Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Kelvedon Hatch RGHQ 5 - Britischer Ausweichsitz

Restricted AreaWie die meisten anderen NATO-Länder (und nicht nur die ...) hatte auch Großbritannien während des Kalten Krieges bauliche Vorsorge getroffen, um die Regierung und Verwaltung im Falle eines Krieges in geschützten Bauwerken zumindest für begrenzte Zeit arbeits- und funktionsfähig zu halten. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in Ost und West setzte das Vereinigte Königreich allerdings nicht auf einen zentralen Ausweichsitz bzw. Regierungsbunker, sondern plante mit verteilten Ressourcen, also mehreren Schutzbauwerken an unterschiedlichen Orten.

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Die Metallwerke Niedersachsen Brinckman & Mergell ( MENIBUM)

 Der Lizenzbau von Flugzeugen für die Luftwaffe wurde mit dem Beginn des Jahres 1934 zu einem festen Bestandteil beim Hamburger Flugzeugbau. [1]  Allerdings brauchte man für die Aufträge eine Unterstützung, um die vom RLM geforderten Kapazitäten erfüllen zu können. Der Leiter der Flugzeugproduktion beim Hamburger Flugzeugbau, Max P. Andreae machte in seinen persönlichen Aufzeichnungen von 1967 deutlich, wie das Reichsluftfahrtministerium (RLM) und die Industrie bei der Aufrüstung der Luftwaffe zusammenarbeiteten, um den enormen Bedarf der Flugzeugfertigungs-Kapazitäten sicherzustellen.

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Tanklager der Bw in Neumünster (Schleswig-Holstein)

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Bart
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.08.2002
Beiträge: 651
Wohnort oder Region: Wedel

Beitrag Verfasst am: 09.03.2010 11:18 Antworten mit Zitat

Moin!

BrstF = Brennstoff
BstF = Betriebsstoff

Br VP = schweigt sich die ZDv zu aus, ich würde aber mal Brigade Versorgungspuckt tippen.
Obwohl die offizielle Abkürzung für Brigade eigentlich Brig lautet.

Grüße
Jens
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TimoL
 


Anmeldungsdatum: 13.05.2002
Beiträge: 760
Wohnort oder Region: Boostedt

Beitrag Verfasst am: 09.03.2010 11:27 Antworten mit Zitat

BrigVP= Brigadeverbandplatz

DAS würde im heutigen Nachtredder schon weitaus mehr Sinn machen als ein Tanklager oder ähnliche Einrichtung, und passt auch mit der Geschichte des Sanitäswesens der Bundeswehr in Neumünster zusammen !
_________________
"Die einen kennen mich, die anderen können mich !"
- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -
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longwood
 


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 106
Wohnort oder Region: Kronshagen

Beitrag Verfasst am: 09.03.2010 18:27 Antworten mit Zitat

Hallo,

wie - schon "angedroht" - hier mein kurzer Bericht über das Ende des Betriebsstofflagers am Nachtredder...

Den genauen und ungefähren Zeitraum kann ich nicht mehr sagen, es müsste aber im groben Zeitraster um 1975 +/- liegen, verschwand laufend Betriebsstoff aus einem Tank.

Ursache war aber nicht Diebstahl, sondern ein durchkorrodierter Tank.

Daraufhin wurde der Tank mit Hilfe eines Baggers freigelegt und verschrottet. Diese Arbeiten geschahen im Beisein eines Löschfahrzeuges der Berufsfeuerwehr Neumünster.

Der stark verseuchte Erdboden wurde auf einem Lastwagen - dessen Pritsche mit einer Plastikplane ausgelegt war - via Carlstraße, Roonstraße und Wernershagener Weg zur dortigen Mülldeponie gebracht. Dazu müssen x Fahrten erforderlich gewesen sein.

Das Aufladen des Erdbodens sowie die Fahrten zur Mülldeponie wurden jeweils von einem Löschfahrzeug begleitet.

Auf der Mülldeponie soll die verseuchte Erde abgefackelt worden sein, was ich aber selbst nicht gesehen habe; gesehen habe ich dagegen zeitweise das Aufladen und den Transport.

