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Flakabteilung 801 : Suche Stab?

 
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niemandsland
 


Anmeldungsdatum: 18.01.2004
Beiträge: 811
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Beitrag Verfasst am: 26.09.2016 12:06
Titel: Flakabteilung 801 : Suche Stab?
Untertitel: Einsatzraum H.-Misburg/Anderten/Ahlten
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

hat jemand zufällig eine Karte in der taktische Zeichen eingezeichnet sind, und woraus hervorgeht wo sich der Stab vom Flak-Regiment 801 im Raum Hannover befand?

Das taktische Zeichen für den Stab einer Flakabteilung findet man hier:
Taktische Zeichen: Flak

Mir ist bekannt das sich die Flakstellungen im Osten von Hannover im Raum Misburg / Anderten / Ahlten / Lehrte befanden. Das die Flakhelfer überwiegend auch aus Lehrte stammten. Leider ist mir in den vergangenen Jahren nur ein ehem. Flakhelfer bekannt geworden, der noch lebte.

In den Listen der WAST in Berlin habe ich bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen nur bereits verstorbene Menschen entdeckt. Anders als bei den Flak-Abteilungen der 521 und der 461, wo noch einige wenige Flakhelfer leben.

Wenn jemand helfen kann... mich würde es sehr weiter bringen.

Nochmal die Frage: wo saß der Stab der Flakgruppe 801 ?

Diese Flak-Abteilung war bis zum Kriegsende am 12.04.1945 (Einmarsch der 84. US-Infanterie-Division in Misburg/Lehrte) im Raum Hannover eingesetzt.

Der Flak-Kommandeur ist unbekannt. Flakstellungen befanden sich in Misburg (Blauer See) in Ahlten I (Stellung oberhalb der Bahnlinie), sowie Ahlten II zwischen Ahlten und Ilten. Zusätzlich mindestens zwei Eisenbahnflak-Stellungen in Ahlten (östlich) und direkt im Bahnhof Ahlten auf einem Nebengleis. Außerdem auch Eisenbahnflak vor Lehrte.

Soweit...

Gruß aus Hannover-Ahlem
Guido Janthor
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niemandsland
 


Anmeldungsdatum: 18.01.2004
Beiträge: 811
Wohnort oder Region: G(ustav)-U(lrich) 5

Beitrag Verfasst am: 08.11.2016 17:03 Antworten mit Zitat

Nachtrag

Der Befehlsstand der schweren Flak-Abteilung 801 ist immer noch unbekannt.

Aber der Kommandeur von der schweren Flak-Abteilung 801 war wohl zumindest im Februar 1943 Oberleutnant Wermter, so jedenfalls die Aufzeichnung eines damaligen Schülers und LwH in der Stellung (2./s. 801) Buchholz.

Weiter erhielt die 2. Batterie der schweren Flakabteilung 801 (Flak-Stellung Buchholz) bereits im Frühjahr 1943 zu den 4x (6x) 8.8cm Flak-Geschützen zusätzlich 4x 10.5cm Flak-Geschütze.

Im Jahr 1943 war der Batteriechef der 2./s.801 ein ObLt. Möller, dieser starb wahrscheinlich auf einem Lehrgang in der FAS (1?) bei einem Unfall. Der Nachfolger wurde ObLt. Fromme. Dieser blieb in dieser Position mindestens bis Frühjahr 1944. Es ist anzunehmen das er diese Position bis zum Kriegsende inne hatte. Zumindest zeitweise war ObLt. Fromme auch für die Ausbildung der E-Messer verantwortlich. Ein UOff. Götz oder Görtz wurde für die Ausbildung eingesetzt.

Mein Dank geht hier an zwei ehem. LwH die mir entsprechende Infos haben zukommen lassen. Es sind bisher noch die einzigen LwH der Jahrgänge 1926 bzw. 1927 die ich bisher von der gesamten Abteilung ausfindig gemacht habe. Wobei hier eher von Zufall zu sprechen ist. icon_wink.gif

Leider weiß bzw. kann sich niemand erinnern, wo sich der Befehlsstand der Flak-Abteilung - bzw. der Flak-Untergruppe Ost befand.

Soweit...

