Der Ausweichsitz der Niedersächsischen Landesregierung

Ausweichsitz Regierungsbunker NiedersachsenDie Versuche, geeignete Ausweichsitze zu finden, gestalten sich mitunter schwierig - wie das Beispiel der Landesregierung Niedersachsen zeigt. Auch wenn heute relevante Aktenbestände des Hauptstaatsarchivs (die als Reaktion auf eine Nutzungsanfrage nach Überprüfung des Landesinnenministeriums pauschal gesperrt wurden) nicht eingesehen werden können und Rechercheanfragen beim Innenministerium unbeantwortet bleiben, so haben die damaligen Ausweichsitzplaner dennoch Spuren hinterlassen: in Archiven der Bundesbehörden, in Notizen, Pressemeldungen, ja so gar in den Aufklärungsakten der Staatssicherheit der DDR.

Aufschluss über den ehemaligen Ausweichsitz Niedersachsens für einen Verteidigungsfall gibt erstmals dieser Vorabauszug aus Christoph Lubbes Recherchen:

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Haidemühl - ein verlassener Ort am Tagebau

HaidemühlUmsiedelung ? das Wort klingt nach Zwang, nach Entwurzelung. Die Gründe für die Auslöschung eines ganzen Dorfes können vielfältig sein. In der DDR wurden Anfang der 1950er und nochmals Anfang der 1960er Jahre zahlreiche grenznahe Ortschaften im Rahmen gezielter Aktionen abgesiedelt und abgerissen. Mindestens genauso häufig und bis heute in West- und Ostdeutschland Realität sind Umsiedlungen aber zur Gewinnung von Flächen für wirtschaftliche Zwecke wie etwa den Braunkohle-Tagebau. So musste Anfang 2006 auch das Örtchen Haidemühl bei Spremberg weichen.

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Die Marinebatterien des Westwalls am Oberrhein

17cm-Geschützbunker - VorderfrontSüdlich von Karlsruhe, etwa 12 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, stehen im sogenannten Hardtwald gesprengte Bunkerruinen, von denen besonders zwei Anlagen aufgrund ihrer enormen Größe die Aufmerksamkeit vorbeigehender Passanten auf sich ziehen. Von vielen zwar wahrgenommen, aber dennoch nicht weiter beachtet, stehen diese Bauwerke bereits seit über 60 Jahren als Teil der Deutschen Westbefestigungen, welche ebenfalls unter dem Namen Westwall bekannt ist, nahe der französischen Grenze nur wenige Kilometer vom Rheinufer entfernt. Während des passierens der Anlagen vermuten nur die allerwenigsten der örtlichen Spaziergänger, um welche besondere Art von Bunkeranlagen es sich dabei handelt und welche besondere Rolle genau diese Bauwerke einstmals zu Beginn des Zweiten Weltkrieges spielten.

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Scheinbahnhof Hamm (Westf.)
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Pingo
 


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 73
Wohnort: Hamm

BeitragVerfasst am: 19.05.2008 13:15    Titel: Scheinbahnhof Hamm (Westf.)
Ort/Region: Hamm
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Hallo !!

Hat irgendwer Info`s zu einer Scheinanlage während des II.WK in der Nähe von Hamm (Westf.) ??

Zwischen Hamm und Drensteinfurt soll in der Bauernschaft der Nachbau des Hammer Bahnhofs gestanden haben um die Alliierten Bomber in die Irre zu leiten.

Als einer der größten Güter- u. Rangierbahnhöfe hat Hamm viele Angriffe über sich ergehen lassen müssen.

Habe im Bekanntenkreis immer wieder von einem "Scheinbahnhof" gehört, auch über den vermeindlichen Platz dieser Anlage wurde mir berichtet, nur ist davon allerdings nicht mehr viel, wenn überhaupt noch etwas überig.

Wenn irgendjemand Infos oder vielleicht sogar Fotos hat, würde ich mich sehr freuen, mehr davon zu erfahren.

Gruß
Pingo
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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 1982
Wohnort: In der Nähe des Urpferdchens

BeitragVerfasst am: 19.05.2008 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pingo,

eine Angabe, wo den Gerüchten nach dieser Scheinbahnhof gewesen sein soll, die macht die Suche leichter.

Ansonsten:
Warst du schon mal in Hamm im Stadtarchiv?
Warst du schon mal beim zuständigen Kampfmittelräumdienst? Wenn dort Bomben gefallen sind, dann haben die wahrscheinlich auch Luftaufnahmen der Westalliierten von diesem Bereich. Damit machen die nämlich u.a. ihre Nachforschungen nach Blindgängern.

MfG
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"Es gibt nur eine Sünde, die gegen die Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dies ist die Verfälschung der Geschichte."
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Pingo
 


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 73
Wohnort: Hamm

BeitragVerfasst am: 19.05.2008 16:52    Titel: Scheinbahnhof Hamm
Ort/Region: Hamm
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Hallo zulufox,

Danke erstmal !

Anbei ein Screenshot von GE ... genauer kann ich die Ecke allerdings nicht zuordnen ! Irgendwo in dem Rahmen soll die Anlage gestanden haben.

Ähm, Stadtarchiv .. ne gute Idee !!! Aber zuständiger Kampfmittelräumdienst .. ??? Wie komme ich da denn ran ??

Ich kenne zwar einen heutigen Teich/Tümpel der aus einem Bombentrichter entstanden ist, aber der ist ein ganzes Stück die Bahnlinien in Richtung Hamm/Bockum-Hövel (nahe Bahnhof Bockum-Hövel) entfernt. Wie gesagt ist heute ein kleiner Teich am Schloss !!

