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Langwellensender Erching

1953 wurde in der Nähe von Erching in Bayern (ca. zwanzig Kilometer nördlich von München) ein Langwellensender mit einem 256m hohen Mast aufgebaut. Hierbei handelte es sich um einen gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast mit zwölf Dachkapazitätsabspannungen. Der Sender mit einer Leistung von einem Megawatt auf 173 kHz wurde für den amerikanischen Radiosender "Voice of America" (VOA) betrieben und war zu dieser Zeit der stärkste Rundfunksender Europas. 

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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

An der dänischen Westküste nordwestlich von Esbjerg existierte am Ende des Zweiten Weltkriegs für einige Jahre eines der größten mit Deutschen belegten Flüchtlingslager. Nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt bewohnten ab 1945 in Spitzenzeiten über 35.000 Menschen auf dem Gelände eines Militärlagers der ehemaligen deutschen Wehrmacht quasi eine eigene Stadt.  Wie es dazu kam, was dort geschah und welche Auswirkungen dieses Phänomen hatte, will der folgende Aufsatz untersuchen – und einen Blick in die Zukunft werfen, denn durch die Aktivitäten einer dänischen Kulturinitiative des Vardemuseums zeichnet sich die Möglichkeit einer interessanten Zukunft für die Anlage ab.

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Kindsbach Underground Facility - SOC 3

In den zwanziger Jahren wurde von der am 29.07.1919 von Wilhelm Würmell gegründeten Firma Formsandwerke Ludwigshafen am Rhein ein Gelände in Kindsbach (westlich von Kaiserslautern) erworben. Bis 1937 wurde es als Sandgrube zum Abbau von Formsand für Gießereizwecke bewirtschaftet. Dazu wurde der Sand in Transportkübeln mit Hilfe einer Seilbahn über Kindsbach hinweg bis zu den Bahngleisen transportiert. So entstand nach und nach am Hang eine grubenförmige Geländeformation.

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Die Gewölbe unter St.Michaelis

Hamburgs St. Michaelis ist sicher eine, wenn nicht sogar die bekannteste Kirche Norddeutschlands. Eingeweiht im Jahre 1661, brannte sie nach einem Gewitter im Jahre 1750 bis auf die Grundmauern nieder. Für den Wiederaufbau wurde der Kirchenbaumeister Ernst Georg Sonnin verpflichtet. 1762 wurde der Neubau eingeweiht, diesmal mit einem riesigen Grundgewölbe versehen.

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NATO-Depots im Saarland

Die vier hier behandelten saarländischen US-Munitionslager wurden während des "Kalten Krieges" in den Jahren 1971 bis 1974 unter Leitung des Finanzbauamtes erbaut. Zunächst wurde Anfang 1971 mit dem Bau des Depots Marpingen begonnen. Die Erstellungskosten pro Depot betrugen damals ca. 4,5 Millionen DM. Alle vier Depots wurden in zuvor nur forstlich genutzten Waldgeländen errichtet und sind weitgehend baugleich.

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U-Verlagerung "Gazelle" - Kalischacht Walbeck

Die Geschichte der Walbecker Kalischächte begann am 17.März 1904 mit der Gründung der Gewerkschaft Walbeck der Burbach AG. Die Gewerkschaft verfügte über fast 77.000 m² Grundbesitz und dreizehn preußische Maximalfelder, die als Abbaurechte für Kali- und Steinsalze verliehen worden waren. Diese Abgaben- und Förderzinsfreien Abbaufelder in den Gemarkungen Bischofswald, Döhren, Groß-Bartensleben, Walbeck und wurden im Juni 1908 zu einem einheitlichen Bergwerk zusammengefasst. In mehreren Tiefbohrungen wurden schließlich vier Kalisalzlager unterschiedlicher Mächtigkeit aufgeschlossen.

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