Als Folge wurde die Nutzung der Liegenschaft als Betriebsstofflager aufgegeben und das Wachgebäude sowie das Pumpengehäuse abgerissen.

Soweit ich mich erinnere, ist damals in der Presse kaum oder auch gar nicht darüber berichtet worden.

Meine Ausführungen mögen sich zwar "abenteuerlich" anhören, entsprechen aber voll und ganz denTatsachen. Ich hoffe, dass sich bald ein Zeitzeuge meldet, der meine Angaben bestätigen kann; sei es ein Anwohner, ein Mitglied des unmittelbar benachbarten Tennisvereins, ein Angehöriger des damaligen Versorgungsbataiilons 186, ... (Leider werden die Zeitzeugen immer weniger...)

Gruß

longwood

PS: Ich habe mir noch einmal meinen damaligen Kasernenausweis angesehen; dort stehen u. a. "Br VP" und "BrVP", was aber m. E. unbedeutend für die Identifizierung der Abkürzung ist.
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Leif
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 12.05.2002
Beiträge: 2674
Wohnort oder Region: Kiel

Beitrag Verfasst am: 30.09.2010 23:01 Antworten mit Zitat

TimoL hat folgendes geschrieben:
In der Scholtz-Kaserne befanden sich zwischen 1957 und 1998: (...)


Hallo,

wer die Kaserne bald kaufen will, anbei der Link zum Exposée.
http://www.bundesimmo.de/blobs.....198634.pdf

Viele Grüße,
Leif
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TimoL
 


Anmeldungsdatum: 13.05.2002
Beiträge: 760
Wohnort oder Region: Boostedt

Beitrag Verfasst am: 30.09.2010 23:10 Antworten mit Zitat

Zum Verkauf steht zur Zeit aber nur der hintere Teil der Anlage icon_wink.gif

Der vordere mit dem Bunker bleibt (erst einmal) Landesamt für Ausländerangelegenheiten.
_________________
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- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -
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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1576
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 27.01.2011 20:16
Titel: Re: Tanklager der Bw in Neumünster (Schleswig-Holstein)
Antworten mit Zitat

longwood hat folgendes geschrieben:
Hallo,
während meiner Lehrzeit als Elektro-Installateur habe ich um 1962 in einem Tanklager der Bundeswehr in Neumünster (Schleswig-Holstein) die Elektroinstallation - die noch von der Wehrmacht stammte - "auf Vordermann" gebracht.
Dieses Lager wurde von uns nur als "FLAK - Beständelager" bezeichnet; nach Auskunft älterer Arbeitskollegen sollen dort zu Zeiten der Wehrmacht Geräte der Flak gelagert worden sein. Außerdem befanden sich auf diesem Gelände zwei große unterirdische Treibstofftanks. Ferner hatte das Gelände einen Bahnanschluss.

longwood



Hallo,
das Thema Tanklager am Nachtredder wurde lange diskutiert, aber nie abschließend geklärt . Das hat mich gereizt, dem nachzugehen . Das Ergebnis der Auswertung von Bauakten stellt sich wie folgt dar:

Das Betriebsstofflager der Bundeswehr befand sich im Zeitaum von 1961-1968 auf dem Gelände am des ehem.Flakgerätelagers am Nachtreddder (offiziell Rendsburgerstraße 111/115)das @redsea in GE markiert hat.
Es befanden sich dort 2 unterirdische Tankgruppen mit geniteten Tanks noch aus der Zeit 1935-1937.
Der genannte Ölunfall hat 1967 stattgefunden.
Das Tanklager wurde danach aufgeben und vermutlich Ende 1968 verkauft.
Der Bau des bereits geplanten Tanklager in Wasbek sollte daraufhin vorgezogen werden und statt 1973 schon 1970 realisiert werden. Eine Zwischenlösung war in der Hindenburgkaserne angedacht. Das Tanklager Wasbek ging April 1995 in die Konversion.

