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WIFO-Tanklager HOKO Melbeck-Embsen

Bei Melbeck/Embsen, in der Nähe von Lüneburg, wurde in den Jahren 1937-1939 im Auftrag der IG Farben AG eine Fabrik zur Herstellung von hochkonzentrierter Salpetersäure errichtet. Wie bei vielen Rüstungsbetrieben der NS-Zeit wurden die Gebäude so gestaltet, daß sich ein dörfliches, Hof- oder Guts-ähnliches Bild ergab. Die Tarnung erwies sich in diesem Fall als so effektiv, daß es niemals zu einem Bombenangriff auf dieses Werk kam.

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Flakschutz für Hamburg im 2. Weltkrieg

Während der letzten Kriegsjahre hatten deutsche Großstädte besonders unter Bombardierungen zu leiden, so natürlich auch Hamburg. 778 Luftwarnungen hatte es gegeben, 708mal war Fliegeralarm ausgelöst worden, 213 Bomberangriffe gab es bis zum 17.April 1945 (Angriffe durch Jagdbomber nicht mitgerechnet). Die deutschen Lageberichte gingen von 17.619 Flugzeugen aus, die bei den Angriffen Hamburg überflogen - eine bewiesenermaßen zu geringe Schätzung. Mehr als 100.000 Sprengbomben und über 1,5 Millionen Brandbomben und -sätze gingen damals auf Hamburg nieder. Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg nennt sogar noch höhere Zahlen.

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Luftfahrtforschungsanstalt Hermann Göring, Braunschweig-Völkenrode

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs untersagte der Versailler Vertrag Deutschland jegliche Luftfahrtforschung im Bereich des Motorflugs. Dennoch begann das Reichswehrministerium bereits 1920 schon wieder mit der Vorbereitung zur Einrichtung einer Fliegertruppe und natürlich der zur Entwicklung und Produktion eigener Flugzeuge. Nur wenige Jahre später entstanden die ersten Forschungseinrichtungen, darunter beispielsweise auch die DVL (Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und der anschließenden Schaffung eines eigenen Reichsluftfahrtministeriums wurden die Bemühungen um die Luftrüstung wesentlich verstärkt.

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Geheimdienst-Horchposten in Berlin

Kaum ein Ort war während des Kalten Krieges so günstig für die westliche Fernmeldeaufklärung gelegen wie Westberlin. Entsprechend hoch war denn auch die Anzahl der "Horchposten" der verschiedensten Betreiber. Obwohl es natürlich eine gewisse Zusammenarbeit der Geheimdienste gab, kochte doch letztlich jedes Land, ja sogar jeder Geheimdienst innerhalb derselben Nation, meist sein eigenes Süppchen. Einen kleinen Überblick möchten wir hier vermitteln.

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Pulverfabrik EIBIA Bomlitz

Im Jahr 1935 begann in der Lohheide bei Bomlitz im Auftrag des Reichswehrministeriums die Errichtung einer Nitrocellulose-Produktion durch die Firma Wolff & Co. Die Firma blickte schon damals auf langjährige Erfahrungen in der Pulverproduktion zurück, die bis ins Jahr 1815 zurückreichen. Auf einem Areal von rund 35ha entstand 1935 zunächst die Anlage Waldhof mit 121 Gebäuden, darunter neben produktionstechnischen Anlagen und Labors auch eigene Wasser- und Kraftwerke und ein Anschlussgleis zur Werkbahn der Firma Wolff. Ganz in der Nähe wurden die Materiallager Röpersberg und Bayershof errichtet. 1938 ging das Eigentum an die EIBIA GmbH für chemische Produkte über, ein Tochterunternehmen der Fa. Wolff &Co.

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ATLAS-Interkontinentalraketen (ICBM) in den USA

In den fünfziger Jahren hielt, nach der Entwicklung der Langstreckenbomber, der nächste große Entwicklungsschritt im Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion Einzug - die Langstrecken-Interkontinentalrakete (ICBM). Die US Air Force entwickelte das Waffensystem ATLAS (SM-65) und wandte sich 1958 an das US Army Corps of Engineers (Pioniere), das die Abschussbasen bauen sollte.

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