Kelvedon Hatch RGHQ 5 - Britischer Ausweichsitz

Restricted AreaWie die meisten anderen NATO-Länder (und nicht nur die ...) hatte auch Großbritannien während des Kalten Krieges bauliche Vorsorge getroffen, um die Regierung und Verwaltung im Falle eines Krieges in geschützten Bauwerken zumindest für begrenzte Zeit arbeits- und funktionsfähig zu halten. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in Ost und West setzte das Vereinigte Königreich allerdings nicht auf einen zentralen Ausweichsitz bzw. Regierungsbunker, sondern plante mit verteilten Ressourcen, also mehreren Schutzbauwerken an unterschiedlichen Orten.

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Die Metallwerke Niedersachsen Brinckman & Mergell ( MENIBUM)

 Der Lizenzbau von Flugzeugen für die Luftwaffe wurde mit dem Beginn des Jahres 1934 zu einem festen Bestandteil beim Hamburger Flugzeugbau. [1]  Allerdings brauchte man für die Aufträge eine Unterstützung, um die vom RLM geforderten Kapazitäten erfüllen zu können. Der Leiter der Flugzeugproduktion beim Hamburger Flugzeugbau, Max P. Andreae machte in seinen persönlichen Aufzeichnungen von 1967 deutlich, wie das Reichsluftfahrtministerium (RLM) und die Industrie bei der Aufrüstung der Luftwaffe zusammenarbeiteten, um den enormen Bedarf der Flugzeugfertigungs-Kapazitäten sicherzustellen.

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Der 3. Interkontinentale Flughafen in Nordrhein-Westfalen

In den Jahren 1969 bis 1973 kam es im stillen Münsterland zwischen Sendenhorst, Albersloh und Drensteinfurt zu einer ungewöhnlichen, aber wahren Geschichte? Man mag im Nachhinein gar nicht glauben, dass hier ein Milliardenprojekt geplant wurde, das am Ende erst durch die damalige britische Besatzungsmacht und durch die Bundesregierung gestoppt wurde. Überhaupt war das Münsterland in den 1960er bis 1980er Jahren als Standort mehrerer Großprojekte vorgesehen.

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Fehlende Hochbunker gesucht

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Gast






Beitrag Verfasst am: 07.09.2008 19:40
Titel: Fehlende Hochbunker gesucht
Untertitel: Fürth/Bay.
Antworten mit Zitat

Hallo,

für eine Arbeit über die Luftschutzbauten bin ich auf der Suche nach "fehlenden" Bunkern im Stadtgebiet Fürth. Laut einer Quelle waren neun Hochbunker geplant.

Bisher kenne ich die noch erhaltenen an der
Ronwaldstraße,
Kronacherstr./Laubenweg, den an der
Friedrich-Ebert-Str.,
Mühltalstr. (teilgesprengt), sowie
den entfernten am Bahnhof und
den ebenfalls entfernten in der Eschenausiedlung

fehlen also noch drei - kann jemand Angaben zu deren Verbleib und Standort machen?
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MikeG
Administrator


Anmeldungsdatum: 07.05.2002
Beiträge: 8054
Wohnort oder Region: Bispingen

Beitrag Verfasst am: 07.09.2008 20:00 Antworten mit Zitat

Moin!

Ich fange mal mit dem Stollen am Krankenhaus an - der kann von Zeit zu Zeit auch besichtigt werden.

An Zivilschutzbauten gab/gibt es die beiden Hochbunker Schwandweg 1 und Kronacher Str. 22, beides wiederhergestellte Weltkriegsbunker. Dann gibt es noch zwei Tiefgaragen-MZA: Rosenstraße 50 (Stadthalle) und Alexanderstr. 11 Einkaufszentrum Citycenter). Beides natürlich "moderne" Anlagen.

Mike
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Gast






Beitrag Verfasst am: 07.09.2008 20:13 Antworten mit Zitat

Sorry, ich war nicht präzise genug: Es geht um die vor/im 2. Weltkrieg geplanten Hochbunker, deren Zahl mit 9 angegeben wurde.

Die von dir genannten sind mir bekannt. Der Stollen unter dem Klinikum ist der ehemalige Bierlagerkeller der "Grüner Bräu", Schwandweg 1 deckt sich mit Friedrich-Ebert-Str. und Kronacher Str. hatte ich auch schon genannt.

