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Fernmeldeaufklärung, ELOKA, SIGINT

Beiträge über elektronische Kampfführung (ELOKA), COMINT/SIGINT, Funk- und Fernmeldeaufklärung, Anlagen verschiedener Geheimdienste und anderer Organisationen von 1933 bis zum Ende des Kalten Krieges



Senderstation Radio Liberty, Holzkirchen
Geschrieben von: Werner Jakobus   

QSL-Karte RFE HolzkirchenDer ehemaligen Militärflugplatz aus dem 2. Weltkrieg östlich von Holzkirchen wurde 1950 als Senderstandort vom Nationalkomitee für ein freies Europa ausgewählt. Diese Organisation wurde später in Radio Liberty umbenannt (russisch Radio Svoboda = Freiheit) Die Büros in München lagen nahe dem englischen Garten und gehörten Radio Free Europe. RFE betrieb unter anderem auch eine Empfangsanlage am östlichen Rand des Flugplatzes Oberschleißheim.

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Der Agentenfunk der deutschen Abwehr in Hamburg
Geschrieben von: Michael Grube   

Der Teil der Abwehr, der während des Zweiten Weltkriegs für den Funkverkehr mit den Agenten im Ausland zuständig war, trug den Namen "Geheimer Funkmeldedienst des OKW - Amt Ausland" und befand sich zunächst in Stahnsdorf bei Berlin. Die Abkürzung "OKW" (Oberkommando der Wehrmacht) im Namen der Dienststelle lässt darauf schließen, daß diese übergeordnet sowohl für Heer Luftwaffe als auch Marine zuständig war. Aus Tarnungsgründen trug die Dienststelle nach außen hin den Namen "Heeresneubauamt". Neben dem Funkverkehr mit den Funkmeldestaffeln der Wehrkreise, den sog. Funkmeldeköpfen, wurde hier auch der Funkverkehr mit Agenten im Ausland betrieben.

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Horchposten Ravensberg (Bad Sachsa)
Geschrieben von: Michael Grube   

Im März 1959 errichtete die Kompanie C des 319th ASA Battalion der US Army auf dem Ravensberg bei Bad Sachsa (Höhe ü.NN 660 m) einen ersten, temporären Hochposten, der allerdings schon im Juni 1962 nach St.Andreasberg verlegt wurde.

Über die folgenden acht Jahre liegen uns leider keinerlei Informationen vor. 1970 wurde dann der auch heute noch vorhandene, 64 Meter hohe Turm und ein zweistöckiger Anbau errichtet. Dieses Jahr geht zumindest aus der Bauzeichnung und dem Herstellungsjahr des Dieselgenerators hervor.

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Projekt JLT - Die Aufklärungstürme des Heeres
Geschrieben von: Michael Grube   

Nach der Tschechienkrise - damals beendeten 600.000 Soldaten aus der UdSSR, der DDR und Ungarn mit Gewalt die Reformpläne in der CSSR - forderte die Bundeswehr drei "grenznahe fernmeldeelektronische Aufklärungsstellen". Dieser "ortsfeste Systemanteil" mit dem Projektnamen JLT sollte die bis dahin meist mobilen Operationen ergänzen bzw. ablösen. Da einige der geplanten Standorte bereits von der Luftwaffe beansprucht wurden, einigten sich die beiden Waffengattungen darauf, daß das Heer in den bestehenden und geplanten Luftwaffen-Anlagen einige Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekäme.

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Objekt URIAN - Abhörstation Brocken
Geschrieben von: Michael Grube   

Die bekannteste ostdeutsche "Abhörstation", wahrscheinlich die bekannteste in Deutschland überhaupt, stand auf Norddeutschlands höchstem Berg (1142m). Nachdem die US-Truppen den Brocken 1945 erobert hatten, wurde er am 28. April 1947 in die Verwaltung der Roten Armee übergeben. Seitdem waren hier sowjetische Truppen stationiert. Zuerst befassten diese sich nur mit Sicherungsaufgaben, ab 1955 war dann die Fernmeldeaufklärungsbrigade 82 auf der Kuppe präsent. 1949 wurde die Gaststätte noch einmal wiedereröffnet, doch mit dem Bau der Mauer im August 1961 war es dann mit jeglichem Tourismus vorbei. Der Brocken und selbst der kleine Ort Schierke wurden nun zum Sperrgebiet. Ab jetzt hatte die sowjetische Einheit eine Stärke von rund hundert Mann und war dem sowjetischen Geheimdienst GRU direkt unterstellt. Informationen über Militärbewegungen in ganz Westeuropa wurden vom hier aus gesammelt, aufgezeichnet und weitergeleitet.

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Britischer Horchposten Langeleben
Geschrieben von: Michael Grube   

1951, der Kalte Krieg war schon in vollem Gange, begannen die Westalliierten, sich ernsthafte Sorgen über die häufigen, grenznahen Großmanöver der WGT-Truppen zu machen. Man befürchtete, eine dieser Übungen könne als Tarnung für die Vorbereitung eines groß angelegten Angriffs auf Westdeutschland genutzt werden.

