Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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US-Army Stollenanlage Moosbachtal (bei Dahn/Rh.-Pfalz)

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Gast






Beitrag Verfasst am: 21.10.2003 19:27
Titel: US-Army Stollenanlage Moosbachtal (bei Dahn/Rh.-Pfalz)
Antworten mit Zitat

Wer kennt nähere Einzelheiten bzw. den Verwendungszweck der ehemaligen von der US-Army genutzten Stollenanlage Moosbachtal bei Dahn (Pfälzer Wald / Rheinland-Pfalz)?

Diese Anlage befand sich geographisch im Moosbachtal bei Dahn
und lag damit auf der für den Durchgangsverkehr gesperrten Verbindungsstrasse zwischen den Dahner Lagereinrichtungen Camp I, II, III und der NIKE-Station bzw. dem Übungsgelände Salzwoog/Lemberg.

Der nur einfach gesicherte Aussenbereich der Stollenanlage umfasste eine Doppelhalle, eine Anlieferungshalle, ein Kantinengebäude, eine Kläranlage, Belüftungseinrichtungen und einen über den Berg führenden Wachrundweg.

Im September 1998 wurde die gesamte Anlage nach einer Ausschreibung des Staatsbauamts Landau abgetragen bzw. verfüllt. Mir gelang es noch vom Aussenbereich Fotos zu machen, jedoch konnte der Stollenbereich nicht betreten werden.

Gerade die Notwendigkeit eines kleinen Kantinengebäudes spricht entweder dafür, dass in der Anlage selbst eine doch größere Anzahl Soldaten bzw. Angehöriger der Civilian Support Groups tätig war (und damit sich im Inneren mehr verborgen hatte, als von aussen sichtbar), oder dass die Kantine auch für die anderen in der Nähe befindlichen Einrichtungen zuständig war. Gegen letzteres spricht jedoch die Tatsache, dass die Nike-Stellung (wie sonst auch überall baugleich) eine eigene Admin Area hatte, in dem sich die Soldaten zu Ruhezeiten aufhalten konnten.

Über Informationen wäre ich dankbar (alle verfügbaren Quellen wie Luber u.a. bzw. das Internet, z.B. Goerigk, haben bisher keinen Hinweis gebracht). Da die "Installation" unter dem Namen Moosbachtal nicht in den Standortlisten geführt wird, wird sie vermutlich entweder den Standorten Dahn oder Lemberg zugeordnet worden sein.

Besten Dank,

Gruss KFI
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Gast






Beitrag Verfasst am: 25.10.2003 23:10 Antworten mit Zitat

Hallo kfm,

leider sind meine Informationen über die Nachschubhöhle im Moosbachtal nur lückenhaft.
Die Anlage gehörte zum US Army General Depot Pirmasens. Offenbar waren die Stollen noch zu Westwallzeiten aufgefahren worden. Es sind mehrere Etagen an Stollen. Die oberen Stockwerke (ca. 4800 m) waren nicht zugänglich. Ob nicht fertiggestellt oder eingestürzt weiß ich nicht. Das untere Stockwerk war min. 1200 m lang und hatte ein Schienensystem.
Nach dem 21.März 1945 besetzte die US.Army den Komplex.
Seit Mitte der 60er Jahre benutzte die US Army die Vorratshöhle („supply cave“) unter dem Hügel 486 als Nachschubdepot.
Die Army benutzte nur die unteren Stockwerke. Einige Quellen geben an, dass die eingelagerten Güter nur aus Nahrung und sonstigem Nachschub bestanden. Eine Quelle behauptet in dem kontrollierten und günstigem Klima der „supply cave“ hätten vollgetankte und aufmunitionierte Panzer gestanden (!?) sofort bereit zum roll-out.

Wie gesagt die Informationen sind lückenhaft. ich kann mir das mit den Panzern aber nicht vorstellen, denn die nächsten Panzereinheiten mit dazugehörigen Einrichtungen waren meines Wissens Bad Kreuznach und Baumholder.

Ich war im Sommer diesen Jahres in der Nike-Stellung Salzwoog und zwar in der Admin-area und in der Abschussstellung. Wir wollen aber wieder hinfahren, weil wir noch zur IFC (Feuerleitbereich) auf den Mückenkopf wollen und uns das Moosbachtal noch ansehen wollen. Ob das dieses Jahr noch klappt weiß ich nicht. Wenn ich noch was weiß melde ich mich.

Könntest du mir bitte ein Photo vom Eingangsbereich schicken?

