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WIFO-Tanklager Hitzacker

Die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (Wifo) mit Sitz in Berlin wurde vom Deutschen Reich im August 1934 zum Zwecke der Beschaffung, Bevorratung und des Transports strategischer Rohstoffreserven für den Kriegsfall gegründet. Offizielle Aufgabe des Unternehmens war "die Errichtung und der Betrieb von Versuchs- und Forschungsanlagen zur Förderung von Industrie und Handel". Gesellschafter waren die Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG, Berlin mit 16.000 RM Anteil am Stammkapital und die I.G. Farbenindustrie AG, Frankfurt mit 4.000 RM Anteil. Projekte der Gesellschaft gab es im gesamten Reichsgebiet. Bis zum Ende des Tanklager-Bauprogramms Mitte 1942 hatte die Gesamtkapazität der WIFO-Tanklager rund 1,5 Millionen m³ Kraft- und weit mehr als 100.000m³ Schmierstoffe erreicht, darüber hinaus verfügte die WIFO über große Tankkapazitäten für andere Stoffe, über mehr als 38.000 Kesselwagen und 35 Schiffe. Am Kriegsende arbeiteten reichsweit rund zehntausend Mitarbeiter für die Gesellschaft.

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Raketenversuchsanstalt Trauen

Im Jahre 1936 wurde der Österreicher Eugen Sänger, der in Wien bereits erfolgreich Brennkammerversuche durchgeführt hatte, vom Reichsluftfahrtministerium beauftragt, ein Forschungsinstitut für die Luftwaffe aufzubauen. Hauptaufgabe sollte u.a. die Entwicklung neuer Brennstoffkombinationen mit hohen Ausströmgeschwindigkeiten sein. So entstand kurz darauf in Trauen, nahe dem Fliegerhorst Fassberg das Raketenflugtechnische Institut der Luftwaffe. Zur Tarnung wurde offiziell der Name "Flugzeugprüfstelle Trauen" benutzt - auch gegenüber dem Heereswaffenamt(!). Die Anlage war eine ausgelagerte Zweigstelle der LFA (Luftfahrtforschungsanstalt Hermann Göring). Der Standort wurde ausgewählt, da die Versuche in Braunschweig-Völkenrode aus Platz- und Geheimhaltungsgründen nicht durchgeführt werden konnten - Trauen lag mitten in der einsamen Heide, aber günstig nah an einem Fliegerhorst.

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Werksflugplatz der Rheinmetall-Borsig AG Unterlüß

Im März 1938 erhielt die Rheinmetall-Borsig AG vom Luftamt Braunschweig die Genehmigung, einen Landeplatz in der Nähe des Werks-Schießplatzes Unterlüß anzulegen. Die Benutzung wurde auf werkseigene Flugzeuge und Personen eingeschränkt, die dort dienstliche Aufgaben zu erledigen hatten. Noch im selben Jahr wurde eine Flugzeughalle mit befestigtem Hallenvorfeld und Werkstatt sowie einige Nebengebäude errichtet. Die Halle erhielt den Namen "Udet-Halle", der Platz hieß dementsprechend "Udet-Feld" (Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Erprobungsstelle in Polen!).

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Autobahn-Flugplätze (Notlandeplätze NLP-Str)

Die "Straßen des Führers", so nannte die Nazi-Propaganda das noch junge und unvollständige Netz der Reichsautobahnen gerne. Als zivile und sicherlich auch militärische Verkehrsadern geplant, war die mögliche Nutzung zur Einrichtung provisorischer Flugplätze zunächst überhaupt nicht geplant. Als gegen Ende des Krieges die Zahl der noch intakten Flugplätze immer weiter sank, wurde der Reichsminister der Luftfahrt Göring aber recht schnell auf diese Möglichkeit aufmerksam und so gewann die Autobahn in dieser Hinsicht rasch an Bedeutung. Gerade die damals brandneuen "Düsenjäger" wie die Me-262 profitierten von einer befestigten und ausreichend langen Start- und Landebahn. Gefordert war eine Startbahn von 1700m Länge mit einem Landestreifen von 350m.

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US Border Station Wurmberg (Harz)

Gegenüber dem Brocken, in der Nähe von Braunlage, liegt der Wurmberg (971m ü.NN). Hier oben errichteten die NSA und die ASA (US Army Security Agency, später INSCOM = Intelligence and Security Command) 1972 einen 81 Meter hohen Turm. Interessanterweise wurde das Bauwerk von oben nach unten gebaut, d.h. der obere Teil wurde immer wieder etwas angehoben und dann ein neues Segment am Fuß eingefügt.

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Horchposten Ravensberg (Bad Sachsa)

Im März 1959 errichtete die Kompanie C des 319th ASA Battalion der US Army auf dem Ravensberg bei Bad Sachsa (Höhe ü.NN 660 m) einen ersten, temporären Hochposten, der allerdings schon im Juni 1962 nach St.Andreasberg verlegt wurde.

Über die folgenden acht Jahre liegen uns leider keinerlei Informationen vor. 1970 wurde dann der auch heute noch vorhandene, 64 Meter hohe Turm und ein zweistöckiger Anbau errichtet. Dieses Jahr geht zumindest aus der Bauzeichnung und dem Herstellungsjahr des Dieselgenerators hervor.

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