Fehmarn im WK II

Westwall, Atlantikwall, Neckar-Enz-Stellung, Ligne Maginot und andere Befestigungslinien und -anlagen
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EricZ
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Fehmarn im WK II

Beitrag von EricZ » 05.10.2004 21:24

Moin,

Nachdem Malte im Unterforum Kalter Krieg das Thema "Auf Fehmarn" eröffnet hat, ging mir durch den Kopf, daß die Insel sicherlich auch schon früher fürs Militär interessant gewesen sein dürfte.
Wer kann weiß, ob und welche Einrichtungen beispielsweise der Luftwaffe in der Zeit des Zweiten Weltkrieges auf der schönen Insel Fehmarn gelegen haben?

Ich meine mich erinnern zu können, daß es auch dort zumindest eine Funkmeßstellung oder dgl. gegeben hat.

Viele Grüße, Eric

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 05.10.2004 23:41

So ganz „quick & dirty“ spuckt meine Datenbank bei der Eingabe von „Fehmarn“ folgende Infos aus (Super-Kurzform):

- Küstenbatterie Prinz Heinrich, 1938 im Bau befindlich, 2x28 SKL/45 später nach Calais-West verlagert
- Küstenbatterie Erhard Schmidt, 3x17 + 1x17 SKL/40
- Flugplatz: Fehmarn (Land) = Puttgarden, 1km W Ort; 1927 Notlandeplatz, Grasnarbe.
- Flugplatz Fehmarn (See), 3km S Burg; 1927 Wasser-Notlandeplatz beim Ort Glambeck
- Bahnstrecke Nr. 114a, Burg(Fehmarn), Länge 13km, Personenverkehr eingestellt 3.6.1956
- 3 mittlere Flugm Leit-Komp (51 245) „Ferkel" Petersdorf/Schlagsdorf a Fehmarn (LnRgt 212), (Jagdschloss, Wassermann M, 1 Freya, 2 WR)
- Im Gefängnis Burg wurden im 2.Wk Zwangsarbeiter gefangen gehalten.
- Küstenhorchanlage Marienleuchte

Einiges davon hört sich durchaus interessant an. Ergebnisse zum Thema „Kalter Krieg“ habe ich jetzt weggelassen.

Mike

malte

Fehmarn Petersdorf

Beitrag von malte » 06.10.2004 17:40

Moin zusammen
MikeG hat geschrieben: - Küstenbatterie Prinz Heinrich, 1938 im Bau befindlich, 2x28 SKL/45 später nach Calais-West verlagert
- 3 mittlere Flugm Leit-Komp (51 245) „Ferkel" Petersdorf/Schlagsdorf a Fehmarn (LnRgt 212), (Jagdschloss, Wassermann M, 1 Freya, 2 WR)
Ein Teil davon habe ich heute fotografiert. Die Zeitzeugen widersprechen sich da etwas. Es befindet sich bei Petersdorf noch ein Fundament mit einem Ring von ~ 15 Meter Durchmesser, in der Mitte jede Menge dicke Gewindebolzen. Der Rest der Anlagen ist geraeumt. Ein ganzer Wall Erde und ein Tuempel sind das Ergebnis der Raeumung. Ein Bauer aber wollte die Kosten von 5000 ,- DM nicht dafuer ausgeben. So liegt auf seinem Acker das also noch da... prima ueberwuchert.
Es soll sich um die Kuestenbatterie handeln, Ferkel soll etwa einen Kilometer entfernt auf einem anderen Huegelchen gelegen haben, die Unterkuenfte wiederum davon etwa 250 Meter entfernt. Es gab eine Materialbahn von Petersdorf bis zu dieser Stellung. Das ist aber alles sehr sorgfaeltig geraeumt.
MikeG hat geschrieben: Einiges davon hört sich durchaus interessant an. Ergebnisse zum Thema „Kalter Krieg“ habe ich jetzt weggelassen.
Kannst Du das Thema "Kalter Krieg" bitte noch zufuegen? :-)

Viele Gruesse
malte
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Leif
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Beitrag von Leif » 17.04.2011 19:47

