Ringtreppenturm Rosshafen - kostenloses eBook zum Download

Ringtreppenturm RosshafenUnser Büchlein "Ringtreppenturm Rosshafen - ein Luftschutzturm in Hamburg", das den Aufbau und Zustand eines inzwischen leider abgerissenen Luftschutzturms der damaligen Howaldtswerke dokumentiert, erschien vor etwa sieben Jahren in Printform. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen zur Verfügung.

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NATO-Kriegshauptquartier PWHQ NORTHAG/2.ATAF JOC Maastricht

Bereits in der frühen Phase des Kalten Krieges Mitte der 1950er Jahre war die noch junge NATO bestrebt, für wichtige Dienststellen in der gemeinsamen Kommandostruktur geschützte Hauptquartiere für den Kriegsfall zu schaffen. Die Heeresgruppe Nord (NORTHAG), hauptsächlich bestehend aus britischen, belgischen, niederländischen und ab 1957 auch deutschen Truppenteilen, war seit 1954 zusammen mit der Zweiten Alliierten Taktischen Luftflotte (2ATAF), der britischen Rheinarmee (BAOR) und der Royal Air Force Germany (RAFG) im gemeinsamen Friedens-Oberkommando (Joint Headquarter/JHQ) Mönchengladbach untergebracht.

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geschichtsspuren.de und Google Field Trip

Google Field TripAls eine der ersten Websites in Deutschland nehmen wir seit heute an Googles neuem Projekt Field Trip teil. Diese Smartphone- App wird auf dem Telefon oder Tablet im Hintergrund ausgeführt. Wenn der Nutzer sich in der Nähe eines interessanten Ortes befindet, wird eine Karte mit entsprechenden Informationen angezeigt. Ist das Telefon mit einem Headset oder per Bluetooth verbunden, bekommt man die Informationen sogar vorgelesen.

Diese Idee passt natürlich toll zu unseren Inhalten, mit denen wir ja auch Geschichte ?vor der eigenen Haustür? vermitteln möchten. Field Trip ist kostenlos und sowohl für Android über Google Play als auch für iPhone/iPad in Apples AppStore verfügbar. Probiert's doch einfach mal aus!

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Gerätehauptdepot Langlau / Pfofeld

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Rubberduck
 


Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 69
Wohnort oder Region: Mittelfranken

Beitrag Verfasst am: 12.11.2007 13:48
Titel: Gerätehauptdepot Langlau / Pfofeld
Untertitel: Langlau, (am Brombachsee) , Mittelfranken
Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

Wie ja einigen hier im Forum vielleicht bekannt ist, wird das Gerätehauptdepot Langlau (Außenstelle von Feldstetten) Ende diesen Jahres geschlossen.

Manche von euch darunter auch ich haben sich mit Sicherheit schon gefreut das ab dem nächsten Jahr ein neuer Lostplace vorhanden sein wird.

Doch leider ist das nicht so.

Das komplette Depot soll quasi wieder renaturiert werden und wird dadurch komplett abgerissen. (Eine ganze Menge an Arbeit allein wenn man bedenkt das sich im Depot 33km Teerstraße befinden, aber das nur nebenbei gesagt)

Neben dem Depot befindet oder besser befand sich bis vor wenigen Wochen eine Fabrik die während des Kriegs zur Munitionsfabrik gehörte (Auf Karte - siehe unten - markiert). Nach dem Krieg war dort eine Klavierfabrik (Euterpe, Bechstein) untergebracht die aber vor gut 10 Jahren den Standort Langlau aufgegeben hat.

Der Abriss der Fabrik war somit der erste Schritt des Abrisses des Depots.

Mfg Michael
 
 (Datei: Langlau1.jpg, Downloads: 249)
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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 2268
Wohnort oder Region: In der Nähe des Urpferdchens

Beitrag Verfasst am: 12.11.2007 17:22 Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

Langlau wurde 1935 - 1939 erbaut als Luftwaffenhauptmunitionsanstalt 2/XIII. Auf rund 44 ha wurde Munition gefertigt (in der Masse zusammengebaut und versandfertig verpackt), gelagert und zur Truppe versandt.
Zu jeder LuftMuna und LuftHauptMuna gehörten vier Bereiche:
Unterkunftsbereich für militärisches Personal und Soldatenfamilien
Verwaltungs- und Versorgungsbereich (Büros, Küche, Kantinen, Kfz-Bereich)
Arbeitsbereich mit Schweißerei, Tischlerei, teilweise auch Patronenreinigungsanlagen, Munitionsmontagestrecken (Leitwerke auf Bombenkörper schweißen oder schrauben, Granaten auf Patronenhülsen befestigen usw.)
Lagerbereich (Munitionslagerhäuser, fälschlich auch Mun-Bunker bezeichnet)