Gruß
Pingo

P.S. Danke nochmal ... finde echt gut, dass mir jemand helfen möchte !!
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Pingo
 


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 73
Wohnort: Hamm

BeitragVerfasst am: 19.05.2008 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Screenshot vergessen ... Tschuldigung !!
 

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kuhlmac
 


Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 2048
Wohnort: Hamm (Westf.)

BeitragVerfasst am: 19.05.2008 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Was du da zeigst, ist der Bahnübergang in Nordick. Nur mal so zur Ergänzung. Und der KMRD ist bei der BzReg in Arnsberg ansässig.

Und ganz hinten in meinem Kopf klingelt, dass da tatsächlich mal ein Scheinbhf war. Ich meine, es mal in der Zeitung gelesen zu haben. Mein Vorschlag: Stadtarchiv oder Stadtbücherei (die sind lokalgeschichtlich auch sehr gut bestückt!!) Wenn du willst, komme ich mit.

Für die nicht Hammenser und Hammer:
Hamm war ja DER Bahnhof für die Ostfront, fast sämtliche Waffen aus dem Ruhrgebiet / Rheinland gingen hier (500m neben meiner Tastatur... icon_wink.gif ) durch. - Entsprechend gewummst hats hier.

Greets
Christian (geb. Bockum-Höveler...)
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Pingo
 


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 73
Wohnort: Hamm

BeitragVerfasst am: 19.05.2008 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hammer icon_smile.gif

finde ich ja cool, dass sich noch ein Hammer-Kind an die Sache erinnert !! Ich werde mich sobald ich Zeit finde auf jeden Fall mal in der Stadtbücherei umsehen !!

Als Bockum-Höveler (bin ich auch ! icon_cool.gif ) kennst Du bestimmt auch die Geschichte der alten Radarstation in Nordick !?! Wenn ja, würde ich gerne mal mit Dir darüber sprechen !! Habe hier im Forum auch mal einen Thread über die Radarstation angefangen !!!

Gruß
Ingo (Pingo)
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daniel.bijkerk
 


Anmeldungsdatum: 27.11.2008
Beiträge: 100
Wohnort: 48599 Gronau

BeitragVerfasst am: 04.03.2011 21:08    Titel: Scheinbahnhof bei Hamm Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

heute in der Zeitung entdeckt:

http://www.westfaelische-nachr.....krieg.html

Vielleicht weiß Kollege kuhlmac ja näheres.

Gruß Daniel


[edit: Beitrag an bereits bestehendes Thema angehängt • redsea]
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petzolde
 


Anmeldungsdatum: 05.09.2004
Beiträge: 2074
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 05.03.2011 00:38    Titel: Antworten mit Zitat

Den WN-Zeitungsartikel sehe ich skeptisch.
Ein Scheinbahnhof, um vom Güterbahnhof Hamm (oder etwa Verschiebebahnhof ?) abzulenken, wozu man auf einem Gleis eine Dampflok hin- und herfahren ließ???
On man damit die Alliierten täuschen konnte? Ich denke, daß die schon Pläne hatten, aus denen die reale Größe der zu bombardierenden Bahnanlagen hervorging. Da reicht ein Gleis mit einer Lok wahrscheinlich nicht zum Täuschen aus.
Das zugehörige Bild in der Zeitung zeigt bemoosten Beton, aus dem ein Stück (Schmalspur-)Schiene ragt. Wohl eher eine Bewehrung, als Rest einer Gleisanlage.

Dazu soll es eine Veranstaltungsreihe "Expedition Münsterland" geben.
gruß EP
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flugschüler
 


Anmeldungsdatum: 24.10.2010
Beiträge: 100
Wohnort: Oranienburg

BeitragVerfasst am: 02.05.2011 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wieder ein Auszug aus" Der Zivile Luftschutz im Zweiten Weltkrieg" bearbeitet von Erich Hampe:(Nachtscheinanlagen) Auf einigen Scheinanlagen wurden auch mit Hilfe von altem Baugerät Feldbahnen angelegt, deren Lokomotiven bei Annährerung feindlicher Flugzeuge mit schlecht abgeschirmten Scheinwerfern und mit angestrahlten Rauch in Bewegung gesetzt wurden. Diese Scheinbahnen hatten im Ruhrgebiet zeitweise sehr gute Erfolge, so daß bei den Besatzungen altes Feldbahnmaterial äußerst begehrt war.
Mit Einführung des Radars sah die Sache natürlich anders aus.
Mfg Flugschüler
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Pingo
 


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 73
Wohnort: Hamm

BeitragVerfasst am: 24.07.2012 13:54    Titel:
Ort/Region: Hamm Westf. / Ascheberg-Herbern
Antworten mit Zitat

Ist zwar alles schon länger her, aber irgendwie lässt mich diese Vermutung eines S-Bahnhofs in meiner Nachbarschaft nicht in Ruhe.

Ich habe in dem o.g. Artikel aus dem Westf.Nachrichten entnommen, dass das ganze im Mosterfeld (Bauerschaft) in Nordick gewesen sein soll. Weiterhin hatte ich einen GoogleEarth Screenshot mit Makierung gepostet.

Laut einem frei googlebaren pdf-Dokument des Kreis Coesfeld (Landschaftsplan Nordkirchen-Herbern) ist zu lesen, dass das Mosterfeld den Bereich des heutigen Modellflugplatzes bezeichnet. Genau diesen habe ich im Screenshot mit markiert.

Berichten und Erzählungen diverser Bockumer Anwohner soll genau dort der S-Bahnhof gelegen haben.

Schade das man nichts bestätigtes dazu finden kann. Vielleicht ja irgendwann einmal icon_smile.gif
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