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Kanalüberführung "Alte Fahrt"

Durch die stetige und rasche Entwicklung der Schwerindustrie im Ruhrgebiet reichten Ende des 19. Jahrhunderts die Kapazitäten des Eisenbahnnetzes für die anfallenden Transporte nicht mehr aus. Für den Transport großer Mengen von Erz und anderem Schüttgut wurde ab 1892 der, als Verkehrsweg sehr leistungsfähige, Dortmund-Ems-Kanal gebaut. Der Kanal war mit einer lichten Breite von 18m und rund 2,5m Tiefe für Schiffe mit einer Tragfähigkeit von bis zu 600t (das entspricht der Kapazität eines ganzen Güterzuges) ausgelegt. Allerdings verhinderten streckenweise sehr schmale Flusstäler, das der Kanal entlang der Flüsse gebaut wurde. Damit wurden Kanalüberführungen nötig, mit dem der Kanal die Flusstäler überbrücken kann. Ein solches Bauwerk ist die von 1893 bis 1897 gebaute Kanalüberführung bei Gelmer.

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Operation Backfire / Versuchskommando Altenwalde

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die britische Armee verschiedenste Untersuchungen über den Stand der deutschen Rüstungstechnik durch. Zu den wichtigsten und für die Alliierten interessantesten Objekten zählte natürlich Wernher von Brauns Rakete A4/V2. Diesem Thema widmete sich so eine gesonderte Operation mit dem Namen "Operation Backfire", die das gesamte Waffensystem bis ins Detail untersuchen, deutsches Personal befragen und schließlich einige Raketen zu Versuchszwecken starten sollte.

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Patriot-Stellung Hohe Warte bei Gießen

Am 5 August 1982 wurde auf der Hohen Warte bei Gießen die erste Patriot-Stellung in Europa als Schritt zur Konventionalisierung der Luftabwehr vom damaligen Verteidigungsminister Manfred Wörner eingeweiht. Die Gesamtkosten für den Bau unter Federführung des Staatsbauamtes Gießen betrugen damals über 8 Millionen DM. Das vierte Bataillon der 43rd Air Defense Artillery auf der Hohen Warte war im März 1985 schließlich die erste einsatzbereite Patriot-Einheit innerhalb der US Army Europe (USAREUR). 1984 entschied sich die Bundesrepublik Deutschland, das Luftverteidigungssystem zu modernisieren. Geplant waren 28 Einheiten mit insgesamt 1.600 Flugkörpern, zusätzlich sollten zwölf US-Stellungen von Bundeswehrsoldaten bedient werden. Im Dezember 1986 wurden dann die ersten Patriot-Raketen an die Bundeswehr übergeben.

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Luftmunitionsanstalt 4/XI Höfer und U-Verlagerung LÖWE, Mariaglück

Schacht Mariaglück - U-Verlagerung "Löwe"


Die bergbauliche Geschichte Höfers reicht zurück bis ins Jahr 1906 zur Gründung der Gewerkschaft Mariaglück - zunächst in Gotha. Am 11. März 1910 wurde dann die Bergbaugesellschaft Mariaglück mbH in Celle gegründet. Bei ersten Probebohrungen war man bei einer Teufe von 120m auf einen Salzstock gestoßen, weitere Bohrungen folgten. Im Jahr 1910 begannen die ersten Bergleute mit dem Ausbau zweier Schächte (Schacht Mariaglück in Höfer und etwa 1.300m entfernt Schacht Fallersleben bei Habighorst). Im Jahr 1911 wurde eine Bergwerksgesellschaft gegründet, die 1916 in Habighorst mit der Förderung beginnen konnte. Nachdem die beiden Schächte miteinander verbunden waren, nahm 1922 auch Mariaglück die Förderung auf. 1924 wurde Schacht Fallersleben bereits wieder stillgelegt und sorgte nur noch für die Bewetterung der Anlage. Bis 1943 hatte man die Jahresproduktion auf rund 240.000 Tonnen gesteigert.

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Unter dem Bismarck-Denkmal in Hamburg

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs zählt sicherlich das Bismarck-Denkmal im alten Elbpark an der Helgoländer Allee oberhalb der Landungsbrücken. Mit beinahe sechsunddreißig Metern Höhe, davon alleine fünfzehn Meter für die Figur Otto von Bismarcks, ist diese Statue des "Eisernen Kanzlers" das höchste Denkmal der Hansestadt. Geschaffen wurde es von dem Berliner Bildhauer Hugo Lederer in den Jahren 1903 bis 1906 aus geschliffenem Granit aus der Schwarzwald-Region. Die auf ein Schwert gestützte, in Rüstung und Mantel gekleidete Statue überblickt seit ihrer feierlichen Enthüllung am 2. Juni 1906 praktisch den gesamten Hafen.

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Kraftwerk Hamburg-Tiefstack

In den Anfangsjahren der Elektrifizierung in Hamburg errichteten die 1894 gegründeten Hamburgischen Electricitäts-Werke HEW zunächst dezentral mehrere kleine Kraftwerke. Bis 1913 wurden vier Kraftwerke mit zusammen 28.450 KW Leistung gebaut. Bereits ab 1910 begann man aber mit der Planung eines neuen, weitaus größeren Kraftwerkes. Mit einer Leistung von 60.000 bis 80.000 KW sollte es die ausreichende und sichere Versorgung des gesamten hamburgischen Staatsgebietes gewährleisten. Im Jahr 1914 konnte mit den Bauarbeiten auf einem Gelände am Moorfleeter und Tiefstackkanal begonnen werden, 1917 wurde die erste Dampfturbine in Betrieb genommen. Nach dem Endausbau im Jahre 1925 verfügte das Kraftwerk Tiefstack über 24 Kessel und 5 Turbinen mit zusammen 85 MW Leistung, die jedoch aufgrund technischer Probleme und ständig nötiger Reparaturen an den Kesselanlagen nur selten auch tatsächlich erreicht wurden.

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