Fernmelde Empfangsanlage Ruppelstein nähe Sandkopf Züsch-Muhl Radio Relay

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
feudel
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Fernmelde Empfangsanlage Ruppelstein nähe Sandkopf Züsch-Muh

Beitrag von feudel » 06.07.2011 09:49

Hallo Leute,

ich war vor ein paar Tagen an der Anlage am Ruppelstein vorbeispaziert.
Weiß jemand von euch ob diese Anlage noch in irgendeiner Art genutzt wird?
Das EADS(scheint eine Art RFID-Zugangssystem)leuchtet noch und die Domkamera auf dem Wachhäuschen macht einen gepflegten Eindruck.
War dieser Antennenturm immer schon so klein?Sieht aus wie geköpft,von der Höhe her könnte er
bis ans erste Plateau vom Sandkopf reichen.

Vielen Dank schon mal und beste Grüße!


feudel

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Firefighter112
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Beitrag von Firefighter112 » 06.07.2011 12:12

Hallo,

der Ruppelstein dient immernoch der militärischen Luftraumüberwachung, dort befindet sich
die abgesetzte Funkempfangstelle (RX-Site) vom CRC "Martin" in Meßstetten. Auf dem Sandkopf neben dem Erbeskopf ist die Funksendestelle (TX-Site) und auf dem Erbeskopf direkt die Radarstellung.
Seit der Aufgabe des CRC Börfink gehen die Signale auf die schwäbische Alb nach Meßstetten.

Der Betonturm auf dem Ruppelstein diente dem AutoFüFmN Lw.

Mehr möchte ich aber nicht dazu sagen, da diese Anlage immer noch aktiv ist und hier nix zu suchen hat.

feudel
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Beitrag von feudel » 06.07.2011 12:41

Vielen Dank Firefighter112.
Dachte aufgrund der doch ungepflegten Außenanlagen währe es schon ein verkauftes Objekt mit
privatem Hintergrund.

Also ist der Betonturm gar nicht abgebaut?

Beste Grüße !

Feudel

feudel
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Nachfrage zum Sende/Empfangsturm

Beitrag von feudel » 12.06.2012 20:24

Hallo Freunde,

ich hätte nochmal eine Frage zu Thema.
Eine Sache die mich immer noch interessiert ist warum dieser Turm geköpft wurde.
Kann dazu jemand was sagen? Dürfte ja kein Staatsgeheimnis sein.
Ausserdem sind am Erbeskopf/Sandkopf und am Ruppelstein immer diese einzelnen Funkmasten verteilt,als was werden diese genutzt?
Mich interessiert das ganze aus funktechnischer Sicht,da ich Funkamateur bin.

Vielen Dank schon mal!

feudel

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Beitrag von HW » 18.06.2012 00:36

Firefighter112 hat ja schon geschrieben, diese einzelnen Funkmasten auf dem Ruppelstein und den Sandkopf beim Erbeskopf sind die HF-Funkstellungen (Sende- und Empfangsstellung räumlich getrennt) und noch in Nutzung der Bundeswehr, so wie das Radom auf dem Erbeskopf auch. Also demzufolge noch Militärischer Sicherheitsbereich.

Du meinst jetzt diesen Betonturm in der Liegeschaft auf dem Ruppelstein, wo auch die einzelnen Antennen sind (dürften noch so große Antennenstäbe sein). Dieser soll gekürzt sein? Wenn ja, ist mir nicht bekannt warum. Hier waren auf diesen Turm (und sind vielleicht auch noch) die Parabolspiegel für die Richtfunkstrecken. Das ganze wird jetzt im Auftrag der Bundeswehr von der BWI betrieben. Dieser Turm gehört heute meines Wissens zum Führungsinformationssysten, früher das Automatische Führungsfernmeldenetz Luftwaffe (AutoFüFmNLw).

Gruß
HW

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Beitrag von feudel » 18.06.2012 08:08

Hallo HW und andere,

wenn ich die Draufsicht mit Google-Earth und dem Foto von einem User hier vergleiche:

http://www.alltravels.com/germany/rhine ... o-53609191

Sieht man eigentlich das dieser Turm viel höher gewesen sein muss.
Jetzt steht nur noch ein Plateau.

