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Öffentliche Zivilschutzanlagen - ein Überblick

Etwa seit Mitte 2009 tauchen sie immer häufiger in den Medien auf - ob nun als „Atombunker“, „Schutzbunker“, „Atomschutzbunker“ oder einfach nur als „Bunker“ bezeichnet, gemeint sind meistens ehemalige öffentliche Zivilschutzanlagen des Kalten Krieges. Seit Mitte der 1950er Jahre bis über das Ende des Kalten Krieges in die frühen Neunziger hinein errichtete die Bundesrepublik Deutschland eine große Zahl solcher Bauwerke als Neubauten und modernisierte viele Weltkriegsbunker. Mehrere Tausend waren es, doch die meisten Menschen wissen nur wenig über dieses Thema, das mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes zum Teil der Geschichte wurde. Wie das alles funktionieren sollte und  wo und für wie viele Menschen es Schutzplätze gegeben hätte, ist wohl den meisten unbekannt.  

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Das kombinierte Schutzbauwerk Utzigen - der Berner Regierungsbunker

Während die "Ausweichsitze" und "Regierungsbunker" der unterschiedlichen Verwaltungsebenen in beiden Teilen des damals getrennten Deutschlands heute, mehr als zwanzig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges, in weiten Teilen bekannt und außer Dienst gestellt sind, war und ist man diesbezüglich in der Schweiz weitaus zurückhaltender. Zwar sind einige, inzwischen stillgelegte so genannte "geschützte Führungsanlagen" inzwischen bekannt, detaillierte Informationen zu diesem Thema sind aber schwer zu finden. Das gilt auch für die Schutzbauten der Kantonsregierungen, in etwa vergleichbar mit unseren Landesregierungen. 2003 wurde eine solche Anlage der Öffentlichkeit bekannt. Inzwischen ist sie nicht mehr in Betrieb und wir haben die Gelegenheit genutzt, sie noch einmal zu besuchen, bevor das Bauwerk "eingemottet" wird.

 

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Der Kennedy-Bunker auf Peanut Island

Kennedy-Bunker - das klingt nach Regierungsbunker oder Präsidenten-Schutzraum, nach einem großen Ausweichsitz, von dem aus Präsident John F. Kennedy im Kriegsfall die Vereinigten Staaten von Amerika regiert hätte. Unwillkürlich denkt man an die deutsche Dienststelle Marienthal an der Ahr, an das Objekt 17/5001 des Nationalen Verteidigungsrates der DDR unter Erich Honecker oder, näher liegend, an den Senats- und Kongress-Bunker unter dem Greenbrier Resort in West Virginia. Doch weit gefehlt: Die bisher bekannten, so genannten Kennedy-Bunker sind kleine, einfache Schutzbauten, wie sie rudimentärer kaum sein könnten.

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Mukran - Verkehrsknoten für den Waffenbruder UdSSR

Ganz oben unterm Dach steht der Gruß eines Rotarmisten aus der sibirischen Altai-Region. „Hallo Landsleute!“ hat er auf russisch in die gekalkte Wand geritzt. Ein paar Zentimeter weiter schrieb ein Unbekannter namens Wasjok aus der Stadt Ufa „DMB 92“ in das Wartehäuschen auf dem Güterbahnhof von Mukran auf Rügen. Für Wasjok war es mit Sicherheit ein Tag der Freude. Die Abkürzung steht für „Demobilisazija“, dem Ende des zweijährigen Wehrdienstes in der Roten Armee.

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Die "Engelsburg" - der Rundbunker Töpferweg in Lübeck


Im zweiten Weltkrieg wurde unter der nationalsozialistischen Herrschaft nach einem Sofortprogramm die Errichtung von Luftschutzbauten zum Schutz der zivilen Bevölkerung angeordnet. Lübeck zählte dabei aufgrund der Küstenlage und den kriegswichtigen Werften zu den bevorzugten Angriffszielen. Der Entwicklung folgend wurde in der Hauptverwaltung der Hansestadt die Abteilung Luftschutzbau unter der Leitung von Dr. Ing. Hespeler von der Baupolizei eingerichtet. In die Zuständigkeit des Kriegsschädenamtes fiel die bauliche Unterhaltung, Ausstattung und Bewirtschaftung verwaltete die Abteilung Luftschutz des Polizeipräsidiums. Bei Kriegsende waren zwanzig errichtete Haus- oder Turmbunker für den Luftschutz in Benutzung.

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Das Sonderbauwerk der Landeszentralbank NRW

Es ist genau 40 Jahre her, als sich in einem beschaulichen Örtchen der Nordeifel 34 Personen zu einem Experiment der besonderen Art zusammenfinden. Der Grund ihres Zusammentreffens ist die Fertigstellung einer unterirdischen Bunkeranlage, die von den Bauherren und Auftraggebern während ihrer Bauzeit mit einer Vielzahl von verschleiernden Tarnbezeichnungen möglichst fern einer größeren Aufmerksamkeit gehalten wurde. Die Teilnehmer des Experimentes begeben sich für 4 ½ Tage unter die Erde und nehmen an einer Funktionsprüfung teil, die den Namen „Bunkerbelegungsversuch im Sonderbauwerk Steinfurt“ erhalten hatte. Nur gibt es in der Eifel keine Stadt, kein Dorf und keine Gemarkung dieses Namens.

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