Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Restricted AreaWie die meisten anderen NATO-Länder (und nicht nur die ...) hatte auch Großbritannien während des Kalten Krieges bauliche Vorsorge getroffen, um die Regierung und Verwaltung im Falle eines Krieges in geschützten Bauwerken zumindest für begrenzte Zeit arbeits- und funktionsfähig zu halten. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in Ost und West setzte das Vereinigte Königreich allerdings nicht auf einen zentralen Ausweichsitz bzw. Regierungsbunker, sondern plante mit verteilten Ressourcen, also mehreren Schutzbauwerken an unterschiedlichen Orten.

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Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel

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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1577
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 04.02.2011 21:05
Titel: Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel
Untertitel: Dithmarschen
Antworten mit Zitat

Hallo,
ich suche Informationen über die Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel.
Erwähnt wird der Standort in der Liste der Rüstungsaltstandorte bei
"UBA 25/96 Bestandsaufnahme von Rüstungsaltstandorten in der Bundesrepublik Deutschland Band 1 Jürgen Thieme IABG"
und
"Nacherfassung von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in Schleswig-Holstein
PGBU Kassel 1998"

Die vorliegenden Daten sind eher spärlich, die Bezeichnungen sind unterschiedlich insbesondere die Lage ist unbekannt:
"Marinearsenal Brunsbüttelkoog
Munitionslager; Marine-Artillerie-Arsenal ;1945 Bunker/ ;1931 (Marinemunitionsanstalt)
1945/12: Angetriebene Minen, Sperrgeräte und Munition sollen dem Marine-Artillerie-Arsenal Brunsbüttelkoog zur Bergung u. Entschärfung gemeldet werden
Zur Lage ist die Ostermoorer Str anggeben.
Wenn man alte und neue Luftbilder betrachtet, bietet sich der Standort nordöstlich des Bauhofes des WSA Brunsbüttel an, das ist aber nur Spekulation, erkennbar sind dort Gleise, der Bahnhof war in der Nähe.
Das beiliegende Luftbild ist von
http://www.footnote.com/image/#50799235
(Nutzbar kostenlos aber nur nach Anmeldung)
Gab es die Anlage wirklich, an welchem Standort, welcher Zeitraum,was ist mit den Baulichkeiten passiert?
Grüsse
bettika
_________________
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
 
Voransicht mit Google Maps Datei Marinemunitionsanstalt BRUNSBÜTTEL.kmz herunterladen/in Google Earth öffnen
Dieser Dateianhang steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
 (Datei: Luftbild-markierung.jpg, Downloads: 224)
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VitaminB11
 


Anmeldungsdatum: 21.05.2008
Beiträge: 131
Wohnort oder Region: Ulm und drulm herulm

Beitrag Verfasst am: 05.02.2011 08:38 Antworten mit Zitat

Dein Marker zeigt auf das Tanklager Ostermoor, das es wohl seinerzeit auch schon gab ( http://www.geschichtsspuren.de.....p;start=10 ).

Ich tippe (spekuliere) eher auf die gegenüberliegende Seite vom NOK: Bahngleise gibts dort auch reichlich; dann sieht man (Weiternutzung durch?) chemische Betriebe; dazu eine Sondermüllverbrennung und ein KKW. Das sind schwache Indizien, nur gestützt durch die ähnlichen Fälle in Sellafield (WAA, ex-ROF) und Krümmel (KKW, ex-DAG).


Gruß,
Harald
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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1577
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 05.02.2011 16:18
Titel: Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel
Untertitel: Dithmarschen
Antworten mit Zitat

VitaminB11 hat folgendes geschrieben:
Dein Marker zeigt auf das Tanklager Ostermoor, das es wohl seinerzeit auch schon gab ( http://www.geschichtsspuren.de.....p;start=10 ).

Gruß,
Harald


Hallo Harald,
Ostermoor liegt südlich des Kanals,(mein Marker nördlich) das oder auch die Tankläger in Brunsbüttel sind sicher einen eigenen Beitrag im Forum wert.Das es mehrere gab, habe ich den schon anderweitig zitierten "Petroleum Facilities of Germany" entnommen, aus dem ich auszugsweise Unterlagen beifüge.
Die Tankanlagen der kaiserlichen Marine in Ostermoor gehen nach Ende des 1.Weltkrieges an die „Hugo Stinnes AG“. Im September 1928 werden sie von den „Mineralöl- und Asphaltwerken (Mawag)“ aus Hamburg als Raffinerie und Tanklager übernommen. Bei den Bombenangriffen am 18 und 20.Juni 1944 wird die Mawag zu fast 70% zerstört. Später geht der Besitz an die „Elf-Bitumen GmbH“ welche die Anlage noch heute als Bitumenwerk führt.