Grüsse
bettika
_________________
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
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longwood
 


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 106
Wohnort oder Region: Kronshagen

Beitrag Verfasst am: 02.02.2011 15:49 Antworten mit Zitat

Hallo,

nun ist es „amtlich“, dass meine Behauptung - zu der ich nach wie vor stand - dass sich auf dem genannten Gelände ein Tanklager der Bundeswehr befand, zutrifft.

Fairerweise muss ich aber zugeben, dass ich bei zwei Darstellungen etwas daneben lag; und zwar

1. Aufgabe des Tanklagers:

Ich hatte angegeben im Forum am 8. März 2010 Ende 1960 / Anfang 1970 und noch einmal am 9. März 2010 im groben Zeitraster 1975 +/-.

Tatsächlich wurde es aber schon im Jahre 1967 aufgegeben; also war das Lager nur etwa 5 Jahre „aktiv“.

„Beweis“: Der mir immer noch vorliegende Ausweis zum Betreten des Geländes für Privatpersonen (z. B. Handwerker), ausgestellt am 28. Februar 1962. Wie ich schon einmal berichtet hatte, hatte ich damals die Elektroinstallation „auf Vordermann“ gebracht.

2. Verbringung des verseuchten Erdbodens

Ich hatte vermutet, dass es die städtische Mülldeponie am Wernershagener Weg war; tatsächlich war es aber ein bundeswehreigenes Gelände im Bereich der Memellandstraße.


Ich wäre ohnehin noch einmal auf die Angelegenheit zurückgekommen, da ich einige Handwerker, die in der damaligen Zeit in Liegenschaften der Bundeswehr gearbeitet hatten und jetzt größtenteils pensioniert sind, gefragt – ohne irgendwelche Andeutungen zu machen – hatte „...was mit dem Gelände im Bereich Nachtredder / Tennisplätze los war...“ und stets kam die spontane Antwort „FLAK-Beständelager“. Allerdings konnte sich keiner an ein Tanklager erinnern; ich wahrscheinlich nur deswegen, weil ich beruflich dort tätig war.

Allerdings sagte mir einer, dass ich Bereich Rendsburger Straße größere Hallen gestanden hätten. An diese kann ich mich leider nicht erinnern; kann aber auch sehr gut sein, dass diese nicht zur Wehrmacht / Bundeswehr gehörten.

Hinsichtlich des FLAK-Beständelagers (korrekte Bezeichnung?) werde ich evtl. hier im Forum eine neue Anfrage starten, wo auch auf die Nutzung von in der Zeit von 1945 bis zum Abzug der Engländer einzugehen wäre (auch dazu kann ich einen (sehr) kleinen Beitrag leisten).

Wenn weitere Informationen zu dem Tanklager gewünscht werden, bitte hier kurz mit „ja“ antworten. Ich kann noch einige Einzelheiten aus dem Gedächtnis „zusammenkratzen“; ferner liegen mir noch meine Werkstattwochenbücher der damaligen Zeit vor.

Zumindest die älteren Forumsteilnehmer werden sich erinnern: „Damals“ mussten alle Lehrlinge – zumindest die im handwerklichen Bereich – Werkstattwochenbücher führen, in denen die Lehrlinge ausgeführte Arbeiten beschreiben und bildlich darstellen mussten. Wehe, wenn einer dieses verspätet oder sogar gar nicht abgab, dann gab es vom (Lehr-) Meister „eins hinter die Löffel“. So streng waren die Sitten damals, aber so schlecht auch wieder nicht...

Beste Grüße

longwood
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longwood
 


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 106
Wohnort oder Region: Kronshagen

Beitrag Verfasst am: 04.02.2011 10:12 Antworten mit Zitat

Hallo,

die Frage – ob die Öffentlichkeit damals hinsichtlich des damaligen Tankschadens wirklich nicht über die Presse informiert war – hat mich weiter beschäftigt, zumal ich auch geschrieben hatte, dass die Presse gar nicht oder kaum berichtete.

Daher habe ich die in Neumünster erscheinende Tageszeitung „Holsteinsicher Courier“ nochmals nachträglich „studiert“ und... ...wurde fündig!

