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Verkehrsgeschichte

Beiträge über stillgelegte Bahnstrecken und Bahnhöfe, sogenannte Geisterstrecken, niemals fertiggstellte Autobahnen und andere Themen der Verkehrsgeschichte.



Die Straßenbahnhauptwerkstätten Nürnberg-Muggenhof
Geschrieben von: Oliver Schmidtgen   

Einem verwunschenen Schloss gleich, liegt am südlichen Pegnitzgrund in Nürnberg ein Denkmal der Industriegeschichte, das seit nun mehr zehn Jahren auf eine neue Nutzung wartet. Nähert man sich von Norden, ist der Verwendungszweck des Gebäudekomplex nicht auf dem ersten Blick zu erkennen. Erst bei näherer Betrachtung verraten Reste von Gleisen und zahlreiche Einfahrtstore, dass es sich um einen Stück Nürnberger Straßenbahngeschichte handelt.

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Mukran - Verkehrsknoten für den Waffenbruder UdSSR
Geschrieben von: Wolfgang Klietz   

Rotarmisten haben ihre Grüße an den Wänden von Mukran-Mitte hinterlassen.Ganz oben unterm Dach steht der Gruß eines Rotarmisten aus der sibirischen Altai-Region. „Hallo Landsleute!“ hat er auf russisch in die gekalkte Wand geritzt. Ein paar Zentimeter weiter schrieb ein Unbekannter namens Wasjok aus der Stadt Ufa „DMB 92“ in das Wartehäuschen auf dem Güterbahnhof von Mukran auf Rügen. Für Wasjok war es mit Sicherheit ein Tag der Freude. Die Abkürzung steht für „Demobilisazija“, dem Ende des zweijährigen Wehrdienstes in der Roten Armee.

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U10 - Berlins unvollendete U-Bahn-Linie
Geschrieben von: Patrick Cardullo   

Berlin U-Bahn Geisterbahnhof U10Zwischen 1953 und 1955 erstellte der Berliner Senat für die U-Bahn den "200- km-Plan". Wie der Name schon vermuten lässt, sollte das Streckennetz auf diese Größe anwachsen. Drei neue Linien waren neben den Streckenverlängerungen des Altnetzes geplant: Die Linien F, G und H. Während die Linie G (die heutige Linie U9) und H (heute U7) 1961-1963 zwischen Leopoldplatz und Spichernstraße bzw. Neukölln und Britz-Süd eröffnet wurden, verzögerte sich der Bau der Linie F, die später den Projektnamen Linie 10 oder auch U10 erhielt.

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Der Stichkanal nach Osnabrück und seine historischen Brücken
Geschrieben von: Michael Berndt   

Die Brücke Nr. 75 wird als letzte erneuert, voraussichtlich 2007/2008 Binnenwasserstraßen sind, solange sie wirtschaftlich genutzt werden, einer stetigen Erneuerung und Anpassung an geänderte Verkehrsanforderungen ausgesetzt. Erhaltene Relikte aus der Bauzeit der heute noch genutzten Kanäle sind daher selten geworden. 

Der ab 1905 gebaute Mittellandkanal als wichtige Verbindung der Industriegebiete an Rhein und Ruhr mit Elbe und Weser wurde bereits ab den 1960er Jahren für die Erfordernisse der modernen Binnenschifffahrt ausgebaut. Dabei wurde nicht nur das Kanalbett verbreitert und vertieft, es wurden auch alle 312 Kanalbrücken durch Neubauten ersetzt. Nachdem der Ausbau des Mittellandkanals abgeschlossen war, waren allein die Stich- und Zweigkanäle noch weitgehend in ihrem Originalzustand erhalten. So auch der Stichkanal nach Osnabrück, der nun aber ebenfalls ausgebaut wird und dabei die letzten noch erhaltenen Bauten aus der Entstehungszeit verliert.


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Die Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Dömitz
Geschrieben von: Michael Berndt   

Die Dömitzer Eisenbahnbrücke ist in mehrerer Hinsicht außergewöhnlich und interessant. Sie war bei ihrer Fertigstellung und noch für lange Zeit die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands, bei Ihrer Planung spielten militärische Aspekte eine bedeutende Rolle und ihre eindrucksvollen Ruinen sind bis heute ein weit bekanntes Symbol der deutschen Teilung.

