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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Bunker im Wald Kirchheller Heide

 
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KarRol
Gast





Beitrag Verfasst am: 10.07.2011 19:32
Titel: Bunker im Wald Kirchheller Heide
Untertitel: Bottrop Westf
Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin gestern auf einen Bunker gestoßen, der mitten im Wald liegt. Für Ortskundige: Er liegt an dem Waldweg Hauptgestell der von der Grafenmühle in Bottrop Grafenwald bis nach Hüsken Schroer in Dinslaken geht. Es handelt sich um einen Erdbunker der mittlerweile völlig überwachsen ist. Die nächste Wohnbebauung ist sicher 600 bis 800 m weit weg. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass er als Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung gedient hat. Aber sonst ist da nichts in der Nähe.
Kennt jemand diesen Bunker und weiß etwas über seinen Zweck?

Eine Zweite Frage. Mein Großvater hat mir mal erzählt (als er noch lebte), das es im Hiesfelder Wald eine Mundepot der Wehrmacht gab. Er hat mir auch noch die Grundmauern davon gezeigt. Es lag demnach auf halbem Wege zwischen Grafenmühle und der jetzigen Franzosenstraße in Obehausen.
Bunker und Depot liegen ca 800 m auseinander und dazwischen ist dichter Wald. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass es einen Zusammenhang gibt. Oder?

Über Infos wäre ich dankbar.
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Tom Riddle
Gast





Beitrag Verfasst am: 10.07.2011 20:09 Antworten mit Zitat

Moin!

Hier wären Bilder hilfreich und eine etwas genauere Ortsangabe hilfreich. Eventuell auch nur eine geauere Beschreibung des Objekts (Wand- und Deckenstärken, etc.) Manche Forstbetreibe haben etwas "bunkerähnliches" als Betriebsmittel und ~gerätelager gebaut, nur halt mit wesentlich geringerem Materialaufwand. dann, gibt es reste von Umzäunungen inder Nähe oder ähnliches.

Ein Sperrmittelhaus so "tief im Westen" (frei nach Grönemeyer) halte ich eher für unwahrscheinllich

TR
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KarRol
Gast





Beitrag Verfasst am: 10.07.2011 21:08 Antworten mit Zitat

Hi,

also, eine genaue Ortsbeschreibung ist schwierig, da der Bunker eben mitten im Wald liegt. Die nächste richtige Straße ist mehrere Hundert Meter entfernt. Ich hätte die Koordinaten, da an dem Bunker ein Geocache liegt.
Fotos habe ich keine gemacht. Sie würden auch nicht viel zeigen, da der Bunker komplett überwachsen ist und man außer einem Hügel nicht viel erkennt. Das einzige ist ein Teil des Eingangs. Der Weg, der an dem Bunker direkt vorbeiführt (nur ein Trampelfpad) hat übrigens den Namen "Bunkerschneise". Es ist definitiv ein Bunker, ich habe gerade mit einem Arbeitskollegen gesproche, der in der Gegend aufgewachsen ist. Er kann sich erinnern, dass er als Junge noch an dem Bunker gespielt hat. Aber auch er kann sich nicht erklären, warum so tief im Wald ein Bunker ist.
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KarRol
Gast





Beitrag Verfasst am: 10.07.2011 21:25 Antworten mit Zitat

Ach so, habe ich vergessen zu fragen. Was ist ein Sperrmittelhaus?
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Shadow
Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2007
Beiträge: 2624
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 10.07.2011 22:26 Antworten mit Zitat

Hallo KarRol,
Der Begriff "Sperrmittelhaus" ist etwas weit gefasst. Ich empfehle Dir mal, den Artikel Vorbereitete Sperren zumindestens zu überfliegen. Das, was Tom meint, ist genauer bezeichnet ein PionierSperrMunitionsHaus und findet sich am Ende des Artikels. Es diente zur Lagerung von Sprengmitteln um die in Deutschlands Strassen vorhandenen Sprengschächte im Ernstfall nutzbar zu machen. Sollte es sich bei Deinem Bunker um so ein Objekt handeln passt auch die von Dir beschriebene Lage weitab von jeglicher Infrastruktur grundsätzlich ins Bild. Allerdings gebe ich Tom recht, das ist sehr weit im Westen.

