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Wifo-Ersatzlager Neuenkirchen

Leider ist über diese Anlage recht wenig bekannt. Sie lag dicht an der ehemaligen Bahnstrecke Soltau-Neuenkirchen und wurde von der WIFO (Wirtschaftliche Forschungsges. mb.H) betrieben bzw. sollte von ihr betrieben werden. Ob es jemals zum Regelbetrieb kam, ist unklar. Gedacht war die Anlage als Ersatzlager für hochkonzentrierte Salpetersäure, die man u.a.zur Herstellung von TNT braucht.

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Kraftwerk Hamburg-Tiefstack

In den Anfangsjahren der Elektrifizierung in Hamburg errichteten die 1894 gegründeten Hamburgischen Electricitäts-Werke HEW zunächst dezentral mehrere kleine Kraftwerke. Bis 1913 wurden vier Kraftwerke mit zusammen 28.450 KW Leistung gebaut. Bereits ab 1910 begann man aber mit der Planung eines neuen, weitaus größeren Kraftwerkes. Mit einer Leistung von 60.000 bis 80.000 KW sollte es die ausreichende und sichere Versorgung des gesamten hamburgischen Staatsgebietes gewährleisten. Im Jahr 1914 konnte mit den Bauarbeiten auf einem Gelände am Moorfleeter und Tiefstackkanal begonnen werden, 1917 wurde die erste Dampfturbine in Betrieb genommen. Nach dem Endausbau im Jahre 1925 verfügte das Kraftwerk Tiefstack über 24 Kessel und 5 Turbinen mit zusammen 85 MW Leistung, die jedoch aufgrund technischer Probleme und ständig nötiger Reparaturen an den Kesselanlagen nur selten auch tatsächlich erreicht wurden.

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Greenbrier - Ausweichsitz des US-Senats und Repräsentantenhauses

Die meisten unserer Leser haben sicherlich schon von der Dienststelle Marienthal, dem sogenannten Regierungsbunker, gehört und auch die verschiedenen Ausweich-Führungsstellen der ehemaligen DDR-Regierungsorgane sind zum Teil recht gut dokumentiert. Hierzulande naturgemäß weniger bekannt sind die Anstrengungen, die die USA während des Kalten Krieges zum Schutz ihrer Regierung unternahmen. Wir hatten die Gelegenheit, zumindest einen kurzen Blick hinter die Kulissen einer dieser Anlagen zu werfen.

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WIFO-Tanklager HOKO Melbeck-Embsen

Bei Melbeck/Embsen, in der Nähe von Lüneburg, wurde in den Jahren 1937-1939 im Auftrag der IG Farben AG eine Fabrik zur Herstellung von hochkonzentrierter Salpetersäure errichtet. Wie bei vielen Rüstungsbetrieben der NS-Zeit wurden die Gebäude so gestaltet, daß sich ein dörfliches, Hof- oder Guts-ähnliches Bild ergab. Die Tarnung erwies sich in diesem Fall als so effektiv, daß es niemals zu einem Bombenangriff auf dieses Werk kam.

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Bunker in Hamburg: Flakturm Wilhelmsburg (Gefechtsturm VI)

Hitlers Idee von Trutzburgen für die Großstädte, gigantischen Flaktürmen, wurde in den Städten Hamburg, Berlin und Wien zu Beginn der vierziger Jahre Wirklichkeit. Flaktürme wurden immer paarweise errichtet - ein Gefechtsturm, der die Geschütze trug und ein Leitturm, in dem die Feuerleitung Platz fand. Manchmal war auf dem Leitturm sogar ein Radargerät vom Typ Würzburg oder Würzburg Riese montiert.

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Einsatzhafen Kohlenbissen

Im Jahre 1937 wurde bei Kohlenbissen, einer winzigen Siedlung ganz in der Nähe von Munster in der Lüneburger Heide, ein Einsatzhafen eingerichtet. Zunächst wurde die Heidefläche gerodet, mit Erde eingeebnet und mit Gras bepflanzt. Am Bau beteiligt war u.a. die Luftwaffenbaukompanie 59/XI. Es sollte aber doch bis 1941 dauern, bis der Platz und die dazugehörigen Gebäude bezogen werden konnten, erst im Sommer 1942 wurde er das erste Mal angeflogen. Damals war der Platz von militärischen Einrichtungen nur so umringt. Die Kampfstoff-Fabriken im Nordosten, Munsterlager im Osten, Truppenübungsplätze im Norden und Süden, Die Luftmunitionsanstalt Oerrel im Südwesten und die Munitionsanstalt Dethlingen im Südosten. Eigentlich erstaunt diese Tatsache, da sie ja die gesamte Gegend als Angriffsziel wesentlich attraktiver machte und die Erfolgschanchen eines Angriffs deutlich steigerte. 

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