Einschusslöcher und Treffer von Bombensplittern

Militärische Objekte und Anlagen des 2. Weltkriegs (und 1933-1945)
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Lasse
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Einschusslöcher und Treffer von Bombensplittern

Beitrag von Lasse » 15.02.2004 20:04

In Kiel gibt es von der Nikolaikirche am alten Markt eine Wand (wenn man davorsteht, das vordere virtel der rechten Seitenwand) an der man noch die Krater sehen kann, die von den Bombensplittern gerissen wurden.
Bei dem Aldi in Wellingdorf kann man an der Mauer die den Parkplatz nach hinten abgrenzt Einschußlöcher erkennen. Auf dem Parkplatz stand auch lange Zeit eine eckige ein Mann Splitterschutzzelle. So würde ich sie zumindest bezeichnen, der Eingang ging zur Ein-/Ausfahrt des Platzes hin. Ich nehme an, alte Wellingdorfer können sicherlich von Kämpfen an dieser Stelle berichten.
"Siehst Du einen Atompilz: Schau gut hin, Du bekommst so etwas nie wieder zu sehen."

Johan

gibt jede Menge

Beitrag von Johan » 15.02.2004 22:48

In der Mauer der Kathedrale von St.-Lô im Norden Frankreichs steckt noch ein dicker Blindgänger aus WW II und ragt ca. einen halben Meter raus.

Und bei der Härtsfeldbahn mußte man bei der Restauration eines alten Wagens einige Einschusslöcher aus dem WW II zuschweißen...

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Käpt´n Blaubär
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Beitrag von Käpt´n Blaubär » 16.02.2004 22:26

Ich habe während meiner Ausbildung zeitweise auch in einem Sägewerk gearbeitet. Beim Aufsägen dicker, älterer Baumstämme ist es mehr als ein Mal vorgekommen, daß das Sägegatter Granatsplitter erfaßt hat. Das Ergebnis war jedes Mal ein Höllenlärm, ein verbogenes Sägeblatt und ein fluchender Meister.
Angeblich finden Baumstämme aus bestimmten Waldgebieten (z.B. Hürtgenwald bei Aachen) bis heute keine Abnehmer in der Holzindustrie.
Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)

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Oliver
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Beitrag von Oliver » 17.02.2004 20:14

Hi zusammen,

ist eigentlich nicht so ungewöhnlich kann mich an Häuser in den Innenstäften von Nürnberg und Fürth erinnern die auch noch Spuren aus dem WK II haben teilweise sind sogar noch die Beschriftungen "LSR" o.ä. vorhanden...
Wenn ich mal drandenke mache ich ein paar Fotos kann allerdings noch etwas dauern...

Gruß
Oliver

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Leif
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Beitrag von Leif » 18.02.2004 14:37

Ich wollte nur kurz zeigen, wovon Lasse sprach. Hier die Fassade des Rathauses in Kiel.
Allerdings findet man diese Spuren an vielen Gebäuden. Wenn man offenen Auges durch die Strassen geht, welche im Krieg nicht völlig zerstört worden sind, so kann man die Ausbesserungsarbeiten an den Fassaden sehr gut erkennen.

Viele Grüße,
Leif
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Zuletzt geändert von Leif am 08.02.2008 16:27, insgesamt 1-mal geändert.

SEROE

Beitrag von SEROE » 16.04.2004 17:53

Besucht doch einfach mal das schöne berlin---im ostteil und in bezirken wie kreuzberg,etc. findet man spuren ohne ende

Darkone

Beitrag von Darkone » 16.04.2004 18:05

SEROE hat geschrieben:Besucht doch einfach mal das schöne berlin---im ostteil und in bezirken wie kreuzberg,etc. findet man spuren ohne ende
Bissl weit ;)...geh doch mal vor die Tür und mach paar Bilder *g*.

arne.kunstmann

Granatsplitter in Gebäuden

Beitrag von arne.kunstmann » 18.04.2004 19:48

Ein besonders gutes Beispiel in Hamburg ist die alte St. Nicolai Kirche am Hopfenmarkt.

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EricZ
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Splitterschaden? Splitterschaden!

Beitrag von EricZ » 31.05.2004 19:17

Moin,

im vorigen Jahr habe ich in Duisburg einen Winkel-Turm "entdeckt, der ganz ordentliche Schäden in seiner Außenwand hat.
Ich frage mich, was da für ein Kawenzmann runtergekommen sein mag...oder ob das überhaupt von einer einzigen Bombe oder Granate stammt :?

Grüße, Eric
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Devon

Beitrag von Devon » 31.05.2004 19:37

@Eric Auf welcher Höhe ist denn dieser Schaden - das ist auf dem Foto etwas schwer zu schätzen... :mrgreen:

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