Hallo,

zur Zeit wird ein Gebäude auf Fehmarn versteigert. http://www.zvg.com/termine/schleswig-ho ... 40035.html


Es liegt in Dänschendorf, genauer am Westrand in Richtung Schlagsdorf und Petersdorf. Dort gab es ja so einiges, siehe auch viewtopic.php?t=4526

Auf dem Luftbild glaube ich südlich des Gebäudes (steht von Bäumen stark eingewachsen) in dem Feld einen Feuerlöschteich erahnen zu können.
http://www.flashearth.com/?lat=54.49638 ... =0&src=msa

Hat jemand einen Hinweis, wozu dieses Gebäude gehörte?

Vielen Dank für Eure Hilfe!
Leif

OWW
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Beitrag von OWW » 23.04.2011 16:30

Moin Leif,

das Gebäude gehörte zur Stellung Ferkel.

Gruß
Oliver

Tom Riddle

Mausi war auch da.

Beitrag von Tom Riddle » 09.05.2011 20:28

... laut Aussage der Großvaters meiner Frau wurde von Fehmarn auch das Minensuchsystem "Mausi" von Fahrmarn aus getestet.

Er hatte keine Bilde rmehr davon und welche aus Büchern onder Internet poste ich hier nicht. Zum Verständnis: dieses Minesuchsystem arbeitet nicht von Wasserfahrzeugen aus, sondern als Transportfahrzeug diente ein Flugzeug, unter dem ein großenr Induktionsring angebracht wure, was zum einem dann sehr typischen Aussehen führte. Laut dem Zeitzeugen wurde die Tests von Fahmarn als auch von großenbrode aus geflogen.

Sollte er sich nach den vielen Jahren getäuscht haben, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

TR

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Beitrag von -zAc- (†) » 09.05.2011 20:44

Hallo zusammen,

dieses Gerät hier:

http://www.zweiter-weltkrieg-lexikon.de ... ?f=5&t=313

und in Wikepedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Minensuchgruppe_Mausi

wobei die erwähnte 6. Staffel für den Ostseeraum zuständig war, jedoch keinen Rückschluss auf Fehmarn zuläßt.
-zAc-
Mit leerem Kopf nickt es sich leichter. (Žarko Petan)

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Re: Mausi war auch da.

Beitrag von zulufox » 09.05.2011 23:23

Tom Riddle hat geschrieben:... laut Aussage der Großvaters meiner Frau wurde von Fehmarn auch das Minensuchsystem "Mausi" von Fahrmarn aus getestet.

Er hatte keine Bilde rmehr davon und welche aus Büchern onder Internet poste ich hier nicht. Zum Verständnis: dieses Minesuchsystem arbeitet nicht von Wasserfahrzeugen aus, sondern als Transportfahrzeug diente ein Flugzeug, unter dem ein großenr Induktionsring angebracht wure, was zum einem dann sehr typischen Aussehen führte. Laut dem Zeitzeugen wurde die Tests von Fahmarn als auch von großenbrode aus geflogen.

Sollte er sich nach den vielen Jahren getäuscht haben, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

TR
Hallo Tom,

die Geschichte der Minensuchgruppe ist hier:

Nowarra, Heinz J.
Minensuchgruppe Mausi – Mit der Tante Ju in den Kriegseinsatz
FLUGZEUG Publikations GmbH, Illertissen, 1995; ISBN: 3- 927 132 – 26 – 8

recht gut dokumentiert.

Also auf Fehmarn waren die, soweit ich das nachvollziehen konnte, nie stationiert. Da gab es auch keinen Flugplatz, der für diese Zwecke groß genug war :-) .

MfG
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Beitrag von VitaminB11 » 24.06.2012 11:24

OWW hat geschrieben:das Gebäude gehörte zur Stellung Ferkel.
Die Baracken sind auf der 1936(+später) Topo schon drauf (W-Rand von Dänschendorf):
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Beitrag von VitaminB11 » 24.07.2012 21:47

... und hier ist das übrig gebliebene Gebäude:
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