Von den in o.g. Quellen weiteren Tankläger kann durchaus eines neben dem heutigen WSA Bauhof Gelände gelegen haben.

Die von Dir angeführte Weiternutzung bzw. Neunutzung von ehemals reichseigenen Grundstücken
macht Sinn. Entlang des Kanals gehört ein breiter Streifen sowieso dem Deutschen Reich , heute dem Bund, diese werden dann gerne für "ungeliebte" Projekte genutzt um wenigstens die lästige Enteignung zu sparen .

Der Standort Marinemuntionsdepot kann weiter gesucht werden.

Grüsse
Beate
_________________
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
 
 (Datei: MAWAG-Ostermoor-Petroleum Facilities-Plan.jpg, Downloads: 151)  (Datei: Petroleum Facilties of Germany-brunsbüttel-s259-text.jpg, Downloads: 148)
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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1577
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 08.02.2011 21:19
Titel: Tanklager Ostermoor
Untertitel: Dithmarschen
Antworten mit Zitat

Zitat:
"Die Tankanlagen der kaiserlichen Marine in Ostermoor gehen nach Ende des 1.Weltkrieges an die „Hugo Stinnes AG“. Im September 1928 werden sie von den „Mineralöl- und Asphaltwerken (Mawag)“ aus Hamburg als Raffinerie und Tanklager übernommen. Bei den Bombenangriffen am 18 und 20.Juni 1944 wird die Mawag zu fast 70% zerstört. Später geht der Besitz an die „Elf-Bitumen GmbH“ welche die Anlage noch heute als Bitumenwerk führt."

Hallo,
zurecht kam die Frage, nach der Quelle o.g. Information .
Der Text ist zitiert aus "Brunsbüttel-Eine Chronik der Geschichte" von Walter Schulz und Hauke Mormann abgedruckt in der Brunsbütteler Rundschau, nachzulesen unter
http://www.hamo-kiel.de/TEXT.pdf
Weitere Informatione zur Bombardierung von Ostermoor und der MAWAG auch zu finden unter
http://webcache.googleusercont......google.de

Grüsse
Beate
_________________
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
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VitaminB11
 


Anmeldungsdatum: 21.05.2008
Beiträge: 131
Wohnort oder Region: Ulm und drulm herulm

Beitrag Verfasst am: 08.02.2011 21:56 Antworten mit Zitat

Ja, darüber, dass Ostermoor auf der Kanal-Ostseite liegt, hat mich GE auch schon aufgeklärt. In der Chronik und dem Dithmarschen-Wiki fällt auf, dass über eine MunA oder sonstwie munitionsmäßiges eben *nix* drinsteht. Bei MunAs findet man meistens Hinweise auf Arbeitslager (Zwangsarbeiter), "Kanarienvögel" (Arbeiterinnen) mit gelb verfärbten Haaren, die vermeintlich perfekte Tarnung, die das Objekt erst im Frühjahr 45 auf die Zielliste brachte, eine "Waldsiedlung" oder einen "Silbersee" in der Nähe, oder einen Eintrag im Altlastenkataster. Letztere habe ich aber nur für Niedersachsen und Bayern online gefunden. Die restlichen Bundesländer halten sich sehr bedeckt und ergehen sich nur in zarten Hinweisen darauf, dass es so etwas gibt und die Gebühren für Einzelauskünfte erfragt werden können.

Unterm Strich halte ich das gesuchte Objekt höchstens für ein Depot, mit evtl. verworfenen Plänen für einen Ausbau. Nicht dass ich hier eine Koryphae wäre! Nur ein fortgeschrittener Dilettant beim Versuch, die Sprengstoffwerke und MunAs möglichst alle in einem .kmz-File zu sammeln. Und bevor ich mich noch weiter aus dem Fenster lehne, lass ich's damit mal gut sein icon_smile.gif
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aflubing
 


Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 318
Wohnort oder Region: Ostfriesland