Zusatzfrage für ganz Gute: Wann wurde der Bahnhofsbunker gesprengt und wann beseitigt?
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derlub
 


Anmeldungsdatum: 21.12.2003
Beiträge: 2927
Wohnort oder Region: Aachen/Köln/Bergisches Land

Beitrag Verfasst am: 07.09.2008 23:05 Antworten mit Zitat

Hi!
Dann müssten Dir noch die gesprengten Hochbunker
- Kieler Str. (ehem.Skagerrakstraße)
- Stettinerstr. (ehem. Langfuhrerstraße)
- Kinderspielplatz Otto-Seeling-Promenade (ehem. Birkenstr.) sowie
- Sedanstraße
fehlen.

Damit hätten wir aber 10 Hochbunker?!
Frag mich nicht, wo die Sedanstraße liegt bzw. lag. Es scheint sie heute nicht mehr zu geben.

Darf ich fragen, um was für eine Arbeit es sich bei Dir handelt?

Ich empfehle Dir jedenfalls für Deine weiteren Recherchen wärmstens:
"Bombensicher!? Geschichte der (un)bekannten Luft- und Katastrophenschutzeinrichtungen der Stadt Fürth" , Renate Trautwein, emwe-Verlag Nürnberg 2006, ISBN 3-932376-52-8

Dort steht nämlich unter anderem folgendes:

"Am 10. Dezember 1947 entschied die amerikanische Militärregierung, dass die Hochbunker an der Skagerrakstraße (Kieler Straße), Langfuhrerstraße (Stettiner Straße), Eschenau, Schwandweg (Friedrich-Ebert-Straße), Birkenstraße (heute Kinderspielplatz an der Otto-Seeling-Promenade), Mühltalstraße, Gebhardtstraße und Sedanstraße gesprengt werden sollen, da sie „NICHT ALS LEBENSWICHTIG FÜR DIE ÖFFENTLICHE WOHLFAHRT BEFUNDEN WORDEN SIND." Nur die Bunker an der Kronacher Straße und der Ronwaldstraße sollten als Durchgangslager für Flüchtlinge weiterhin bestehen und im Bunker an der Friedrich-Ebert-Straße waren (vermutlich) jüdische DPs ("displaced persons") untergebracht. Der Birkenstraßenbunker diente als Lager für Flüchtlingsgut, der Bunker an der Gebhardtstraße wurde kommerziell als Lager vewendet."
...
"Am 29. März 1950 musste die Stadt eine Liste für die Entmilitarisierung der Luftschutzbunker erstellen. Entmilitarisierung bedeutete völlige Zerstörung, oder Teilsprengungen und Folgearbeiten für die Nutzbarmachung für Industrie- und Wohnbauzwecke. Von der Besatzungsmacht gesprengt, waren: Skagerrackbunker,Langfuhrerbunker, Eschenau, Birkenstraße, Mühltalstraße und Gebhardtstraße.Noch nicht entmilitarisiert waren Kronacher Straße (der zu Wohnungen ausgebaut werden sollte und man sieht heute noch die zugemauerten Fenster und es sind im Stadtarchiv Fotos erhalten, die Blumenkästen vor den Fenstern zeigen) und Ronwaldstraße, der auch zu Wohnungen ausgebaut werden sollte. Der Bunker an der Friedrich-Ebert-Straße sollte völlig zerstört werden."

Quelle: Bombensicher!? Geschichte der (un)bekannten Luft- und Katastrophenschutzeinrichtungen der Stadt Fürth" , Renate Trautwein, Seiten 8-9, 35-36

Grüße,
Christoph
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klaushh
 


Anmeldungsdatum: 14.05.2002
Beiträge: 2345
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 08.09.2008 00:25
Untertitel: Fürth
Antworten mit Zitat

Moin, moin!

Will ja nicht spitzfindig sein, aber klärt mich bitte mal auf:
mal wird vom Stollen unter dem Krankenhaus (Friedrich Ebert Str.) gesprochen und mal von einem Hochbunker am Schwandweg, der zu zerstören sei.

Ich vermute, dass hier von zwei völlig verschiedenen Schutzräumen / Bunkern die Rede ist, die wohl auf derselben Liegenschaft standen (beseitigter Hochbunker) bzw. liegen (neuer -ausgebauter- Stollen unter dem Krankenhaus.