Der „Holsteinische Courier„ berichtete in de Ausgabe vom 13. Oktober 1967 – der Artikel war eingerahmt, um von den anderen Artikeln auf der selben Seite optisch hervorzutreten – wie folgt...

17000 l Benzin liefen aus

Leck im Kraftstofftank - Gefahr für die Betriebe

Mehrere Betriebe in der Rendsburger Straße haben sich mehrere Tage und Nächte in großer Gefahr befunden. Ein 20000 l fassender Benzintank in einem Kraftstofflager der Bundeswehr war leck geworden. Die „Schwindsucht“ des Tanks wurde erst bemerkt, als schon etwa 17000 Liter Benzin ausgelaufen waren.

Das Erdreich wurde bis auf den Grundwasserspiegel verseucht. Ein kleiner Funke hätte vermutlich genügt, um das gesamte Kraftstofflager in Brand zu setzen. Kaum auszudenken, was geschehen wäre, wenn die zahlreichen unterirdisch gelagerten Tanks explodiert wären.

Als das Leck bemerkt worden war, wurde die Berufsfeuerwehr Neumünster alarmiert, die sofort „Ölalarm“ gab. In aller Eile wurden Tankwagen und Tausende von Benzinkanistern aus dem Gefahrenbereich gebracht. Bagger sind jetzt dabei, das verseuchte Erdreich abzutragen, das anschließend verbrannt wird. Wahrscheinlich wird diese Arbeit noch Wochen in Anspruch nehmen.

Die Behälter in dem Kraftstofflager werden voraussichtlich zum größten Teil durch neue ersetzt werden, da sie nicht mehr den neuen, verschärften Sicherheitsvorschriften entsprechen und durch Korrosionsschäden besonders gefährdet sind. Korrosion war auch die Ursache des Lecks im 20000-Liter-Tank.

Soweit der „Holsteinische Courier“. Wer immer noch Zweifel an der Existenz des Tanklagers hat, der kann in der betreffenden Ausgabe nochmals nachlesen; selbstverständlich bin ich aber auch bereit, den Artikel interessierten Forumsteilnehmer per E-Mail zukommen zu lassen. Dazu benötige ich aber via PN die private E-Mail-Adresse.

Ob noch weitere Berichte erschienen sind, ist mir persönlich nicht bekannt.

Was mich sehr erstaunt, dass die Öffentlichkeit damals nur sehr spärlich – und wahrscheinlich auch nur über den „Holsteinischen Courier“ – informiert wurde, zumal das Tanklager am Rande eines großen Wohngebietes (z. B. Robert-Koch-Straße) lag. M. E. waren damals auch viel mehr die Bewohner als die Gebäude der Betriebe gefährdet.

Soweit ich mich erinnere, gab es damals auch keine Anwohnerproteste; es wurde „einfach so hingenommen“... ...aber ich lasse mich vom Gegenteil gern überzeugen.

...zumal – so der Zeitungsbericht – vermutlich ein Funke genügt hätte, das gesamte Kraftstofflager in Brand zu setzen. Es hätte ein Schreckensszenario und ein Flammeninferno höchsten Grades ergeben, „gefördert“ durch die im Freien gelagerten Tausende von Benzinkanistern (sog. „Jerrycan“).

Das Füllen der Benzinkanister hatte ich damals selbst gesehen; dieses geschah von Hand mit nicht selbst abschaltenden Zapfpistolen. Das oftmals mehr neben als in die Kanister floss, war „ganz normal“.

Heute wäre der Tankschaden ein „Medienaufhänger“ – damals kaum beachtet.

Aber damals galt auch die Devise „flach halten“ – heute ist es zum Glück ganz anders!!!

Wäre ein derartiger Tankunfall heutzutage passiert, würden nach meiner Einschätzung die Anwohner sofort evakuiert und das Gelände weiträumig abgesperrt werden.

In dem Zeitungsbericht steht auch, dass die verseuchte (das Wort „kontaminiert“ wurde damals noch nicht oder kaum verwendet) Erde verbrannt werden soll.. ...was denn auch geschah. Damals „Stand der Technik“ – heute eigentlich unvorstellbar.