Beitrag Verfasst am: 09.02.2011 08:43 Antworten mit Zitat

Im vom Umweltbundesamt 1996 herausgegebenen Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten finden sich auf Seite 255 zwei Einträge:
W2212 Brunsbüttelkoog Munitionszerlegestelle um 1920 Betreiber Ottensener Eisenwerke AG Altona 1919 - um 1921
W2212 Brunsbüttel Marine-Munitionsanstalt 1945
Gruß aflubing.
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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1577
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 11.02.2011 17:38
Titel: Marinemunitionsanstalt und Munitionszerlegstelle Brunsbüttel
Untertitel: Dithmarschen
Antworten mit Zitat

Hallo
@Vitamin B11.: Ob ein Munitionsdepot, d.h reine Lagerung oder eine Munitionanstalt d.h auch Munitionslaborierung gemeint ist, habe ich auch überlegt.
Das UBA Gutachten schreibt Marinemunitionsanstalt, das PGBU Gutachten
Standortbezeichnung :Marinearsenal Brunsbüttelkoog, Standorttyp Munitionsanstalt (Marine) Zeitraum 1931-1945. Das ist eindeutig nur die Bezeichnung "Marine-Artillerie-Arsenal" hat mich etwas irritiert, weil die mir nicht bekannt ist.

@aflubing: Die Munitionszerlegestelle Brunsbüttel aus dem 1.WK ist ein guter Hinweis. Ich hatte erst übelegt, sie hier nicht mit aufzunehmen, weil sie zur Rubrik 2.WK nicht passt und ich nicht gleich 2 Standorte suchen wollte. Da es aber aus der Geschichte ähnlicher Standotrte gut möglich ist ,das sie nacheinander an gleicher Stelle standen, erweitere ich die Suche.

Zum Hintergrund : "Am 13. September 1919 schloss der Reichsfiskus mit einem Firmenkonsortium einen Vertrag über den Verkauf und die Vernichtung der im gesamten unbesetzten deutschen Gebiet, außer in Bayern und Sachsen, gestapelten und zu entladenden Munition. " (Quelle UBA 49-02 Modellhafte Altlastenuntersuchung an ausgewählten Standorten der Munitionszerlegung und -vernichtung nach dem Ersten Weltkrieg Prof. Preuß)
Zu dem Firmenkosortium gehörte auch die "Ottensener Eisenwerke AG, Altona-Ottensen" mit der "Entladestelle Brunsbüttelkoog" (Quelle BAP 2201/2234) (s.Anlage in Auszügen).
Das Gutachten PGBU hat weiter als Hinweis erfasst:
"Zerlegestelle 25541Brunsbüttelkoog ca. 260000 russische Geschosse zerlegt ;
1919-1921 Eisenmunition und Metall-Kartuschen ;bis um 1921;;Feldschrapnells und Granaten ;19201921/5/18: Brand in der Nähe von Löschbrücke beim Ausspülen von Pulverresten aus den Hüllen 1920,1921: Auflistung Unglücksfälle bei Entfestigung/Zerlegearbeiten"


Ich suche jetzt Hinweise auf beide Anlagen Marinemunitionsanstalt und Munitionszerlegstelle
Grüsse
Beate
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Vertrag-Syndikat-S1.pdf Vertrag-Syndikat-S1.pdf
Dateigröße: 47,09KB - Downloads: 28

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Entladestellen.pdf Entladestellen.pdf
Dateigröße: 246,38KB - Downloads: 37

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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1577
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 11.04.2011 21:09
Titel: Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel
Antworten mit Zitat

Hallo,
Die Hinweise von Mitarbeitern des WSA-Bauhofs zur Lage der Marinemunitionsanstalt konzentrierten sich auf den östliche Teil des Bauhofs und den direkten Anschluss. Die Lage auf dem Bauhofgelände selbst möchte ich ausschließen , da die Gebäudehistorie dort durch eine „Historische Ersterfassung“ komplett dokumentiert ist. Die daraus vorliegenden Pläne aus dem Archiv WSA und des Landesarchiv geben aber auch Hinweise auf die Anschluss-Bebauung:
Der nordöstliche Bereich des WSA Bauhof- Grundstücks wurde in der Zeit der 1. Erweiterung
(1907-1914) der damals „Kaiser Wilhelm Kanal“ genannten Wasserstraße als Ablagerungsfläche für das Nassbaggergut genutzt Für dessen Abtransport wurde für die Umschlagstelle Nordseite eigens ein Anschlussgleis an die vorhandene Bahnstrecke gebaut. Erst in den 30 er Jahren wurde dieser Teil mit Gebäuden bebaut.
Das Luftbild 1944 zeigt eine Bebauung südlich dieser WSA-Gebäude und im Anschluss nordöstlich. Der Lageplan 1960 zeigt diese Bebauung noch, die aber im Plan 1974 bis auf die Bahngleise fast verschwunden ist. Heute ist dort in GE nur noch eine Grünfläche erkennbar.