Gruß aus Hannover
Guido Janthor


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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 3074
Wohnort oder Region: In der Nähe des Urpferdchens

Beitrag Verfasst am: 08.11.2016 17:56 Antworten mit Zitat

Hallo Guido,

für die Flak-Abteilung 801 (o) gibt es in Freiburg nur eine Signatur:

RL 5/363 Schwere Flak-Abteilung 801 (o) (Einsatz Reich: Hannover)

Enthält:
abschießende Batterien:
2.-4. und 6./801;
in Zusammenwirken mit:
z.b.V. Batterie 5925

vom 30. Jan. 1944

MfG
Zf 1_heilig.gif
_________________
Friedrich Hebbel: Tagebücher:
"Es gibt nur eine Sünde, die gegen die Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dies ist die Verfälschung der Geschichte."
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redsea
Moderator


Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 4371
Wohnort oder Region: Ostwestfalen-Lippe

Beitrag Verfasst am: 08.11.2016 21:24 Antworten mit Zitat

Hallo Guido,

auch ich habe zu Deiner Frage mal meine Unterlagen ein wenig durchforstet. Am ergiebisten ist hier "Die deutsche Flakartillerie" von Karl-Heinz Hummel.

Doch zunächst ein paar Dinge zur Klärung:

Du wählst sowohl die Bezeichnungen Flakregiment als auch Flakabteilung 801. Regimenter gab es meines Wissens nach numerisch nur bis zum Flakregiment 657. Somit dürfte mit der 801 wohl die schwere Flakabteilung 801 gemeint sein. Diese unterstand im betreffenden Zeitraum dem Flakregiment 25.

Als Kommandeure des Flakregiments 25 nennt Hummel:

14.02.1942 bis 31.08.1943 Oberstleutnant/Oberst Hecht
01.09.1943 bis 00.01 1944 Oberst Deutsch
00.01.1944 bis 07.11.1944 Oberstleutnant Wermter.

Der von Hummel genannte Dienstgrad dürfte stimmen, Oberleutnant als Kommandeur wohl nicht. Der Name Wermbter dürfte auch korrekt sein, da er auch im Lexikon der Wehrmacht so geschrieben wird.

Für weitere Informationen, auch was die Flak in und um Hannover betrifft, kann ich Dir nur einen Blick in den Hummel empfehlen.

Viele Grüße

Kai
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niemandsland
 


Anmeldungsdatum: 18.01.2004
Beiträge: 811
Wohnort oder Region: G(ustav)-U(lrich) 5

Beitrag Verfasst am: 08.11.2016 23:39 Antworten mit Zitat

@ Redsea

Danke für Deine Antwort. Aber Du bringst da glaube ich was durcheinander oder ich hab vorhin Mist geschrieben. icon_sad.gif Hummels, Koch, Nicolaisen und Co hab ich hier übrigens im Regal stehen.

Vom FLak-Regiment 25 kam nur der Stab nach Hannover. Der Stab/Flak-Regiment 25, die taktische Bezeichnung war "Flakgruppe Hannover". Der Stab wurde dann - soweit ich mich erinnere - neu aufgestellt. Steht aber, wenn ich mich nicht irre, auch was dazu im Hummel's Werk.

Die schwere Flak-Abteilung 801 und spätere Untergruppe Hannover-Ost war der Flakgruppe Hannover unterstellt.

Der Stab/Flak-Regiment 25 ("Flakgruppe Hannover") weilte ab etwa Herbst 1944 hier direkt gegenüber meiner Wohnung auf dem Hügel zwischen englischen Soldatenfriedhof und Wasserbehälter (erbaut übrigens beides nach dem Krieg).

Jedenfalls war ab etwa Herbst 1944 (wo auch der Flak-Befehlsstand bezugsfertig war) der Luxemburger Oberstleutnant Wilhelm-Gerhard Röttger der Kommandeur für die Flak im Einsatzraum Hannover.

Wie Hummels auch schreibt, so kam nur der Stab nach Hannover und wurde danach (meines Wissens) neu aufgestellt. Hier lege ich mich - aus Faulheit - mal nicht fest. Ich sitze gerade auf meinem warmen Thron und möchte gerade nicht ins kalte Nebenzimmer. icon_wink.gif

In Hannover waren drei überwiegend komplette schwere Flak-Abteilungen im Einsatz, nämlich die 461, 521 und 801. Mein Problem war bisher Zeitzeugen insbesondere noch lebende Luftwaffenhelfer ausfindig zu machen, die bei der 801 ihren LwH-Dienst verrichtet haben. Hummels ist übrigens mit Vorsicht zu genießen, weil auch darin Fehler sind. Aber weniger bei den Einheiten als bei den Orten. Hier nimmt es der gute Herr (jedenfalls für Hannover, für andere Orte kann ich das nicht sagen) nicht so genau. Auch wenn es sich überwiegend wohl um Flüchtigkeitsfehler handelt.

