Automatische Netz Überwachung ( ANÜ)

Militär nach 1945 - FlaRak, CRC, CRP, SOC & Co, TMLD etc.
jabbadoo

Sorry

Beitrag von jabbadoo » 28.09.2010 22:15

für die Abschweifung.

Ja, ANÜ kam ursprünglich von der Bahn, wurde jedoch modifiziert.

Roland Wiemann
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Das ehemalige ESNLw bzw. AutoFüFmNLw

Beitrag von Roland Wiemann » 28.09.2010 22:32

Hier nun die Erklärung was z.B. das FM 12/800 mit ANÜ zu tun hatte:

Bei dem Richtfunkgerät FM 12/800 wurden mehrere Kriterien zur Überwachung genutzt:

1. Der Sendepegel

2. Der Empangspilot 116 Khz,,(Squelsch)

3. Der Sendepilot

4. Der Totalausfall des Gerätes

Alle alten analogen Geräte, ob RiFu oder TF Geräte, ortsfest und mobil wurden in einer sehr großen
Aktion in den 80 Jahren auf ANÜ umgerüstet.
Der von mir genannte PGDKo kam nicht lange zum Einsatz im ortsfesten Netz.
Das Gerät wurde nach einer sehr kurzen Betriebsphase aus dem ortsfesten Netz wieder entfernt.

Das ANÜ System beruht auf dem IFS 7 (Impuls Fernwirk System Nr.7) und kam nicht von der DB, sondern die damalige DEUTSCHE BUNDESBAHN hat ein ähnliches System ebenfalls betrieben.
Entwickelt wurde es von der BOSCH - TELEKOM AG mit dem damaligen Firmensitz in Backnang.

Das Fernwirksystem IFS 8 bei dem AutoFüFmNLw war eine Weiterentwickelung.
Dieses System IFS 8 gab es ebenfalls bei der DEUTSCHEN BAHN AG bis vor einigen Jahren, ob es jetzt noch dort im Einsatz ist, kann ich nicht sagen. :?: ;)

der kleine Bazi
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Beitrag von der kleine Bazi » 28.09.2010 23:17

Dass die Rifu Geräte und die TF Geräte überwacht wurden habe ich nie bezweifelt.

Aber die beiden Telefone, hatten glaube ich nix mit Anü zu tun ;)

Wie war das noch ( ist lange her )
WTS 07 für Fernschreiber ( 3 Schreibkanäle ein Sprechkanal ? )
VZ 12 T / R 12 Sprechkanäle
( Rifu 12 / 800 )
TFU 60 / 120 ( Trägerfrequenzumsetzer 60 / 120 Kanal )
Rifu Gerät 120 / 5000

Boy eh 5 GHz Sendefrequenz
;) ;) :lol:

jabbadoo

Jo, die 120/5000

Beitrag von jabbadoo » 29.09.2010 12:19

war ein ziemliches Trumm - aber eine prima Heizung für die komplette Station.

Richtig lästig waren die Gittermast-Funktürme der RRs. Wenn man da rauf musste, wars oft hübsch windig. :thumbup:

HW
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Beitrag von HW » 29.09.2010 13:11

Neben der oben angesprochenen Alarmüberwachung gab es bei den Stationen auch noch unangemeldete und unregelmäßige Kontrollen der Liegenschaft.
Vor einigen Jahren war eine Wandergruppe am Sonntagmorgen um 08:00 Uhr im Binger Wald auf Wanderschaft. Ihnen kam um diese Zeit auf einer schmalen Waldstraße ein olivfarbener Opel Astra mit Blaulichtbalken entgegen, FELDJÄGER. Spontan kam der Gedanke, die machen ihren Namen aber alle Ehre. Sie fuhren zu einer Richtfunkstation der Bundeswehr.
Das Gleiche erlebt in der Eifel, Nähe Nürburgring, nur die Zeit und das Kfz waren anders, Samstagabend 19:00 Uhr, VW Passat FELDJÄGER. Auch Kontrolle einer Richtfunkstation.

Soweit mir bekannt, werden heute bei den Betreibermodellen zur Kontrolle und Alarmverfolgung bei den Stationen auch die Sicherheitsunternehmen eingesetzt, die im Betreibermodell eingebunden sind.

jabbadoo

.....und passend dazu

Beitrag von jabbadoo » 29.09.2010 14:50

findet man an jetzt unbemannten Stationen mittlerweile Videokameras, die scheinbar regelmäßig geputzt werden.........wobei es nur logisch wäre, wenn diese in einer Zentrale auflaufen.

Da zudem viele der Zugangsstraßen nur für "Anlieger" sind, ist das Auftauchen der Blauhörnchen eventuell nicht ganz zufällig.