Diese kleinen Funkmasten habe ich mal markiert,sind bestimmt nicht alle.

Beste Grüße!

feudel
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Beitrag von HW » 18.06.2012 13:01

Hallo,

wie schon geschrieben, kann ich nicht sagen, warum dieser Turm gekürzt worden ist. Ich kann es mir auch nicht vorstellen. Wenn die Verbindung einer Richtfunkstrecke nicht mehr stimmt, dann setze ich die Parabolspiegel einfach etwas tiefer, kürze aber nicht den Turm.

Ich vermute eher, der Turm ist neu erbaut. Diese Art von Turm, wie hier auf den Bildern zu sehen ist, gab es zu Zeiten der FmRgt 11 und 12 fast gar nicht (wenn überhaupt). Ich kenne Richtfunkstellungen, da steht heute schon der 3. Turm, jetzt sogar mit Aufzug, also nicht mehr zum Klettern an der Außenhaut (das liebten die Luftwaffen-Fernmelder besonders im Winter).

Gruß
HW

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Beitrag von zulufox » 18.06.2012 14:45

Hallo HW,

er meint wohl diese beiden Türme auf dem Erbeskopf (da, wo das Radom steht, 49° 43' 45" N 07° 05' 20" E):

Alt: http://www.panoramio.com/photo/7427957? ... google.com

Neu: http://www.panoramio.com/photo/53609180

Noch ein Bild: http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0611145024

Könnte hinhauen mit dem Rückbau, denn seit dem Ende der Nutzung des Bunkers ERWIN in Börfink durch die NATO wird dort keine NATO-RV-Strecke mehr benötigt :-)

Erbeskopf hat aber nix mit dem 3,7 km südwestlich gelegenen Ruppelstein zu tun.

Da im ersten Beitrag nu alle drei Berge zusammengewürfelt wurden, auch noch ein Bild, in dem der Sandkopf, der Ruppelstein und der Erbeskopf markiert sind.

MfG
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Beitrag von Firefighter112 » 18.06.2012 16:19

Hallo zusammen,

bei dem Gittermast auf dem Erbeskopf handelte es sich wie ZF schon erwähnt hat um eine NATO CIP67-Richtfunkstelle.
Die Gegenstellen davon befanden sich in Baumholder sowie der Prüm Air Station.
Ob diese Einrichtung Anschluss an den Bunker Erwin hatte glaub ich eher nicht, hierzu wär allein aus Platzgründen der AutoFü-Turm auf dem Ruppelstein sinnvoller gewesen.

Der Gittermast wurde letzes Jahr gekürzt, als die Richtfunkstelle für das Digitalfunknetz TETRA umgebaut wurde.

Viele Grüße,
Sebi
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Beitrag von zulufox » 18.06.2012 17:30

Firefighter112 hat geschrieben:Hallo zusammen,

bei dem Gittermast auf dem Erbeskopf handelte es sich wie ZF schon erwähnt hat um eine NATO CIP67-Richtfunkstelle.
Die Gegenstellen davon befanden sich in Baumholder sowie der Prüm Air Station.
Ob diese Einrichtung Anschluss an den Bunker Erwin hatte glaub ich eher nicht, hierzu wär allein aus Platzgründen der AutoFü-Turm auf dem Ruppelstein sinnvoller gewesen.

Der Gittermast wurde letzes Jahr gekürzt, als die Richtfunkstelle für das Digitalfunknetz TETRA umgebaut wurde.

Viele Grüße,
Sebi
Hallo Sebi,

aber der Turm auf dem Ruppelstein war jünger UND national (deutsch), der auf dem Erbeskopf NATO. Da der Bunker ursprünglich US und dann NATO und erst ganz zum Schluss national (deutsches Heer) war, konnten von Beginn keine nationalen Anlagen genutzt werden. Der Anschluss Ruppelstein an das "Richtfunknetz" erfolgte erst sehr spät.

MfG
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