Die ehemaligen und noch lebenden Flak-Helfer der schweren Flak-Abteilungen 461 und 521 treffen sich noch regelmäßig. Von den ehemals einigen 100 bis 1000 Luftwaffenhelfern ist aus Alters-, Krankheits- und sonstigen Gründen nur noch ein sehr kleiner Kern übrig. Die Herren sind inzwischen 89-95 Jahre alt. Und wenn man so will, sind wir kurz davor die letzten "noch" lebenden Zeitzeugen zu verlieren.

Was mir bei den anderen Flak-Abteilungen die im Raum Hannover waren, gelungen war, ist mir bei der schweren Flak-Abteilung 801 bisher nicht geglückt. Nämlich noch lebende Zeitzeugen zu finden.

Und hier hat kürzlich das Buch weitergeholfen, das mir - im Zusammenhang mit meiner Suche nach der RAD-Einheit, wo mein Vater war - empfohlen wurde. Das Buch war der größte Müll, den ich mir je gekauft habe, aber auf Nachfrage beim Herausgeber, hatte dieser zwei Namen für mich parat. Einen in Hannover und einen an der Elbe. Tja... und das hat mir dann weitergeholfen. Die Herren 89 und 90 Jahre alt, sind - wenn ich das richtig verstanden haben - die letzten aus zwei Klassen einer Schule hier in Hannover. Echtes Glück... oder Wiedergutmachung? Ich weiß es nicht...

Jedenfalls sind diese beiden Herren, die beide offenbar Tagebuch geführt haben, meine beste Quelle um die Lücken in der Überlieferung an Informationen zu schließen. Denn die Akten in den Archiven sind mehr als dürftig.

In diesem Zusammenhang: hat irgendjemand die Luftwaffen-Dienstanweisung in der die Vernichtung der Akten angeordnet wird? Ich hab bisher in den ganzen Auflistungen die richtige noch nicht entdeckt. Oder ich bin Blind. Das kann natürlich inzwischen auch ein Problem sein. icon_wink.gif

Soweit vorhanden habe ich die Aktenbestände der oben genannten schweren Flak-Abteilungen bei der WAST in Berlin eingesehen. Wobei die geplante Woche auf wenige Stunden zusammengeschrumpft ist, da es kaum Akten zu diesen Flak-Abteilungen gab.

Aber zurück zum Thema...

Die 8. bzw. 15. Flak-Brigade, die ihren Befehlsstand zuerst in Hannover (wahrscheinlich in Bothfeld) und später in Burgdorf hatte, führte die Flakgruppen Hannover (Flak-Regiment 25) und Harz (Flak-Regiment 13). Mein Interesse gilt einzig der "Flakgruppe Hannover".

Dieser waren "primär" die Flak-Abteilungen 185, 461, 521 und 801 unterstellt, welche wiederum die einzelnen Flak-Batterien stellten. icon_wink.gif Darüberhinaus noch einige Exoten die aber nur wenige Batterien vorübergehend auffüllten.

Die Flakbatterien wurden hier in Hannover von "der grünen Wiese" bis zur funktionierenden Flak-Batterie von den drei sogenannten Personalbatterien z.b.V. aufgebaut.
Im Raum Hannover waren dies die Personalbatterie Nord (für s. 185/s. 521), Süd (s. 461) und Ost (s. 801). Diese Batterien waren an diversen Abschüssen im Raum Hannover beteiligt gewesen.

Die taktische Aufgabe der Flakgruppe Hannover war es, die Güterdrehscheiben (Verschiebebahnhöfe) Lehrte und Letter/Seelze, sowie primär die Deurag-Nerag zu verteidigen. So findet man das jedenfalls in Akten (z.B. in BA-MA RL 19/427 S. 100-110). Vor Ort (und das hatte soweit ich mich erinnere auch Herr Aders ausgeführt) wurde den einfachen Soldaten und Flakhelfern gesagt, sie verteidigen hier Stadt X oder Ort Y. Was ich selbst so auch von meinem Vater gehört hatte. Okay, das fast 30 Jahre her. Und einigen LwHs gehört habe.

Soweit so schlecht... das hab ich jetzt mal aus dem Köpfchen geschrieben... und meiner "Scribble Papers" Datenbank.

Dank der diversen (und leider auch oft schon verstorbenen) Luftwaffenhelfern war es mir möglich, einige offene Fragen zu klären.