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Tankstellengeschichte in Deutschland
Geschrieben von: Michael Grube   

Benz MotorwagenTankstellen - heute in fast jedem Ort zu finden, waren noch vor hundert Jahren eine Seltenheit. Als Ende des 19. Jahrhunderts das Automobil erfunden wurde, machte sich sicherlich noch niemand Gedanken darüber, welche Verbreitung es einmal finden würde und welch eine Aufgabe die flächendeckende Versorgung mit Treibstoff eines Tages wäre. Nur sehr Wohlhabende konnten sich damals so ein neumodernes Gefährt leisten und so spielte die Versorgungslogistik noch keine so große Rolle. Gerade einmal fünf Liter passten in einen durchschnittlichen Tank und sehr weit kam man damit sowieso nicht.

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Der Kaispeicher B im Hamburger Hafen
Geschrieben von: Michael Berndt   

An der Magdeburger Strasse 1, auf der Ecke zwischen dem Brooktor- und dem Magdeburger Hafen, steht der Kaispeicher B, das älteste noch erhaltene Bauwerk im Hamburger Freihafen. Der imposante Backsteinbau wurde in den Jahren 1878/79, also noch vor der Ratifizierung des Zollanschlusses und der Einrichtung des Freihafens und etwa 10 Jahre vor dem Bau der Speicherstadt errichtet. Auftraggeber war die Silospeicher Kommandit-Gesellschaft J.W. Boutin, die Architekten waren Bernhard Georg Jacob Hanssen und Wilhelm Emil Meerwein.

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Historische Anlagen im Hamburger Hafen
Geschrieben von: Michael Berndt   

Historische Anlagen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg findet man im Gebiet des Hamburger Hafens nur noch selten. Die meisten Umschlaganlagen, die die Zerstörungen des Krieges überstanden hatten, wurden in den achtziger und neunziger Jahren abgerissen. Nur noch sehr wenige Reste sind bis heute erhalten geblieben, das herausragendste Beispiel sind die Anlagen um die Australiastraße.

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Hafenbahn-Tunnel Hamburg-Altona - der "Schellfischtunnel"
Geschrieben von: Michael Grube   


Lokomotive am TunneltorSchon 1843 hatte man im stetig wichtiger werdenden Altonaer Hafen mit dem Bau eines "Eisenbahnquais" begonnen. Der steile Elbhang machte die Anbindung an die reguläre Bahnstrecke schwierig, so daß man sich zunächst mit einer Rampe behalf, auf der die Waggons mit einer Seilwinde bewegt wurden.

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Das Reichsautobahn-Rasthaus Chiemsee
Geschrieben von: Michael Grube   

RAB-Rasthaus ChiemseeDie immer stärkere Verbreitung des Automobils führte besonders in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu ganz neuen infrastrukturellen Erfordernissen. Ein Auto benötigt einen ganz anderen Straßenbelag als die Pferdekutsche und statt des Ausspanns brauchte man nun Tankstellen. Die höheren Geschwindigkeiten führten bald zu dem Wunsch nach kreuzungsfreien Autostraßen – den Autobahnen. Adolf Hitler griff diese bereits vor 1933 entstandenen Ideen und Pläne auf und begann, sie propagandagerecht in die Realität umzusetzen. Entsprechend der nationalsozialistischen Idee des „Heimatschutzes“ führte man die Trassen durch die landschaftlich schönsten Gebiete des damaligen Reiches. Entlang der Strecken der neuen Reichsautobahn entstanden Tankstellen und Rasthäuser, an denen die Reisenden sich und ihre Fahrzeuge versorgen konnten.


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Strecke 77 - Autobahn-Relikte zwischen Kassel und Ruhrgebiet
Geschrieben von: Christian Kuhlmann   

Autobahn-Propaganda der NS-ZeitEine beinahe vergessene Autobahn am östlichen Rande des Ruhrgebietes, auf der niemals Autos gefahren sind? Die gibt es, die "Strecke 77", die als Anschluß von Hamm in Richtung Kassel geplant war und deren Bau kurz vor Kriegsausbruch 1939 auf vollen Touren lief. Noch heute zeugen zahlreiche bauliche Vorleistungen als Überreste "mitten in der Landschaft" von dieser so später nicht mehr realisierten Trasse.