Gruss, Shadow.
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KarRol
Gast





Beitrag Verfasst am: 11.07.2011 17:03 Antworten mit Zitat

Hallo,

erstmal Danke für die Antworten.
Danke auch für die Erklärung des Sperrmittelhauses. Solche Einrichtungen sind mir bekannt, nur den Namen dafür kannte ich nicht.
So etwas wird es aber nicht sein. Dafür ist es zu alt.
Ich habe mich heute mal bei einem Einheimischen schlau gemacht. Er ist zwar nicht aus der Zeit, aber er ist in der Gegend aufgewachsen.
Seiner Meinung nach, gehört der Bunker zu einer Flakstellung. Ca. 2 km nördlich davon ist nämlich ein Flugplatz, der schon im Krieg genutzt wurde. Nach seinem Wissen war rund um den Flugplatz im Wald ein Flakgürtel zu seinem Schutze aufgebaut. Vermutlich gehörte dieser Bunker dazu.
Weiter habe ich erfahren, dass im gesamten Hiesfelder Wald (das ist das Waldgebiet drumherum) mehrere Depots versteckt waren. Das erklärt auch, warum der ganze Wald voller Bombenkrater ist. Eine Nutzung des Holzes dieses Waldes, ist bis heute nicht möglich, weil die Bäumer voller Splitter sein können. Ebenso soll es gefährlich sein, abseits der Wege zu laufen, weil hier noch immer viele Blindgänger vermutet werden.
Diese Infos habe ich von einer Infotafel, die im Wald aufgestellt ist. Ich kannte sie nicht, aber ein User war so freundlich, mir ein Bild davon zu senden.

Jetzt ist meine Neugier erstmal befriedigt. Vielen Dank an alle.

Bis zum nächsten mal.
KarRol
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Geschichtswissen
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 14.06.2015
Beiträge: 2
Wohnort oder Region: Bottrop

Beitrag Verfasst am: 16.06.2015 15:32 Antworten mit Zitat

Hi, Kann mir jemand einen genauen Standort sagen?
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EricZ
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 06.05.2003
Beiträge: 3428
Wohnort oder Region: Venloer Scholle

Beitrag Verfasst am: 17.06.2015 12:42 Antworten mit Zitat

Moin Geschichtswissen,

Schade das KarRol 2011 nicht einfach die Koordinaten des Bunkerbereiches angegeben hat.
Den exakten Standort des Bunkers und der Reste des vormaligen Depots im Hiesfelder Wald kann ich Dir leider nicht mitteilen, den Bereich, um den es hier geht, allerdings schon:

https://www.google.de/maps/place/H%C3%BCsken-Schr%C3%B6r/@51.5710244,6.8367696,15z/data=!4m2!3m1!1s0x0:0xc61fc1b88f4a1233

https://www.wald-und-holz.nrw.de/fileadmin/media/Dokumente/Naturwaldzellen/44_hiesfelder-wald_t.pdf

Der Weg Hauptgestell liegt westlich des Rotbachtals, endet an der Borbruchstaße im Nordwesten
und an der Pfalzgrafenstaße im Südosten. In südwestlicher Richtung gehen vom Hauptgestell weg:
Schlägerheidstraße, Kreienbergweg und Bruckmannsweg.


Der Name Hauptgestell weist übrigens auf die forstwirtschaftliche Funktion des Weges u.a zur Einteilung des Waldes in verschiedene Jagen (Abteilungen) hin. Als Gestelle werden im Wald ausgehauene Schneisenwege bezeichnet, über die geschlagenes Holz abtransportiert wird.

Viele Grüße, Eric

_________________
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...
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flori092000
 


Anmeldungsdatum: 29.12.2010
Beiträge: 55
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 17.06.2015 15:46
Titel: Mglicherweise ist das hier:
(Koordinate nur für registrierte Nutzer sichtbar)
Antworten mit Zitat

N 51° 34.044 E 006° 50.838

Moin,
ich habe mal über geocaching.com geschaut, wo denn dort an diesem Weg eine Dose liegt.
Da kam eigentlich nur dieser Punkt in Fragen.
Gruß Jens
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Geschichtswissen
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 14.06.2015
Beiträge: 2
Wohnort oder Region: Bottrop

Beitrag Verfasst am: 20.07.2015 20:37 Antworten mit Zitat

Vielen dank für die Infos, ich war jetzt mittlerweile selber schon am Bunker, ist nicht viel zu sehen.

@EricZ soll der 2. Link das Depot sein?
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