US Border Station Wurmberg (Harz)

Gegenüber dem Brocken, in der Nähe von Braunlage, liegt der Wurmberg (971m ü.NN). Hier oben errichteten die NSA und die ASA (US Army Security Agency, später INSCOM = Intelligence and Security Command) 1972 einen 81 Meter hohen Turm. Interessanterweise wurde das Bauwerk von oben nach unten gebaut, d.h. der obere Teil wurde immer wieder etwas angehoben und dann ein neues Segment am Fuß eingefügt.

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Torii Towers Dannenberg und Wobeck

Da die Bauten, vor allem der riesige Antennenträger, sich bei diesen beiden Anlagen stark ähnelten bzw. fast identisch waren, haben wir die beiden zusammengefasst.

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Peiler DF-Station Schleswig

Bei dieser Installation der US Army handelte es sich nicht um einen klassischen "Horchposten", die Aufgabe bestand vielmehr in der Lokalisierung des Ursprungs bestimmter Funksignale (DF = Direction Finding). Als Antennenanlage kam dazu eine sog. Wullenweber-Antenne vom Typ AN/TRD-15 zum Einsatz - übrigens eine relativ kleine Version dieses Antennentyps. Diese, ringförmig um ein kleines Zentralgebäude ("Operations Shack") angeordnete Empfangsanlage diente zum Anpeilen von Signalen im Kurzwellenbereich zwischen 0,5 und 32 MHz. In Zusammenarbeit mit anderen, gleichartigen Stationen in Westdeutschland, anderen westeuropäischen Ländern, Asien und den USA konnte so durch Kreuzpeilung der Standort eines empfangenen Senders relativ genau bestimmt werden.

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Objekt URIAN - Abhörstation Brocken

Die bekannteste ostdeutsche "Abhörstation", wahrscheinlich die bekannteste in Deutschland überhaupt, stand auf Norddeutschlands höchstem Berg (1142m). Nachdem die US-Truppen den Brocken 1945 erobert hatten, wurde er am 28. April 1947 in die Verwaltung der Roten Armee übergeben. Seitdem waren hier sowjetische Truppen stationiert. Zuerst befassten diese sich nur mit Sicherungsaufgaben, ab 1955 war dann die Fernmeldeaufklärungsbrigade 82 auf der Kuppe präsent. 1949 wurde die Gaststätte noch einmal wiedereröffnet, doch mit dem Bau der Mauer im August 1961 war es dann mit jeglichem Tourismus vorbei. Der Brocken und selbst der kleine Ort Schierke wurden nun zum Sperrgebiet. Ab jetzt hatte die sowjetische Einheit eine Stärke von rund hundert Mann und war dem sowjetischen Geheimdienst GRU direkt unterstellt. Informationen über Militärbewegungen in ganz Westeuropa wurden vom hier aus gesammelt, aufgezeichnet und weitergeleitet.

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GSSD-Abhöranlage Diesdorf/Bergmoor

Ein nicht alltägliches Objekt befand sich bei Bergmoor in der Nähe von Diesdorf in Sachsen-Anhalt, nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt. Praktisch "gegenüber" von Wittingen, auf einer für die Tiefebene doch recht ansehnlichen Höhe von 108 Meter gelegen, befand sich hier eine Abhöranlage der sowjetischen Streitkräfte. Einige Kilometer entfernt unterhielt, südlich des Ortes, unterhielt die NVA eine entsprechende Stellung für mobile Einsätze (wahrscheinlich Objekt 07/265). Bereits 1967 besetzten sowjetische Truppen den bereits vorher mehrfach mobil genutzten Schwabenberg permanent, die Grundstückseigentümer hatten fortan keinen Zutritt mehr. Meist im Schutz der Dunkelheit begannen russische Pioniereinheiten mit der Errichtung einer ortsfesten Abhörstation.

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Langwellensender Erching

1953 wurde in der Nähe von Erching in Bayern (ca. zwanzig Kilometer nördlich von München) ein Langwellensender mit einem 256m hohen Mast aufgebaut. Hierbei handelte es sich um einen gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast mit zwölf Dachkapazitätsabspannungen. Der Sender mit einer Leistung von einem Megawatt auf 173 kHz wurde für den amerikanischen Radiosender "Voice of America" (VOA) betrieben und war zu dieser Zeit der stärkste Rundfunksender Europas. 

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