Fazit: Die bauliche Entwicklung auf dem fraglichen Gelände von 1945 bis heute ist rekonstruiert, eine direkte Identifizierung als Marinemunitionsanstalt ist ohne eine qualifizierte Luftbildauswertung oder weitere Hinweise oder Quellen nicht möglich.

Quellen
HE Bauhof WSA Brunsbüttel 2009 (IGU BIOBAC)
Luftbild 1944 [url][/url] http://www.footnote.com/title_.....ce_photos/
Archiv WSA Brunsbüttel
Landesarchiv Schleswig, Abt. 548.1, Nr. 448 Lageplan Kaiserliche Kanal-Akte

Grüsse
bettika
_________________
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
 
ca. 1911 Anschlußgleis
Ablagerungsfläche (Datei: 1911 ca. Anschlußgleis.jpg, Downloads: 139) Luftbild footcom 1944 (Datei: Luftbild-footcom-1944-7-31.jpg, Downloads: 141) Lageplan 1960 (Datei: 1960 Lageplan.jpg, Downloads: 148) Lageplan 1974 (Datei: 1974 Lageplan.jpg, Downloads: 117)
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bettika
 


Anmeldungsdatum: 15.07.2010
Beiträge: 1577
Wohnort oder Region: Flensburg

Beitrag Verfasst am: 09.05.2011 21:18
Titel: Re: Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel
Untertitel: Dithmarschen
Antworten mit Zitat

bettika hat folgendes geschrieben:
Hallo,
ich suche Informationen über die Marinemunitionsanstalt Brunsbüttel.
Erwähnt wird der Standort in der Liste der Rüstungsaltstandorte bei
"Nacherfassung von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in Schleswig-Holstein
PGBU Kassel 1998"


Hallo ,
die in o.g. Gutachten zitierten Quellen, liegen mir mittlerweile vor.
BAMA BW 1/21496 (Auszug)
"Munitionsanstalten u. gr. Muni-Niederlagen
......
Brunsbüttelkoog
Kr. Süderdithmarschen 1931 Ostermoorerstr.
(3,7659 ha Bund) Marine Munihof
2(?)Lagerhäuser 2 Munibunker Pförtnergebäude 1564 qm Nutzfläche
1 gewerbl. Betrieb. Nutzung als Munilager nicht mehr möglich durch Bau eines Großtanklagers "Erdöl" auf Nachbargelände"


Mit dem "Großtanklager" ist die DEA (Deutsche Erdöl Aktiengesellschaft), die sich 1950 mit einem Werk in der Ostermoorerstraße niederläßt, gemeint.
http://www.hauke-mormann.de/Chronik_TEXT.pdf
Im Ergebnis: Die angenommene Lage passt, die Nutzung scheint aber eher ein "Muni-Lager" statt Munitionsanstalt zu sein.Eines der Lagergebäude könnte ein noch existierendes Gebäude sein, das in GE Ähnlichkeiten mit der WSA Tonnenhalle aufweist. Das Gebäude wurde Anfang der 30'er Jahre, also in der gleichen Zeit wie die in der BAMA Quelle genannte Liegenschaft gebaut .Mehr Erkenntnisse gibt die Quelle für mich nicht her.
Unklar bleibt auch ,ob die Muni-Bunker nicht zu einer auf dem Gelände vermuteten FLAK Stellung gehörten.
An Hinweisen oder Überlegungen bin ich weiterhin interessiert.
Grüsse
bettika
_________________
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
 
Voransicht mit Google Maps Datei Marinemunitionslager Brunsbüttel.kmz herunterladen/in Google Earth öffnen Marinemunitionslager?
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tom3596
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 05.08.2012
Beiträge: 9
Wohnort oder Region: Brunsbüttel

Beitrag Verfasst am: 06.08.2012 11:49 Antworten mit Zitat

moin leute,
also, das was du ein gezeichnet hast auf den plan von 1974 ist das gelände von f.a. kruse ist 1902 gegründet worden und wenn ist es richtig noch in errinnerung habe, war das früher die firmenzentrale. bis ca ende der 1980'er jahre.
es kann sein, das es da war. werde mal paar leute fragen.
gruß
tom
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