Hiermit ist wieder eine kleine Lücke in der Militärgeschichte meiner Geburtsstadt Neumünster geschlossen worden... ...und die anderen Lücken werden hoffentlich nach und nach geschlossen – wozu ich auch einiges beitragen kann.

Viele Grüße

longwood

Noch ein kleines Zahlenspiel: Damals fuhr ich einen „Käfer“ aus der Serie mit dem bekannt hohen Benzinverbrauch und hätte mit dem ausgelaufenen Benzin ca. 170.000 km fahren können – heute fahre ich einen „Touran“ mit Hightech hinsichtlich der Benzingeinsparung (Blue Motion usw. etc. usf.) – dann wären es etwa 240.000 km – für mich eigentlich unvollstellbar!!!
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mucimuc
 


Anmeldungsdatum: 06.07.2004
Beiträge: 494
Wohnort oder Region: Landeshauptstadt Nürnberg, Franken

Beitrag Verfasst am: 04.02.2011 14:19 Antworten mit Zitat

Da muß ich doch mal ganz kurz und auch nur ein klein wenig off topic werden.

Du schreibst, das wäre heute zum Glück alles anders, wie man mit dem Erdreich usw umgegangen ist. Hm. Erhebliche Zweifel, um ehrlich zu sein.

Der vermutlich einzige Unterschied wäre, daß einige Tage unzählige informationsfreie, dafür aber umso auflagenstärkere Blättchen fürs Volk einen Aufhänger hätten, bis eben die nächste Sau durchs Dorf rennt, so nichtig sie auch sein mag, solange es reicht, dem Volk irgendeinen Krampf als story, besser noch als vermeintlichen "Skandal" anzudrehen.

"Heute" fänden sich eben aufgrund der Schnelligkeit der sogenannten Information nur noch ein paar ebenso fachlich ahnungslose Provinzfürsten, die die eine oder andere Stimme auf jeder beliebigen Welle mitnehmen wollen, denn sie wissen, daß pseudobewegte Sprüche locken immer noch ein paar Leute hinter dem Ofen hervor, die Thematik oder gar ein Funken Ahnung davon ist mindestens drittrangig, wenn nicht weiter hinten.

"Heute" würde man mit den Altlasten anders umgehen? Soso, das mag sein, aber sicher nicht geeigneter. Eher wahrscheinlich wäre es, daß sie, sobald die beliebig austauschbare Nachfolgesau schon nach wenigen Tagen den Weg frei macht, diese irgendwo unterzumischen und sie in seit Jahren nicht mehr zulässige, völlig vergiftete und ungeeignete, dafür besonders volkseigene, Deponien in der ehem. DDR zu fahren, vorwiegend nach Sachsen-Anhalt, denn dort sind die Granden aus alter Zeit mit gleichem Parteibuch fest im Sattel und verdienen gut daran, Gregors Einheits(sic!)geschichtsfälschermärchenonkels und -tanten mal ganz persönlich vorzumachen, wie persönlicher Kapitalismus funktioniert. Im Dunkeln mit weit geöffneter Hand. Alles wie früher. Warum sollte man dort auch nur neapolitanischen Haus-/Gewerbemüll illegal des nächtens rein versehentlich abkippen?

Ganz nebenbei ist es ein gewaltiger Irrtum, in Blättchen mit kleinerer Schrift mehr Information zu vermuten, das sind Legenden. Einerseits ist ohnehin alles bereits Falsche, Teilerfundene, gekünstelt Tendentiöse oder was auch immer meist ebenso falsch irgendwo abgeschrieben, andererseits sind gerade bei kleineren Blättchen die sogenannten Informationen mangels ordentlichem Netzwerk meist zum Großteil zusammengesponnenes, laienhaftes Geschreibsel, das um einen in den Hintergrund getretenen Rest von Information gedichtet wird.

Hüstel.