MfG
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"Es gibt nur eine Sünde, die gegen die Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dies ist die Verfälschung der Geschichte."
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Björn
 


Anmeldungsdatum: 11.03.2003
Beiträge: 669
Wohnort oder Region: Igling

Beitrag Verfasst am: 12.11.2007 18:25 Antworten mit Zitat

@zulufox:

44 ha erscheinen mir allerdings als viel zu wenig. Die Fläche ist wesentlich größer (oder wurde später erweitert?) und auch sonst wären 44 ha für eine Munitionsanstalt schon fast ungewöhnlich wenig.


@Rubberduck:
Pfofeld war früher Korpsdepot des II. Korps aus Ulm und Mob-Stützpunkt zahlreicher Reserveeinheiten (vor allem des VKK 631 aus Ansbach). Auch die Amerikaner hatten einen Teil des Geländes belegt. Gerätehauptdepot und Außenstelle von Feldstetten kann schon deshalb nicht richtig sein, weil ein Gerätehauptdepot niemals selbst eine Außenstelle eines anderen Depots sein kann! Pfofeld wurde nach dem Ende des Kalten Krieges als Materialaußenlager weitergeführt (wie viele andere Ex-Korpsdepots zunächst auch) und später sogar noch zum Gerätedepot "befördert".

Um das Depot gab es ja schon seit Anfang der 1990er Jahre bw-internen Streit: erst eine andere Verwendung und Unterstellung, dann Auflösung, dann doch keine Auflösung mehr, dann erneute Auflösung, dann nur eine Verkleinerung und erst später die Bestätigung der endgültigen Schließung zum Jahresende 2007...

Noch 2003 wollte man zumindest einen Teil des Depots dadurch retten, daß man das LwBetrStffDp 31 von Leipheim nach Pfofeld verlagern wollte... hat letztendlich alles nichts genützt.

Gruß
Björn
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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 2268
Wohnort oder Region: In der Nähe des Urpferdchens

Beitrag Verfasst am: 12.11.2007 18:33 Antworten mit Zitat

Hallo Björn,

die Angabe 44 ha stammt von Nerdinger (Bauen im Nationalsozialismus).
Kann sein, dass er da nur den Lagerbereich gemeint hat?

MfG
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Rubberduck
 


Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 69
Wohnort oder Region: Mittelfranken

Beitrag Verfasst am: 12.11.2007 19:02 Antworten mit Zitat

@zulufox

Teile der Muna befanden sich ja auch im Ort selbst (siehe Anhang)

@Björn

Ich denke mal das Klingelschild am Tor des Depots kann ich grad noch lesen. Schau dir mal das Diagramm an das ich unten angehängt hab. Da wird der Lagerort Langlau als Außenstelle der Gerätehauptdepots Feldstetten geführt. Auch am Klingelschildchen steht Gerätehauptdepot Außenstelle Langlau

Mfg Rubberduck
 
Depot Übersicht.pdf Depot Übersicht.pdf
Dateigröße: 45,3KB - Downloads: 102

Dieser Dateianhang steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
 (Datei: Langlau.jpg, Downloads: 157)
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Björn
 


Anmeldungsdatum: 11.03.2003
Beiträge: 669
Wohnort oder Region: Igling

Beitrag Verfasst am: 13.11.2007 07:47 Antworten mit Zitat

@zulufox:
Die gesamte Liegenschaft ist ca. 150 ha groß - vielleicht waren ja 144 ha gemeint?! (und nicht 44 ha).