Grüße aus dem Saarland

Michael
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Frischling
 


Anmeldungsdatum: 29.10.2003
Beiträge: 44
Wohnort oder Region: Ludwigsburg

Beitrag Verfasst am: 29.10.2003 23:15 Antworten mit Zitat

Hallo erstmal,

als Neuer möchte ich mich hier mal einklinken...

@spotter.dropzone: Sorry, die Anlage die du beschreibst befindet sich in Niedersimten (Gerstfeldhöhe) und hat mit den Anlagen im Moosbachtal nichts zu tun. heute ist darin ein Museum untergebracht.

@KFI: Welche der zwei(drei) Anlagen meinst du? Direkt an der ehemals gesperrten Verbindungsstrasse (Schneider Eck) befindet sich eine Stollenanlage die auch die von dir beschrieben Aussenanlagen besessen hat. Direkt im Moosbachtal gibt es noch zwei weitere Stollenanlagen die als Lagerstollen genutzt wurden. Alle Anlagen wurden weder abgetragen noch verfüllt, lediglich die Zugänge zu den Lagerstollen wurden so umgestaltet dass sie nicht sofort zu erkennen sind. Schneider Eck ist noch heute bequem von der Strasse aus zu sehen.

Gruß Andy
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Gast






Beitrag Verfasst am: 29.10.2003 23:54 Antworten mit Zitat

hallo frischling,

ich meine nicht das westwallmuseum auf der gerstfeldhöhe,

sondern die größere der beiden anlagen (habe immer angenommen die gehören zusammen.) an der verbindungsstrasse dahn zum ifc bzw. la der nike-stellung.
die kleineren stollen im moosbachtal dienten der lagerung von nahrung, die der größeren anlage(die anlage mit den sozialgebäuden) dienten der lagerung von anderen gütern.

grüße aus dem saarland

michael
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Frischling
 


Anmeldungsdatum: 29.10.2003
Beiträge: 44
Wohnort oder Region: Ludwigsburg

Beitrag Verfasst am: 30.10.2003 13:30 Antworten mit Zitat

Hi Michael,

hmmmm, die Anlage direkt an der Verbindungsstrasse (Schneider Eck) hat nur eine Etage und auch nicht diese Abmaße (min.1200 Meter), außerdem weder zu Westwallzeiten (Regimentsgefechtsstand) noch wärend der NATO Nutzung ein Schienensystem.
Auch die beiden nicht gerade kleinen Stollenanlagen zur Lagerung haben nur ein Stockwerk und ebenfalls kein Schienensystem. In einer Anlage befindet sich ein Schacht der allerdings schon wärend der Westwallnutzung nicht zum Notausgang fertiggestellt wurde.

Vielleicht reden/schreiben wir aber auch aneinander vorbei

s2-lampe.gif

PN?

Gruß Andy
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Gast






Beitrag Verfasst am: 03.11.2003 14:54 Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

am Wochenende habe ich mich auf den Weg ins Moosbachtal gemacht, um mir nach 5 Jahren nochmals die Szenerie anzuschauen.

Wie Andy richtig beschrieben hat, ist der Stollenbereich mit den früheren Aussenanlagen von der Strasse aus noch gut zu erkennen. Es ist noch die Betonmauer mit eingelassener Personentür am Berg vorhanden; die darüberliegende Öffnung für das Belüftungsrohr ist mit Ziegelsteinen vermauert. Die ehemals vorhandenen weiteren zwei Eingänge links und rechts der Betonmauer sind nicht mehr sichtbar. Insbesondere das große Eingangtor mit vorgebauter Anlieferungshalle ist nicht mehr vorhanden. Ich habe mir die Anlieferungshalle nochmals auf meinen alten Fotos angeschaut: da die Halle quer direkt vor den Hauptstollen gebaut war, ist die Möglichkeit, dass hier Panzer gelagert und hätten ausfahren sollen, ziemlich unwahrscheinlich.

Ich bin dann die Verbindungsstrasse nach oben gefahren und auf dem Bergrücken an der großen Waldkreuzung einmal links auf den Mückenkopf zum IFC gefahren. Alle Gebäude sind mittlerweile nicht mehr vorhanden. Danach bin ich an der Kreuzung rechts die Strasse Richtung Abschussbereich auf dem Braunsberg abgebogen. Von hier aus wieder auf die öffentliche Strasse Richtung Admin Area und Lemberg.

Meine Fragen:
Wo haben sich die von Andy genannten zwei kleineren Caves im Moosbachtal genau befunden? Zumindest müsste dann doch noch ein asphaltierter Zufahrtsbereich oder eine Stellfläche zu sehen sein. Auf halber Strecke zwischen Tal und Berg geht nach links
nach ca. 500 m eine asphaltierte Strasse ab, die allerdings an einem Wendebereich endet.