Sorry, doch bißchen abgeschweift

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Der sogenannte Wutbürger ist durch und durch Demokrat. Außer man gibt ihm nicht Recht.
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FAG125
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 16.02.2015
Beiträge: 2
Wohnort oder Region: Wahlstedt

Beitrag Verfasst am: 17.03.2015 19:34
Titel: Tanklager in Neumünster
Antworten mit Zitat

Hallo, "longwood, TimoL, Rex Danny Bart, Bettika, read sea, Leif"

Ich melde mich als sogen. "Zeitzeuge", habe vom 7.1.65 - 6.1.68 als SaZ 3(Soldat auf Zeit) bei 1./Vers Btl 186, Sick-Kas.in Neumünster gedient. Ein kurzer Ausriß meiner Dienstzeit:
Grundi bei Ausb Komp.10/6 Scholz-Kas., RadInst Lehrgang bei Inst Ausb Komp 6/6 in Boostedt,
Fahrschule beiFahrschulgrp.2, Scholz-Kas.,Fahrschule FAG(Hatra)125 in Putlos/MarineFahrsch.
Ab 7/66 stellv. GrpFhr. der FAG-Gruppe(4 FAG's).
Nun mein Beitrag zu "Tanklager Nachtreeder":
Das Tanklager hatte die Bez. "BrVP Bstf" (Brigade Versorgungspunkt Betriebsstoff). Dort war ich lfd. für Verladearbeiten eingesetzt. Es gab übrigens einen Stempel "BrVP Bstf" für die Fahrbefehle dorhin! Neben den Erdtanks (Anzahl?),aus denen die Aufsatztanks auf MAN 5t befüllt wurden, waren hier noch Gitterpaletten mit 20 ltr Benzinkanistern gelagert, welche auf FAUN 10t. verladen wurden(Fahrzeuge der TranspKomp.4/186).Die Paletten wurden haupts. zu Manövern und Lehrvorführungen (für Logistikschule Hamburg auf dem TRpÜbPl Boostedt)
umgeschlagen. Im Feb.67 wurde der VP gesperrt, weil man durch Bodenproben festgestellt hatte,daß mind. 1 Erdtank leckgerostet war,(es waren noch Tanks von der Wehrmacht von
1934? die genietet waren). Somit war der Verdacht auf "Spritklau", den es seitens der 6. Division durchaus gegeben hatte, hinfällig!
Jetzt ging alles sehr schnell: Vom 3.3.-8.3.67 haben wir in einer Nacht- und Nebelaktion alle Gitterpaletten geborgen und in einen geschützen Bereich nach Boostedt verbracht. Die
Erdtanks konnten wir nicht mehr bergen, weil unsere FAGs schon beim Palettentransport 15 cm eingesunken sind (15 to Gewicht + Ladung). Es war das letzte Mal, daß wir im
Nachtredder eingestzt wurden und der Stempel "BrVP Best" wurde auch eingezogen. Des weiteren verweise ich auf den Artikel von "longwood vom 04.02.2011;10:12". Was mich erstaunt, ist die Tatsache, daß erst im Oktober '67 von dem Vorfall berichtet wurde???
Durch in Augenscheinnahme am 04.03.2015 ist festzustellen, daß das Gelände völlig geräumt
ist und immer noch brach liegt und auch die Eisengießerei Stock & Co dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Noch einige Anmerkungen:
"BrVP Mun" der 186 befand sich auf der Rückseite des heute noch aktiven MunDepot Boostedt.
"BrVP Verpfl. und Bekl." der 186 befand sich in der Altonaer Str. am "Südbahnhof",die Speicher existieren noch und sind heute ein Logistikumschlagplatz.
Zu "TimoL vom 08.03.2010;21.39": Das VersBtl 186(außer 3./186 in Boostedt) war bis 1972 immer in der Sick-Kaserne stationiert, möglicherweise erst nach der Auflösung und Umbenennung in 180 in der Scholzkaserne???
In der Aufzählung fehlt aber die Ausbildungskompanie 10/6. Neumünster. Diese war im linken
Block 5, der heute leer steht, untergebracht.
 
 (Datei: DSCI0214.JPG, Downloads: 48)  (Datei: DSCI0212.JPG, Downloads: 50)  (Datei: DSCI0213.JPG, Downloads: 50)
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