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NATO-Versorgungsdepot Grebenhain/Vogelsberg |
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Geschrieben von: Alexander Leib
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Donnerstag, den 27. Januar 2005 um 01:00 Uhr |
Das NATO- Versorgungsdepot Grebenhain wurde Anfang der 1980er Jahre unter
heftigsten Protesten der Friedensbewegung und Grünen in einem Wald
in der Nähe des Hoherodskopfes errichtet. Hierzu wurde ein großer
Teil des Gebiets der ehemaligen, 1935 errichteten Luftmunitionsanstalt
Hartmannshain vom Bund zur Verfügung gestellt. Das Gelände mußte
zuvor allerdings aufgrund unsachgemäßer Sprengungen zu Ende
des 2. Weltkrieges komplett von Munitionsrückständen geräumt
werden.

Die US Army baute anschließend dort ein großes Depot, in
dem später Treibstoffe, Munition, Gerät und Fahrzeuge untergebracht
waren. In einem inneren, gesondert umzäunten und bewachten Bereich
wurden etwa vierzig große, erdüberdeckte und aus Gründen
der Tarnung bepflanzte Munitionshäuser errichtet. Im oberen Bereich
des Depots befanden sich große Treibstofftanks mit eigenen Pumpstationen,
im unteren Depotbereich befanden sich die Kraftfahrzeug-Hallen und Unterstände
für Lastzüge und Sattelschlepper. Im Eingangsbereich gab es
ein Wachgebäude mit Unterkunft für die Wachmannschaft sowie
einen Hundezwinger. Das Depot war - wie viele größere NATO-Depots
- doppelt eingezäunt, der Sichtstreifen wurde nachts hell erleuchtet.
   
   Die Wachmannschaft bestand aus Angehörigen der in
Fulda stationierten 340.Signal Co. Das Depot war als sogenanntes Versorgungsdepot
für die damalige Hauptkampflinie des Kalten Krieges, des sogenannten
"Fulda-Gap" vorgesehen. In diesem Bereich vermutete man eine
wahrscheinliche Einmarschroute der Ostblock-Armeen. Weitere Depots zur
Versorgung des Gebietes befanden sich in Alsberg, Gundhelm, im Gieseler
Forst, in Grebenhain und Ottrau.
  
Nach Ende des Kalten Krieges gingen viele ehemalige US-Militärliegenschaften
in das Eigentum des Bundes zurück und wurden zum Verkauf freigegeben
- so auch das Versorgungsdepot in Grebenhain. Es wurde 1991 zu Beginn
des Golfkrieges von der NATO aufgegeben und noch einige Zeit von einer
Sicherheitsfirma bewacht, bevor es schliesslich verkauft wurde. Die Bunker
sind heute alle an Privatpersonen verpachtet, die Tanks zum Teil ausgegraben
und verkauft worden. |