@Rubberduck:
In Deinem Eingangsposting hast Du "Gerätehauptdepot Langlau" geschrieben! Das kann aber, wie ich bereits sagte, niemals richtig sein. Es ist lediglich eine Außenstelle des Gerätehauptdepots Feldstetten. Das ist schon ein Unterschied. Am Klingelschildchen steht ja offensichtlich auch "Gerätehauptdepot - Außenstelle Langlau".
Im Übrigen ist die Gliederung in der Datei mittlerweile auch schon wieder überholt.
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Rubberduck
 


Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 69
Wohnort oder Region: Mittelfranken

Beitrag Verfasst am: 13.11.2007 14:23 Antworten mit Zitat

@Björn:

Ja gut stimmt eigentlich. Dann hab ich im Eingangsposting ein wenig nennen wir es mal "unsachkundige Informationen" veröffentlicht icon_redface.gif

Aber jetzt weiß ja jeder was gemeint ist.

Hat eigentlich irgendwer Bilder oder Informationen über die Nutzung während des Krieges?
Ich mein jetzt nicht so allgemeine Sachen was man von Opa oder Oma her weiß. (wohn nicht ganz 5km vom Depot weg)

Mein eher solche Sachen wie z. B. die Größe der unterirdischen Anlagen der Munitionsfabrik in Langlau etc.
Irgendwelche historischen Bilder dazu findet man bei google ja auch nicht. Kenn zwar einige ältere Herrschaften die während des Krieges in der Fabrik gearbeitet haben aber die können einem da auch nicht wirklich weiterhelfen.
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Rubberduck
 


Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 69
Wohnort oder Region: Mittelfranken

Beitrag Verfasst am: 13.11.2007 16:06 Antworten mit Zitat

Ich war gerade mal bei unserem Stadtarchivar in Gunzenhausen, weil ich mir einen Bildband zum Kriegsende in Gunzenhausen besorgt hab. Darin enthalten sind auch Bilder vom Muntionsdepot in Gunzenhausen, dass eine Außenstelle von Langlau war.

Hab ihn auf diesem Wege auch gleich mal gefragt ob er eventuell Informationen über die Muna Langlau in seinem Archiv hat.

Er hat gesagt das schon mal ein Buch über die Muna Langlau erschienen ist mit dem Titel "Land am Brombachsee".

In diesem Zug hat er mir auch angeboten mal die Fakten und Daten über die Muna zusammenzustellen. Hätte also die Möglichkeit die Unterlagen mal einzusehen. Darin sind auch zahlreiche Luftbilder des Depots zur Kriegszeit enthalten.

Muss mich nur noch mal schlaumachen ob ich eventuell auch Informationen hier ins Forum stellen darf.

Der Stadtarchivar wollte nur noch wissen bis wann ich die Infos brauch, damit er sie mir rechtzeitig zusammenstellen kann.

Wenn also Interesse eurerseits an dem Thema, dann forsch ich da mal gern weiter nach.

Mfg Rubberduck
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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 2268
Wohnort oder Region: In der Nähe des Urpferdchens

Beitrag Verfasst am: 13.11.2007 18:14 Antworten mit Zitat

Hallo,

aber sicher besteht Interesse. Vor allem mal genauer nachforschen zu den Gerüchten "unterirdische Anlagen".

MfG
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Rubberduck
 


Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 69
Wohnort oder Region: Mittelfranken

Beitrag Verfasst am: 13.11.2007 18:28 Antworten mit Zitat

Also ich weiß jetzt nicht in wieweit sich die Unterirdischen Liegenschaften erstrecken.

Aber ich kann 100% sagen das es diese während des Krieges gegeben hat und diese keine Ahnung in welcher Größe noch vorhanden sind. Das Gelände innerhalb der Ortschaft ist ja bis auf einige Gerätehallen so gut wie eingeebnet. Es ist eine große Betonfläche (sieht man auch auf den Luftbildern). Man erkennt auch die Grundmauern und innerhalb der Grundmauern befinden sich große Deckel bzw. die Abdeckplatten zu unterirdischen Räumen.

Das Komplette Gelände innerhalb der Ortschaft ist mit Stacheldraht umzäunt. Wurde deshalb eingezäunt, weil ja durch den Brombachsee Teile der unterirdischen Anlagen auch überflutet wurden und ein betreten viel zu gefährlich wäre.

Vor Jahren stand bei uns in der Zeitung mal ein kleiner Absatz geschrieben, dass ein Russlanddeutscher sich im abgesperrten Bereich aufhielt. Er wurde von der Polizei aufgegriffen. Die Gebäude um das Gelände sind auch aus der Muna-Zeit und wurden in den 90er Jahren als Unterkunft für Spätaussiedler genutzt.
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