Zuätzliche, zivile Wachfirmen mit P1 bewaffnet gab es schon in den 80ern, speziell auf kleineren Stationen, 1 Wachmann, 1 Wachhund, jeweils in verschiedenen Verfallszuständen. Aber dass die Blauhörnchen Astra fahren; es muss wohl gespart werden :8):

Roland Wiemann
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Das ehemalige ESNLw bzw. AutoFüFmNLw

Beitrag von Roland Wiemann » 29.09.2010 19:28

Das Fernmeldenetz (AutoFüFmNLw) existiert nicht mehr!!!!!!!!!!

Auf den einzelnen FmStellen werden jetzt die Parabolantennen, Hohlleiter und Geräte entfernt und die
"nackte" Fernmeldestelle wird vermarktet, soweit es möglich ist.

Bei einigen Stationen zieht die Bundespolizei ein und richtet ihr digitales Funknetz ein, welches ja auch die Länderpolizei, Feuerwehr etc. einmal irgendwann bekommen soll.

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Den sog. BOS Funk, jetzt noch analog:

Der BOS-Funk ist ein nichtöffentlicher mobiler UKW-Landfunkdienst (nömL) in Deutschland, der von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verwendet wird. Er ist durch die BOS-Funkrichtlinie reglementiert, deren Neufassung am 2. Mai 2006 durch das Bundesministerium des Innern erlassen wurde.

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Wachleute (Zivil- Gewerbliche Wachen) mit Hund und sogar noch bewaffnet, dass ist wirklich Schnee von damals, gibt es auch nicht mehr!!

Die Bewachung der ortsfesten FmStellen wurde ab 1990 langsam eingestellt, wegen der sehr hohen Kosten!!

Außerdem ist hier der entsprechende Link für die freiwerdenden Liegenschaften der Bundeswehr:

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/ ... enschaften


dann nur den Beitrag heraussuchen. :-)

Roland Wiemann
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Fm 120/5000

Beitrag von Roland Wiemann » 30.09.2010 20:00

Das Richtfunkgerät FM 120 / 5000 war voll durchstimmbar von 4,4GHz bis 5 GHz ;)

der kleine Bazi
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Re: Fm 120/5000

Beitrag von der kleine Bazi » 30.09.2010 21:48

Jepp stimme Dir bei, aber dieses Frequenzspectrum war halt damals kaum vorstellbar. Ich weis noch dass ich einen Frequenzzähler von HP ( Hewlett Packard ) in meinem MUP Bus Hatte, der angeblich 50.000 DM kosten würde. Und nur weil er bis 5 GHz messen konnte ;)

Heute kommt ein Prozessor in einer Grafikkarte in diese Bereiche. Da frage ich mich gibt es da keinen Spin Effekt ?

Das Bördeln von "Hohlleitern" und "Hackethal" Kabeln war damals schon eine Wissenschaft für sich.....

jabbadoo

Apropos Hohlleiter

Beitrag von jabbadoo » 04.10.2010 13:43

Für die, welche die Dinger nicht kennen: Das waren richtig dicke Kabel, sauschwer und störrisch. Innen feinstes Metall mit einem Hohlraum in der Mitte (brauchte man für leistungsstarke Hochfrequenztechnik), nach außen dicke Ummantelung aus verschiedenen Schutzgeflechten und Gummi. Also nicht ein paar Gramm, wie bei der heimischen Satellitenschüssel.

Oben auf den Masten gab es kleine Kräne, mit denen man Sachen nach oben hieven konnte. Den Mast hoch lagen meist 2 Längen Hohlleiter. Da waren mal ein paar Unteroffiziere so schlau, bei der Auswechslung der Hohlleiter diese nicht zu trennen, sondern am Stück abzuseilen -> schwupps, war der Kran krumm.

Übrigens, noch mal zur Klarstellung der ganz oben getroffenen Aussagen "ANÜ kam von der Bahn" und "ANÜ kam nicht von der Deutschen Bundesbahn". Die stimmen beide. Die Bundeswehr hat sich spezielle Geräte fertigen lassen, welche bei der Deutschen Bahn/Bundesbahn nicht im Einsatz waren. Die grundlegendeTechnik von Fernwirksystemen mit Überwachungsfunktionalität etc. ist aber ursprünglich für die Überwachung von Signal- und Weichentechnik sowie Stellwerken bei Bahnen entstanden.

Für die Mitleser: MUP (Bazis erwähnter VW-Bus) -Trupp waren die Geräteprüfer-, Gerätemesser und ggf. Instandsetzer. Gabs sowohl von der BW, als auch den Geräteherstellern.

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