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Kulturgutschutz und Bergungsorte in Deutschland Ost & West

Schon 1899 beschäftigten sich Staatsminister auf der großen Friedenskonferenz von Den Haag auch mit dem Schutz des kulturellen Erbes in Form von Kulturgut. Die Konferenz führte zur Haager Landkriegsordnung - aber leider nicht dazu, zukünftige Kriege zu verhindern. Während des Zweiten Weltkriegs befassten sich die regional zuständigen Konservatoren, das Reichsministerium der Luftwaffe und das Ministerium für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung mit dem Thema "Luftschutz von Kulturgütern". Erste Erlasse sorgten ab 1939 für eine gesetzliche Grundlage und wurden während des Krieges durch weitere ergänzt. Behandelt wurde der Schutz, vor allem der Brandschutz, von ortsfesten Kulturgütern ebenso wie der von beweglichen (hierunter fallen vor allem Gemälde, Skulpturen und alte Schriften, aber z.B. auch bestimmte Archivalien). Im Kriegsverlauf lagerte man diese nach und nach aus und brachte sie in Bergwerken, Stollen, Kellern und Bunkern unter. Hinzu kamen unzählige Kunstgegenstände, welche die Nazis im Laufe der Jahre gestohlen oder auf Feldzügen geraubt hatten. Trotz aller Anstrengungen ging eine große Zahl von Kunstwerken und alten Schriften im und direkt nach dem Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich verloren.

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Marinegroßtanklager Ölhof Bleckede

Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts richtete die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven in Bleckede an der Elbe ein Marinegroßtanklager ein. Während des zweiten Weltkrieges hatte es eine Gesamtkapazität von rund 300.000 Kubikmeter, gelagert wurden dort die Betriebsmittel Dieselöl, Steinöl, Braunkohlenteeröl, Dekalin, Schmieröl, Petroleum, Ethanol und Fluorescinlösung.

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Die Gewölbe unter St.Michaelis

Hamburgs St. Michaelis ist sicher eine, wenn nicht sogar die bekannteste Kirche Norddeutschlands. Eingeweiht im Jahre 1661, brannte sie nach einem Gewitter im Jahre 1750 bis auf die Grundmauern nieder. Für den Wiederaufbau wurde der Kirchenbaumeister Ernst Georg Sonnin verpflichtet. 1762 wurde der Neubau eingeweiht, diesmal mit einem riesigen Grundgewölbe versehen.

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Die Zonengrenze bei Hötensleben

Etwa 15km südlich von Helmstedt liegt, direkt östlich der ehemaligen Zonengrenze, der kleine Ort Hötensleben. Hier hat man sich vor einiger Zeit entschieden, einen Teil der DDR-Grenzanlagen nicht ab- bzw. wieder aufzubauen und so ein Mahnmal zu setzen.

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Das kombinierte Schutzbauwerk Utzigen - der Berner Regierungsbunker

Während die "Ausweichsitze" und "Regierungsbunker" der unterschiedlichen Verwaltungsebenen in beiden Teilen des damals getrennten Deutschlands heute, mehr als zwanzig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges, in weiten Teilen bekannt und außer Dienst gestellt sind, war und ist man diesbezüglich in der Schweiz weitaus zurückhaltender. Zwar sind einige, inzwischen stillgelegte so genannte "geschützte Führungsanlagen" inzwischen bekannt, detaillierte Informationen zu diesem Thema sind aber schwer zu finden. Das gilt auch für die Schutzbauten der Kantonsregierungen, in etwa vergleichbar mit unseren Landesregierungen. 2003 wurde eine solche Anlage der Öffentlichkeit bekannt. Inzwischen ist sie nicht mehr in Betrieb und wir haben die Gelegenheit genutzt, sie noch einmal zu besuchen, bevor das Bauwerk "eingemottet" wird.

 

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Wifo-Ersatzlager Neuenkirchen

Leider ist über diese Anlage recht wenig bekannt. Sie lag dicht an der ehemaligen Bahnstrecke Soltau-Neuenkirchen und wurde von der WIFO (Wirtschaftliche Forschungsges. mb.H) betrieben bzw. sollte von ihr betrieben werden. Ob es jemals zum Regelbetrieb kam, ist unklar. Gedacht war die Anlage als Ersatzlager für hochkonzentrierte Salpetersäure, die man u.a.zur Herstellung von TNT braucht.

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