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Einsatzhafen Kohlenbissen

Im Jahre 1937 wurde bei Kohlenbissen, einer winzigen Siedlung ganz in der Nähe von Munster in der Lüneburger Heide, ein Einsatzhafen eingerichtet. Zunächst wurde die Heidefläche gerodet, mit Erde eingeebnet und mit Gras bepflanzt. Am Bau beteiligt war u.a. die Luftwaffenbaukompanie 59/XI. Es sollte aber doch bis 1941 dauern, bis der Platz und die dazugehörigen Gebäude bezogen werden konnten, erst im Sommer 1942 wurde er das erste Mal angeflogen. Damals war der Platz von militärischen Einrichtungen nur so umringt. Die Kampfstoff-Fabriken im Nordosten, Munsterlager im Osten, Truppenübungsplätze im Norden und Süden, Die Luftmunitionsanstalt Oerrel im Südwesten und die Munitionsanstalt Dethlingen im Südosten. Eigentlich erstaunt diese Tatsache, da sie ja die gesamte Gegend als Angriffsziel wesentlich attraktiver machte und die Erfolgschanchen eines Angriffs deutlich steigerte. 

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Hafenkrane in Hamburg

Befassen möchte ich mich mit Hafenkranen in Hamburg. Im Hafen zu Hamburg redet man nie von KrÄnen sondern von KrAnen, also ohne A-Umlaut. Dazu denken sollte man sich noch, dass der Hamburger, speziell der Hafenarbeiter, mehr singt als redet, spricht. Selbst der Duden empfiehlt "fachsprachlich" die Pluralbildung mit A, nicht mit Ä! So wollen wir es also auch hier halten: Ich versuche das. Einräumen möchte ich, dass mir ab und zu beim gesprochenen Wort auch nach Jahren noch ein "KrÄne" durchrutscht.

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Wifo-Ersatzlager Neuenkirchen

Leider ist über diese Anlage recht wenig bekannt. Sie lag dicht an der ehemaligen Bahnstrecke Soltau-Neuenkirchen und wurde von der WIFO (Wirtschaftliche Forschungsges. mb.H) betrieben bzw. sollte von ihr betrieben werden. Ob es jemals zum Regelbetrieb kam, ist unklar. Gedacht war die Anlage als Ersatzlager für hochkonzentrierte Salpetersäure, die man u.a.zur Herstellung von TNT braucht.

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Hafenbahn-Tunnel Hamburg-Altona - der Schellfischtunnel

Schon 1843 hatte man im stetig wichtiger werdenden Altonaer Hafen mit dem Bau eines "Eisenbahnquais" begonnen. Der steile Elbhang machte die Anbindung an die reguläre Bahnstrecke schwierig, so daß man sich zunächst mit einer Rampe behalf, auf der die Waggons mit einer Seilwinde bewegt wurden.

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Hamburg Altenwerder - ein Dorf verschwindet

Ein Dorf verschwindet - und das am Rande einer deutschen Großstadt zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.  - Das kleine Dorf Altenwerder existierte schon lange, bereits Ende des 14. Jahrhunderts wurde es erwähnt. An der Süderelbe gelegen, lebten die meisten Bewohner vom Fischfang oder Landwirtschaft. Im Jahre 1937 wurde Altenwerder in die Stadt Hamburg eingemeindet, genauer in das Ortsamt Süderelbe.  Während des Krieges mußte der kleine Ort einige Bombenangriffe über sich ergehen lassen, da der Hafen (so. z.B. auch der U-Boot-Bunker ELBE II) nicht weit entfernt war. Bis 1973 war die Einwohnerzahl bereits auf rund 2000 angestiegen. Soweit hört sich das an wie eine ganz normale (zugegebenermaßen kurzgefasste) Dorfchronik.

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Luftwaffentanklager Büchen

Im Jahre 1935 wurde in der Nähe von Büchen mit dem Bau verschiedener Anlagen begonnen. Neben einer Luftmunitionsanstalt mußten die ca. 800 Arbeitskräfte auch ein Luftwaffentanklager errichten. Dieses war offenbar ähnlich aufgebaut wie etwa die in Farge und Loccum.

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