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DF-Station Schleswig
Geschrieben von: Michael Grube   

Bei dieser Installation der US Army handelte es sich nicht um einen klassischen "Horchposten", die Aufgabe bestand vielmehr in der Lokalisierung des Ursprungs bestimmter Funksignale (DF = Direction Finding). Als Antennenanlage kam dazu eine sog. Wullenweber-Antenne vom Typ AN/TRD-15 zum Einsatz - übrigens eine relativ kleine Version dieses Antennentyps. Diese, ringförmig um ein kleines Zentralgebäude ("Operations Shack") angeordnete Empfangsanlage diente zum Anpeilen von Signalen im Kurzwellenbereich zwischen 0,5 und 32 MHz. In Zusammenarbeit mit anderen, gleichartigen Stationen in Westdeutschland, anderen westeuropäischen Ländern, Asien und den USA konnte so durch Kreuzpeilung der Standort eines empfangenen Senders relativ genau bestimmt werden.

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Horchposten Schalke (Harz)
Geschrieben von: Michael Grube   

Seit etwa 1959 waren die französischem Groupe Electronique 50/450 und Escadron Electronique Sol 33/351 sowie Escadron de Renseignement Air 21/054, DT3 (Luft- und Fernmeldeaufklärung) auf der Schalke (762m, Nordharz) präsent. Untergebracht war die Einheit nahe des Bundeswehr-Fliegerhorsts Goslar und zum Teil auch in der Kaserne Bad Lauterberg. 1968 wurde die Anlage auf der Schalke gründlich modernisiert und der 64 Meter hohe Turm des Horchpostens errichtet.

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Langwellensender Erching
Geschrieben von: Roland Prösch   

QSL-Karte VOA Munich1953 wurde in der Nähe von Erching in Bayern (ca. zwanzig Kilometer nördlich von München) ein Langwellensender mit einem 256m hohen Mast aufgebaut. Hierbei handelte es sich um einen gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast mit zwölf Dachkapazitätsabspannungen. Der Sender mit einer Leistung von einem Megawatt auf 173 kHz wurde für den amerikanischen Radiosender "Voice of America" (VOA) betrieben und war zu dieser Zeit der stärkste Rundfunksender Europas. 

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US Border Station Wurmberg (Harz)
Geschrieben von: Michael Grube   

Gegenüber dem Brocken, in der Nähe von Braunlage, liegt der Wurmberg (971m ü.NN). Hier oben errichteten die NSA und die ASA (US Army Security Agency, später INSCOM = Intelligence and Security Command) 1972 einen 81 Meter hohen Turm. Interessanterweise wurde das Bauwerk von oben nach unten gebaut, d.h. der obere Teil wurde immer wieder etwas angehoben und dann ein neues Segment am Fuß eingefügt.

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Torii Towers Dannenberg und Wobeck
Geschrieben von: Michael Grube   

Da die Bauten, vor allem der riesige Antennenträger, sich bei diesen beiden Anlagen stark ähnelten bzw. fast identisch waren, haben wir die beiden zusammengefasst.

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Fernmeldesektor-Türme der Luftwaffe
Geschrieben von: Michael Grube   

Mitte der sechziger Jahre errichtete die Bundeswehr, verteilt über das damalige Westdeutschland, mehrere sich ähnelnde Funkaufklärungsanlagen mit praktisch baugleichen Türmen. Diese bereits 1960 geplanten, sogenannten Fernmeldesektoren-Türme der Luftwaffe (FmTürmeLw) bildeten eine Art"Perlenkette" entlang der deutsch-deutschen bzw. deutsch-tschechischen Grenze und waren mit Buchstaben gekennzeichnet:

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Geheimdienst-Horchposten in Berlin
Geschrieben von: Michael Grube   

Kaum ein Ort war während des Kalten Krieges so günstig für die westliche Fernmeldeaufklärung gelegen wie Westberlin. Entsprechend hoch war denn auch die Anzahl der "Horchposten" der verschiedensten Betreiber. Obwohl es natürlich eine gewisse Zusammenarbeit der Geheimdienste gab, kochte doch letztlich jedes Land, ja sogar jeder Geheimdienst innerhalb derselben Nation, meist sein eigenes Süppchen. Einen kleinen Überblick möchten wir hier vermitteln.

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US-Fernmeldestation Bocksberg (Harz)
Geschrieben von: Michael Grube   

Der Bocksberg bei Hahnenklee (südlich von Goslar) ist mit einer Höhe von 727 Metern zwar nicht gerade die höchste Erhebung der Gegend, war aber als Standort für eine militärische Funk-Relaisstation während des Kalten Krieges durchaus geeignet. Von 1950 bis zum Sommer 1992 betrieben das 5th Signal Command (Stammstandort Mannheim), das 102nd Signal Battalion und die 4th Signal Group der US Army hier eine eher unspektakuläre Anlage. Teilweise arbeitete auch Personal der Signal Support Company Berlin im Objekt.

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GSSD-Abhöranlage Diesdorf/Bergmoor
Geschrieben von: Michael Grube   

Der Turm 1991Ein nicht alltägliches Objekt befand sich bei Bergmoor in der Nähe von Diesdorf in Sachsen-Anhalt, nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt. Praktisch "gegenüber" von Wittingen, auf einer für die Tiefebene doch recht ansehnlichen Höhe von 108 Meter gelegen, befand sich hier eine Abhöranlage der sowjetischen Streitkräfte. Einige Kilometer entfernt unterhielt, südlich des Ortes, unterhielt die NVA eine entsprechende Stellung für mobile Einsätze (wahrscheinlich Objekt 07/265). Bereits 1967 besetzten sowjetische Truppen den bereits vorher mehrfach mobil genutzten Schwabenberg permanent, die Grundstückseigentümer hatten fortan keinen Zutritt mehr. Meist im Schutz der Dunkelheit begannen russische Pioniereinheiten mit der Errichtung einer ortsfesten Abhörstation.

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FTC Berlin
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