In den Installationslisten wird ebenfalls ein Ammo Depot in Lemberg geführt. Hat jemand von Euch ungefähre Angaben wo ich das finden kann? Stand das Depot in Zusammenhang mit der Nike-Station?

Weiß jemand wie sich die Lagereinrichtungen Dahn Camp I, II und III aufgeteilt haben? Camp III waren hauptsächlich Gebäude und Camp II ein Ordnance-Motorpool mit CSG-Einheit. Was befand sich in Camp I?

Wo hat sich der Recreational Park in Dahn gefunden? War die Area am Neudahner Weiher?

Es gibt immer wieder Gerüchte, es habe im Pfälzer Wald Stollenanlagen gegeben, in denen ganze Lkw's in Fahrstühlen in die jeweiligen Ebenen gebracht werden konnten. Nach meinen
Erfahrungen halte ich das jedoch für ziemlich fragwürdig.

Fragen über Fragen - vielleicht hat ja jemand noch ein paar Antworten parat.

Besten Dank
KFI
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Biedermann (†)
Gast





Beitrag Verfasst am: 05.11.2003 21:10 Antworten mit Zitat

KFI hat folgendes geschrieben:
Fragen über Fragen - vielleicht hat ja jemand noch ein paar Antworten parat.


Na ja, nicht so ganz direkte.
Aber: auch der "best Tank in the world" (M1, wer hat gelacht?) kann nicht betankt und aufmuntioniert in einer Höhle (oder wo auch immer) stehen und dann einfach rausrollen und kämpfen.

Wer schon einmal ein Fahrzeug bei der Bw übernommen hat, der hat vielleicht in der TDv den Abschnitt über die Konservierung gesehen. Eine ganze Latte von Maßnahmen die vor der Einlagerung des Fahrzeugs in ein Depot zu erledigen sind. Einige davon können entfallen wenn das Gerät eingetütet ist (Plastikblase mit Schutzatmosphäre, gibt's auch für den Winter für Moppeds), andere sind trotzdem fällig.

Zum Auslagern ist wiederum eine "Dekonservierung" und Wartung fällig, mit anlassen und losfahren ist nichts.
Wenn die Fahrzeuge nicht der Konservierungsbehandlung unterzogen werden, dann müssen sie in regelmäßigen Abständen gewartet (theoretisch kein Problem) und bewegt werden. Wer eine Geräteeinheit in der Nachbarschaft hatte kennt vielleicht die Maßnahme daß die aktiven Einheiten in der Gegend die Fahrzeuge der Geräteeinheit reihum benutzen, damit sie sich nicht kaputtstehen.

Diese gerüchteweise bestehenden "Instantreserven" können so nicht bestehen (bestanden haben).
Eingemottet im Depot schon. Aber dann kommt 1. Ausmotten, 2. Technische Durchsicht/Abnahme, 3. Betanken und 4. Aufmunitionieren. Da ist ein Bataillon schon ein paar Tage beschäftigt bis es rollen kann.
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Frischling
 


Anmeldungsdatum: 29.10.2003
Beiträge: 44
Wohnort oder Region: Ludwigsburg

Beitrag Verfasst am: 07.11.2003 08:09 Antworten mit Zitat

KFI hat folgendes geschrieben:

Zumindest müsste dann doch noch ein asphaltierter Zufahrtsbereich oder eine Stellfläche zu sehen sein. Auf halber Strecke zwischen Tal und Berg geht nach links
nach ca. 500 m eine asphaltierte Strasse ab, die allerdings an einem Wendebereich endet.


Hi,

na da hast du dir deine Frage doch schon selbst beantwortet!

Hast du dich denn nicht gefragt warum mitten im Wald eine Wendeschleife ist? Das Abwasserrohr das aus dem Hang kommt hast du auch gesehen? Kletter doch mal rein...

Gruß Andy
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Frischling
 


Anmeldungsdatum: 29.10.2003
Beiträge: 44
Wohnort oder Region: Ludwigsburg

Beitrag Verfasst am: 19.11.2003 23:54 Antworten mit Zitat

Und???

Den Kopf schon in das Rohr gesteckt?

Was haben wir den da gesehen? :crazy:

icon_mrgreen.gif

Viel Spaß,

Andy
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Ralf P.
Gast





Beitrag Verfasst am: 23.11.2003 09:43 Antworten mit Zitat

Hallo,

eventuell geht es um die Anlage:

Unheimliche feuchte Gänge waren vollklimatisiert
Die Bunkeranlage gibt Experten Rätsel auf

www.pz-pirmasens.de/news/02/sw.....unker.php3


Gruss Ralf
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