So saß der Stab, der schweren Flak-Abteilung 461 in einer Volksschule in Hannover-Döhren oder Wülfel (das müsste ich nachsehen), der Stab der schweren Flak-Abteilung 521 saß im Langenhagener Krankenhaus.
Ich glaub der Stab von der Flak-UGr Süd verlegte im April in das Friederiken Schlösschen gegenüber vom Hauptstaatsarchiv (vor vielen Jahren abgebrochen) bevor dieser Stab sich am 6.April 1945 in den Gaubefehlsstand am Maschsee einquartierte. Was Hartmann Lauterbacher wohl ein wenig störte. icon_wink.gif
Er musste aber trotzdem räumen. Liest sich aber in seiner Autobiographie etwas anders.

Röttger der vor den Toren Hannovers in seinem Gefechtsstand (zuvor Flakbefehlsstand) saß, verabschiedete sich von dort etwa am Abend des 8. oder 9. April 1945 als die feindlichen Einheiten auf 1000 m heran waren. Kurz danach hatte noch der NSDAP-Kreisleiter ein kurzes stelldichein im Gefechtsstand. Verlies diesen aber wohl in "Räuberzivil". Die im Eingangsbereich gefundenen Uniformen sorgten später für das Gerücht in der Bevölkerung, das hier auch ein "Gaubefehlsstand" war. Ich hatte das jahrelang auch falsch auf meiner Webseite stehen. Erst zwei Veröffentlichungen, ein Gespräch mit einem Archivar und letztendlich Akten haben mich davon überzeugt, das ich falsch lag.
Und inzwischen hab ich rund 2 Aktenordner über den Gefechtsstand der Flakgruppe Hannover. Der nur wenige Monate überhaupt einsatzbereit war. Heute zeugt nur noch ein alter grüner Grashügel von dessen Existenz. In dessen Innern man hauptsächlich jede Menge Sand findet. Das Bauwerk überstand nämlich zwei Sprengungen nicht. Angeblich war es die gleiche Einheit, die auch in Berlin später die Flakbunker gesprengt hat. Gut, dafür habe ich bisher keine Hinweise in Akten gefunden. Das stammt von einem britischen Autor.

Nach dem großen Einheiten-Klau für die Front vor Berlin änderte sich ganz offensichtlich auch die Verteilung der Zuständigkeit bei der Flak. Im Raum Hannover taucht nämlich für Nord/Süd und West die Flakgruppe Hannover als Flakgruppe Hannover-West auf, die Röttger führte und für Misburg ("Deurag-Nerag") findet sich auf einmal der Stab/Flak-Regiment 60 und ein Oberstleutnant Ritter.

Das Ende der Flakgruppe Hannover kam am Abend des 9. April 1945 (Hannover-Ahlem) bzw. am Abend des 10.April 1945 gegen 21:30 Uhr in der Flakstellung Langenhagen. Die Einheiten setzten sich noch über das Altwarmbüchener Moor in Richtung Celle ab, aber wie die Berichte der 84. US-Infanterie Division wiedergeben, wohl nicht mehr sonderlich weit.

So... ich glaube das ist die Flakgruppe Hannover mal kurz umrissen. Ich sitze gerade an den letzten Seiten für mein neues Online-Projekt, nämlich "Flakgruppe Hannover".

Achso... ich hab noch die Scheinwerfergrupper Hannover vergessen. Aber daran schreibe ich gerade. Ich hab bisher nur den Gefechtsstand der Schweinwerfer-Abteilung 139 im "Musikturm" der ehem. Uni-Erziehungswissenschaften in Hannovers Südstadt nachweisen. Ich fehlt mir noch so ein wenig Material.
Leider war hier auch der WAST-Besuch nicht sehr ergiebig. Genaugenommen hatte ich glaube ich zwei DIN-A4-Seiten in der Hand.

Ich denke mal bis Mitte Dezember 2016 sollte die Webseite unter der Domain http://www.flakgruppe-hannover.de/ online sein. Dort findet sich dann mehr.

So, jetzt hoffe ich das meine alten grauen Zellen im Halbschlaf hier nicht zu viele Fehler eingebaut haben. icon_wink.gif

Soweit mal für heute... ich hab mich jetzt warm geschrieben und werde das nutzen.. gute Nacht. icon_wink.gif

Gruß aus Hannover
Guido Janthor






Zuletzt bearbeitet von niemandsland am 09.11.2016 00:32, insgesamt 1-mal bearbeitet
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niemandsland
 


Anmeldungsdatum: 18.01.2004
Beiträge: 811
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Beitrag Verfasst am: 09.11.2016 00:23 Antworten mit Zitat

