Details

Codename
Komet
Typ
sonstiges
Land (heute)
Deutschland
Ort
Duisburg-Huckingen
Feldpostnummer
Einheit
LW-Nummer
Fluko
-
Beschreibung
Die eigentlichen Geräte der Stellung standen auf der Brückenüberführung der damals noch nicht fertiggestellten, heutigen B288 oberhalb der Straßenbahntrasse Duisburg-Düsseldorf.

Von Herbst 1943 bis Frühjahr 1945 wurde am Heidberg südlich von Duisburg-Huckingen die Stellung betrieben.

In der Stellung am Heidberg war - verglichen mit der durchschnittlichen Personalstärke vom Funkmeßstellungen - nur wenig Personal, zusammen etwa zehn Soldaten und Luftnachrichten-Helferinnen. Die Soldaten waren in einer Baracke unterhalb der noch nicht fertig ausgebauten Schnellstraße, die Helferinnen in Huckingen privat untergebracht. Neben einigen Mannschaftsdienstgraden gab es noch einen Unteroffizier aus Bayern und den Leiter der Stellung Oberleutnant John.

Die Beobachtungen mit Hilfe des Freya-Gerätes wurden den "Bltzmädchen" mündlich zugerufen. Diese gaben die Informationen per Telefon weiter zu einem unterirdischen Bunker an der Mülheimer Straße nahe dem Kaiserberg. Von dieser Stelle aus wurden die Informationen weitergeleitet und unter anderem im Drahtfunk gesendet.

Für Beobachtungsflüge usf. stand der Einheit ein Fieseler Storch zur Verfügung. Das Flugzeug war am Heidberg im Gebüsch abgestellt. Als Start- und Landebahn diente die noch nicht vollständig ausgebaute Schnellstraße (heutige B288). Gestartet wurde mit dem Storch immer in Richtung Duisburg-Großenbaum. Die Maschine wurde vom Unteroffizier geflogen, damit Oberleutnant John seine Beobachtungen machen konnte. Nach der Rückkehr von solchen Einsätzen wurde der Storch wieder rückwärts an seinen Platz im Gebüsch geschoben.


Etwa im März 1945, als der Amerikaner schon von der linken Rheinseite auf die rechtsrheinischen Stadtteile Duisburgs schoß, wurde das Gerät abgebaut und die Stellung an dieser Stelle verlassen. Die Einheit verlegte nach Heiligenhaus, und zwar in den Bereich der Stellung HEIDSCHNUCKE zu einer Stelle an der Straße zwischen Kettwig und Velbert, in der Nähe des damals dort noch eingesetzten Jagdschloß-Gerätes. Wegen des immer enger werdenden Ruhrkessels wurde daß Freya-Gerät allerdings nicht mehr wie geplant aufgebaut, sondern letztendlich gesprengt.
Ausrüstung
1 Anti-Bumerang-Gerät, 1 Groß-Freya-Gerät und weitere FuMB-Geräte
noch erhalten
Reste gesprengten Auswertungsgebäudes (?) ca. 500 m westlich vom ehemaligen Standort des Groß-Freya-Gerätes.
Chronik
Quellen
Alexander Dahl, Bumerang - Ein Beitrag zum Hochfrequenzkrieg; M. Kammerer, W. Schnitzler, H. Winkler (Zeitzeugen).
http://groups.msn.com/GarnisonDuisburg
https://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=7878
Ortslage
exakte Lage
Fotos