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Die vergessene Autobahn bei Hannover
Geschrieben von: Michael Grube   

Strecke 24 - die vergessene Trasse in der Lüneburger HeideGeister-Autobahnen - aufgegebene oder nie fertig gestellte Teilstücke des Autobahnnetzes gibt es heute im dicht besiedelten Deutschland nur noch selten. Zu den bekanntesten Relikten dieser Art gehören sicherlich die "Strecke 46" zwischen Rhön und Spessart, die spätere Transit-Autobahn A24 zwischen Hamburg und Berlin, deren Bauvorleistungen jahrzehntelang brach lagen oder der alte Streckenverlauf des AVUS-Zubringers im Bereich der ehemaligen Grenzübergangsstelle Dreilinden/Drewitz bei Berlin. Doch auch mitten in Niedersachsen lassen sich noch solche Überbleibsel entdecken.

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Die Strassenbau-Versuchsstrecke Braunschweig
Geschrieben von: Michael Grube   

Wer das Wort "Versuchsstrecke" oder "Teststrecke" im Zusammenhang mit Braunschweig hört, denkt meist zunächst an die Versuchsanlage für die Magnetschwebebahn Transrapid, eventuell auch an die Teststrecke der Volkswagen AG in Ehra-Lessin. Selbst alteingesessene Braunschweiger wissen meist überhaupt nichts von der Versuchsstrecke, um die es hier geht.

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Ein sehr eigenartiges Bauwerk - die Oberhafenbrücke in Hamburg
Geschrieben von: Michael Berndt   

"Ein sehr eigenartiges Bauwerk..." Mit diesen Worten beschreibt das Buch "Hamburg und seine Bauten 1914" die im Jahre 1904 fertig gestellte Oberhafenbrücke in Hamburg. Es handelt sich um eine zweigeschossige, kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke für vier Gleise, die zudem noch als Drehbrücke ausgelegt wurde. Noch in diesem Jahr (2005) soll sie als feste Brücke neugebaut werden.

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Vorbereitete Sperren auf Deutschlands Straßen
Geschrieben von: Michael Grube   

Meist vollkommen unbeachtet von der zivilen Bevölkerung, waren sie über die ganze Bundesrepublik verteilt - Tausende von sogenannten "vorbereiteten Sperren" oder auch "vorbereiteten Bausperren". Im Verteidigungsfall hätten sie den Vormarsch der Truppen des Warschauer Vertrages behindern sollen. Seit dem Ende des Kalten Krieges sind sie zum allergrößten Teil überflüssig geworden, doch noch heute findet man diese Relikte allerorten.

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Der alte St.Pauli Elbtunnel in Hamburg
Geschrieben von: Michael Grube   

Alter Elbtunnel Hamburg - AnsichtskarteWer den Begriff "Elbtunnel" hört, denkt fast immer an den Tunnel zwischen Othmarschen und Waltershof, der die A7 unter der Elbe hindurchführt. Daß es in Hamburg noch einen weiteren, wesentlich älteren Elbtunnel gibt, wissen manche nicht einmal.

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Kanalüberführung "Alte Fahrt"
Geschrieben von: Tobias Wichert   

Durch die stetige und rasche Entwicklung der Schwerindustrie im Ruhrgebiet reichten Ende des 19. Jahrhunderts die Kapazitäten des Eisenbahnnetzes für die anfallenden Transporte nicht mehr aus. Für den Transport großer Mengen von Erz und anderem Schüttgut wurde ab 1892 der, als Verkehrsweg sehr leistungsfähige, Dortmund-Ems-Kanal gebaut. Der Kanal war mit einer lichten Breite von 18m und rund 2,5m Tiefe für Schiffe mit einer Tragfähigkeit von bis zu 600t (das entspricht der Kapazität eines ganzen Güterzuges) ausgelegt. Allerdings verhinderten streckenweise sehr schmale Flusstäler, das der Kanal entlang der Flüsse gebaut wurde. Damit wurden Kanalüberführungen nötig, mit dem der Kanal die Flusstäler überbrücken kann. Ein solches Bauwerk ist die von 1893 bis 1897 gebaute Kanalüberführung bei Gelmer.

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MZA Bonn Hauptbahnhof
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