach nicht in konventionellen und in Sonderwaffenlagerbereich unterteilt, sondern ein reines SAS. Würde mich auch wundern, wozu die US Army dort oben konventionelle Waffen gelagert haben sollte.

Gruß redsea

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Beitrag von katschützer » 18.11.2007 15:59

"J" steht für "Janz dicke Mumpeln" :mrgreen: Nee, keine Ahnung....

Könnte es "Joint" heißen für "gemainsames Lager"? Die 515er Jäger (und noch andere Einheiten) haben in Meyn ihre Mun gelagert und bewacht.
Die SWaff wurden verwaltet und bewacht von der 99. FArtDet in FL . Die BW hatte hier keinen Zutritt. Die SMun war für das RakArtBtl 650 ebenfalls FL vorgesehen.
SH und die 6.PzGrenDiv waren halt ein Sonderfall, bedingt allein schon durch die Unterstellung.


MfG
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Beitrag von eclipse » 18.11.2007 20:14

Hallo,

ich vermute, hier werden zwei Dinge durcheinandergeworfen.

Bw-Standortmunitionsniederlagen waren typisiert (wundert das wen?). Der Typ einer MunNdl hatte was mit der Art- und Anzahl der Munitionslagerhäuser und deren Anordnung zu tun. Der Typ einer Munitionsniederlage wurde mit einem Buchstaben bezeichnet.

So waren Typ C und D die "ganz normalen" Standortmunitionsniederlagen. Die Typen A und B waren m.w. für die Lagerung innerhalb der Kaserne (die allseits bekannten Munitionsbehälter aus Waschbeton).

Und in dieser Typisierung gab es auch die Typen J und K für Sonderwaffenlager.

Ich bezweifle jedoch sehr stark, dass unsere amerikanischen Freunde die deutsche Typisierung angewandt haben. Auch kann ich mit Sicherheit sagen, dass der PSP27J definitiv keinerlei Ähnlichkeit mit einer Munitionsniederlage Typ J hatte.

Steffen

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Beitrag von redsea » 18.11.2007 20:47

@katschützer

Ich denke mal Du bringst hier das BwDepot mit dem SAS-Depot in einen Zusammenhang, den es so nie gab. Obwohl Du ja selbst schreibst, dass "Fremde" (also auch Bw-Angehörige) keinen Zugang zum SAS-Depot hatten. Diese Anlagen hatten wie gesagt nichts miteinander zu tun, außer, dass sie in räumlicher Nähe zueinander lagen. Das SAS-Depot war ein reines SAS-Depot, also kein Mischdepot mit separat abgetrenntem SAS-Bereich oder so.

Meiner Ansicht nach war es auch kein PSP, habe es auch in keiner meiner PSP-Listen und als PSP würde es dort räumlich auch keinen Sinn machen. Weshalb die SAS-Depots deutschlandweit unter us-amerikianischer Obhut standen, ist ja bekannt.

Auch wird das "J" der PSPs nicht für Mischdepots mit SAS-Bereich stehen, denn hierzu gibt es "Anti-"Beispiele für "J"-Depots, die nicht über einen SAS-Bereich verfügen, wie z.B. die PSP5J in Vielbrunn.

Somit wäre die Bedeutung des "J" in Bezug auf die PSPs leider doch noch nicht geklärt.

Gruß redsea

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