Gruß
klaushh


PS: ich habe nur die vorstehenden Beiträge gelesen, nicht aber sonst recherchiert.
_________________
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!
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derlub
 


Anmeldungsdatum: 21.12.2003
Beiträge: 2927
Wohnort oder Region: Aachen/Köln/Bergisches Land

Beitrag Verfasst am: 08.09.2008 00:59 Antworten mit Zitat

Hallo.
Es handelt sich hier um zwei unterschiedliche Anlagen

1. Stollen (Ortsangaben: Krankenhaus, Schwandweg, Robert-Kochstr., Am Grünerpark). 1872 als Brauereistollen erbaut, im 2. WK als LS-Stollen für 2000 Personen genutzt und anscheinend noch heute zu besichtigen.
2. ehem. Hochbunker (Ortsangaben: Schwandweg, Julius-Streicher-Str., Friedrich Ebert Str.) Fertigstellung 1941/42 , 1968-71 für den Zivilschutz wiederhergerichtet, heute 788 Schutzplätze und NICHT beseitigt. Oliver kennt den Bunker.

Grüße,
Christoph
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Gast






Beitrag Verfasst am: 08.09.2008 08:15 Antworten mit Zitat

Zunächst mal danke für eure Hilfe...Sedanstraße lässt sich sicherlich raus kriegen.

10 Bunker...hm...vielleicht waren es ja neun geplante Bunker zu dem bereits bestehenden Bahnhofsbunker. Der war meines Wissens nach schon ein gutes Stück älter als die übrigen.

Um welche Arbeit handelt es sich...akut um ein Wiki-Projekt, aber auch - langfristig - darum, die Geschichte "meiner" Stadt weiter kennen zu lernen. Zu diesem Zweck sammle ich Material - und wer weiß, vielleicht hab ich in 20 Jahren genug davon zusammen, dass ich mal ein Buch schreiben kann icon_wink.gif

Das nächste Kapitel in diesem Zusammenhang wären die Stellungen der Flak-Batterien rund um Fürth - aber das gehört wohl eher nicht in diesen Thread

Aber wie gesagt - großen Dank für eure Unterstützung...wer jetzt noch lustig ist und nicht weiß, was er tun soll, der darf mir gerne die Liste der Luftschutzkeller hier noch ergänzen icon_wink.gif

Gruß
Andy

P.S.: Der erwähnte Stollen (vgl. Beitrag von derlub "1.") wird vom Verein Untergrund e.V. betreut und es finden Führungen und Ausstellungen in loser Folge statt. Die nächste Führung wäre übrigens am 19.10.2008 - Treffpunkt am Büro des Vereins in der Jakob-Henle-Str. 1...nur ne Uhrzeit hab ich nicht
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Gast






Beitrag Verfasst am: 08.09.2008 12:23 Antworten mit Zitat

Eigentlich wollte ich den vorherigen Beitrag editieren, doch ich seh den Edit-Button nicht...bin ich blind?

Egal: Die Sedanstraße heißt heute Steubenstraße und liegt in der Südstadt, direkt neben der Infanteriekaserne. Soviel dazu...
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FishBowl
 


Anmeldungsdatum: 22.02.2005
Beiträge: 489
Wohnort oder Region: Hamburg Schanzenviertel

Beitrag Verfasst am: 08.09.2008 23:03 Antworten mit Zitat

Editieren geht nur zeitlich begrenzt.
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Oliver
Moderator


Anmeldungsdatum: 06.09.2003
Beiträge: 2727
Wohnort oder Region: Nürnberg

Beitrag Verfasst am: 20.09.2009 10:11 Antworten mit Zitat

Hi zusammen,

anbei mal mein derzeitiges Wissen zu den Bunkern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in Fürth....

Reichsbahnbunker oder "Bahnhofsbunker"
=> Bahnhofs-Center - Ecke Bahnhofstraße/ Gebhardtsraße wurde 1970 entfernt
Bunker Mühltalstraße
=> Einmündung der Mühltalstraße/ Unterfarrnbacher Straße
Ronwaldbunker
=> Ronwaldsiedlung, Ronwaldstraße 11, 2007 aufgelassen steht bei der BIMA zur Veräußerung
Friedrich-Ebert-Bunker
=> Schwandweg - heute noch aktiv als Notunterkunft
Bunker Kronacher Straße
=> Einmündung Laubenwegs/ Kronacher Straße
Eschenau-Bunker
=> Eschenausiedlung, einige Jahre nach Kriegsende entfernt
Bunker Skagerrakstraße (heute Kieler Straße)
=> nach dem Krieg entfernt
Bunker Langfuhrerstraße (heute Stettiner Straße)
=> nach dem Krieg entfernt
Bunker Birkenstraße (heute Otto-Seeling-Promenade)
=> nach dem Krieg entfernt
Bunker Sedanstraße (heute Steubenstraße)
=> nach dem Krieg entfernt

Gruß
Oliver
_________________
Unterstützung gesucht: www.nuernberger-unterwelten.de
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