Nachtrag

Im folgenden mal zwei relevante Flak-Gliederungen für die Zeit von Oktober 1944 bis März 1945.
(voraussichtlich bis Kriegsende im Raum Hannover am 10.04.1945)

Gliederung der Luftverteidigungskräfte im Luftgau XI

Stand: Oktober bis Dezember 1944

Luftflotte Reich
noch: Luftgau XI

8. Flak-Brigade (o)

Stab/Flakregiment 25 (o) mit
- schwere Flakabteilung 165 (o) 3. und 4. Batterie;
- Stab/schwere Flakabteilung 306 (o) mit 2. Batterie;
- Stab/schwere Flakabteilung 461 (o) mit 1.,3.,5.,6. und 7. Batterie;
- schwere Flakabteilung 521 (o) mit 2. und 4. Batterie;
(die 1. und 3. wurden nacheinander verlegt)
- Stab/gemischte Flakabteilung 604 (o) mit 1. und 2. Batterie;
- Leichte Flakabteilung 770 (o) mit 4. Batterie;
- Stab/schwere Flakabteilung 801 (o) mit 1., 3. bis 7. Batterie;
- Leichte Flakabteilung 871 (o) mit 1., 2. und 4. Batterie;
- Schwere Heimat-Flak-Batterie 207/XI
- leichte Heimat-Flak-Batterie 4,8,21,24,29,31,51,84 und 87 (alle)/XI
Stab/Heimat-Flak-Abteilung 33/XI (Bissendorf?) mit
- leichte Heimatflak-Batterie 22,27,30,55,56,70,71,72 (alle) /XI
Stab/Flak-Scheinwerfer-Regiment 56 (o) mit
- Stab/Scheinwerfer-Flakabteilung 139 (o) mit 1. bis 6. Batterie
- Stab/Scheinwerfer-Flakabteilung 619 (o) mit 1. bis 6. Batterie

Außerdem im Bereich:
Stab/Flakregiment 122 (E) [oder (EIS)]

Quelle: BA-MA RL 2 III / 1122f.

---

Stand: März/1945

Luftgaukommando XI (HH-Blankenese)
Kommandeur: General der Flieger, Ludwig Wolff.

unterstellt u.a.:

8. Flak-Brigade (Burgdorf bei Hannover)
Kommandeur: Oberst Martin

Hannover:
- Flakuntergruppe West, (Stab) Flak-Regiment 25
Kommandeur: Oberstleutnant Röttger
- Scheinwerfer-Regiment 165
Kommandeur: unbekannt
Misburg:
- Flakuntergruppe Ost, (Stab) Flak-Regiment 60
Kommandeur: Oberstleutnant Ritter

Quelle: BA-MA RL 19/427 S. 100 "Gleiderung Luftverteidigungskräfte im LG XI"

Zu beachten ist, das vom Luftgau XI in drei Phasen größere Einheiten-Mengen der Flak abgegeben wurden.

Abgabe von Einheiten an andere Kriegsschauplätze

Abgabe von Flakeinheiten zum Westen und Osten zu folgenden Stichworten:

06-1944: "Drohende Gefahr West" ausgelöst vor Beginn der Invasion;
10-1944: "Walküre" ausgelöst bei Vorrücken des Feindes auf das Gebiet Belgien/Holland;
Ende 01-1945: "Gneisenau" für den Einsatz im Osten, ausgelöst bei Durchbruch der Russen.

Quelle: BA-MA RL 19/427 S. 106f. "Gleiderung Luftverteidigungskräfte im LG XI"

Ich hab soweit alle Gliederungen (soweit im Bestand RL 2 III) für die Jahre 1943/1944 vorliegen.
Was ich nicht vollständig habe, sind die Gliederungen für die Zeit von 09/1939 bis Ende 1941.

Für die ersten Jahre ist die Arbeit von Nicolaisen meine Quelle. Ich hab da bisher nichts anderes gefunden.

Soweit...

Gruß aus Hannover
Guido Janthor


Zuletzt bearbeitet von niemandsland am 09.11.2016 01:26, insgesamt 1-mal bearbeitet
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niemandsland
 


Anmeldungsdatum: 18.01.2004
Beiträge: 811
Wohnort oder Region: G(ustav)-U(lrich) 5

Beitrag Verfasst am: 09.11.2016 00:27 Antworten mit Zitat

@ Zf

Die Dokumente aus diesem und anderen Beständen hab ich vor einiger Zeit aus Holland bekommen.
Aber Danke für den Hinweis. icon_cool.gif

Gruß aus Hannover
Guido Janthor
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